Die Glocken der Katharinenkirche ist der Titel eines stummen deutschen Detektivdramas, das Adolf Gärtner 1918 nach einem Manuskript, das Hermann Fellner und Margarete Lindau-Schulz nach einer Literarischen Vorlage von Paul Rosenhayn geschrieben hatten, für Julius Greenbaums Deutsche Bioskop GmbH Berlin inszenierte. Der Film war Bestandteil der Phantomas-Detektiv-Serie, den Detektiv spielte Rolf Loer.Lamprecht nennt Erich Kaiser-Titz als Detektiv. An seiner Seite sah man Lina Salten, Anna von Palen, Hanni Weisse und Bruno Ziener.

Produktionsnotizen Die Produktion [o. Nr.] der Greenbaum-Film GmbH / Deutsche Bioskop wurde von Mutz Greenbaum, dem Sohn des Produzenten Julius Greenbaum, photographiert ; wer die Atelierbauten errichtet hat, ist nicht überliefert.

Der Film lag im März 1918 der Zensurbehörde vor. Die Polizei Berlin verhängte unter der Nr. 41601 über ihn ein Jugendverbot. Den Verleih der Phantomas-Serien 1916–17 und 1917–18 hatte als Monopol die Firma Wilhelm Feindt Film-Verleih Berlin SW48 inne.vgl. Anzeige mit Monopol-Listen in der Lichtbild-Bühne (LBB) Nr. 20, 11. Jg. 1918: PDF, S. 170f.

Der Film wird erwähnt in Lichtbild-Bühne (LBB) No. 20, Mai 1918 Ott: Dresdner Anzeigen 21.06.1918 Der Film No. 11, 1919

und ist registriert bei Birett, Verzeichnis in Deutschland gelaufener Filme, (München) No. 252, 1918 und (München) No. 426, 1918 Lamprecht Vol. 17 No. 104

Er wurde im März 1918 im „Kali“ aufgeführt.Kant-Lichtspiele, Berlin-Charlottenburg, Kantstr. 54. Eröffnet 1912, 800 Sitzplätze, noch heute in Betrieb, vgl. allekinos.com

Am 21. Juni 1918 avisierte das Tonbild-Theater in Dresden, Prager Straße 47 gemeinsam mit dem Colosseum Theater am Freiberger Platz 20 in den Dresdner neuesten Nachrichten die Aufführung von “Die Glocken der Katharinenkirche – Abenteuer des Detektivs Phantomas in 4 Akten” für die Zeit ‘ab Freitag mit Erstaufführungsrecht’.vgl. slub-dresden.de

Das “Detektivdrama in 4 Akten ‘Die Glocken der Katharinenkirche’, Hauptrolle Rolf Loer als Phantomas” lief in Neumarkt in der Oberpfalz im Drei-Mohren-Kino am 21. September 1918. Im Beiprogramm gab es dazu das zweiaktige Lustspiel „Das Adoptivkind“.laut Anzeige im Neumarkter Tageblatt Nr. 218 vom 21. Sept. 1918, vgl. neumarkt.de ; ein Bild des Hauses, in dessen Rückgebäude sich das Drei Mohren-Kino befand, ist zu sehen bei stadtarchive-metropolregion-nuernberg.de

Im August 1918 wurde es auch in der Tschechoslowakei gezeigt.Caneppele S. 86.

Literatur

Herbert Birett : Verzeichnis in Deutschland gelaufener Filme. Entscheidungen d. Filmzensur Berlin, Hamburg, München, Stuttgart 1911–1920. Saur Verlag, München 1980, ISBN 3-598-10067-1.

Hans-Michael Bock, Tim Bergfelder (Hrsg.): The Concise Cinegraph: Encyclopaedia of German Cinema. (= Film Europa. Band 1). Verlag Berghahn Books, 2009, ISBN 978-0-85745-565-9, S. 551.

Paolo Caneppele: Entscheidungen der Prager Filmzensur 1916–1918. (= Materialien zur österreichischen Filmgeschichte. Band 12). Verlag Filmarchiv Austria, 2003, ISBN 3-901932-27-5.

Michael Hanisch: Auf den Spuren der Filmgeschichte: Berliner Schauplätze. Verlag Henschel, 1991, ISBN 3-362-00263-3, S. 353 u. 414.

Gerhard Lamprecht : Deutsche Stummfilme. Band 4: 1917–1918. Deutsche Kinemathek, Berlin 1970, , S. 104.

Ken Wlaschin: Silent Mystery and Detective Movies: A Comprehensive Filmography. Verlag McFarland, 2009, ISBN 978-0-7864-4350-5, S. 179.

Weblinks

#23830 Abbildungen Portraitpostkarte (Photochemie Berlin K.1515) der Schauspielerin Lina Salten (eigtl. Salomon, 1890–1943) Photo (Nr. 957/2) der Schauspielerin Hanni Weisse (1892–1967) Portraitpostkarte (Photochemie Berlin K.1535) des Schauspielers Bruno Ziener (1870–1941)

Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 1918 Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Stummfilm Kategorie:Schwarzweißfilm Kategorie:Kriminalfilm Kategorie:Filmdrama