Marius ist ein Asteroid des mittleren Hauptgürtels, beobachtet am 29. September 1980 von Zdeňka Vávrová am Kleť-Observatorium (Hvězdárna Kleť) (IAU-Code 046) in Südböhmen auf dem Kleť in der Nähe der Stadt Český Krumlov.
Anlässlich des 400. Jubiläums von Simon Marius’ Hauptwerk Mundus Iovialis von 1614 benannte ihn am 16. März 2014 das zuständige Komitee der IAU von 1980 SM in (7984) Marius um. Der Name erinnert an den Ansbacher Mathematiker und Hofastronomen, der am die Jupitermonde entdeckte – einen Tag nach Galileo Galilei und unabhängig von ihm.
Auf seiner stabilen, elliptischen Bahn umläuft der Asteroid die Sonne in 4 Jahren und 99 Tagen. Dabei kommt er der Erde minimal 166 Mio. km nahe. Zu günstigen Oppositionszeiten liegt seine scheinbare Helligkeit unter 17,5 mag. Helligkeitsänderungen von 0,2 bis 0,3 mag im Verlauf weniger Stunden deuten auf eine leicht längliche Gestalt hin. Die Kombination aus Helligkeitsuntersuchungen und radiometrischer Analyse der Infrarotstrahlung belegt einen Durchmesser von etwa 10 km und ein geringes Rückstrahlvermögen von 6 %, das sich mit seiner kohligen Oberfläche erklärt. Die Daten lassen eine Fallbeschleunigung in der Größenordnung von 3 mm/s² erwarten.
Darstellung
mini|Tafel des Asteroiden (7984) Marius im Planetenweg Lauf a.d. Pegnitz Marius wird im Planetenweg in Lauf an der Pegnitz als Beispiel für ein Objekt des Asteroidengürtels präsentiert und mit einem kohligen Chondriten verglichen.
Siehe auch
Liste der Asteroiden
Weblinks
Physikalische Eigenschaften und Orbitaldaten, NASA Physikalische Eigenschaften und Orbitaldaten, Wikidata Der fränkische Kleinplanet (7984) Marius, Thomas Müller in Acta Historica Astronomiae
Animation mit Flug zum Asteroiden (7984) Marius, Norman Schmidt Videoaufnahme vom 22.1.2016, Bernd Liebscher (NAA) Marius-Portal: Werke, Sekundärliteratur, Veranstaltungen etc. zu Simon Marius Planetenweg mit dem Asteroiden (7984) Marius
Kategorie:Hauptgürtelasteroid unter 50 km Durchmesser Kategorie:Asteroid ohne zugewiesene Asteroidenfamilie