Der Butzbach ist ein auf dem Hauptstrang 16 km langer Bach im baden-württembergischen Landkreis Göppingen, der zuerst Teufelsklingenbach, dann Pliensbach und erst auf der zweiten Hälfte seines Weges Butzbach genannt wird. Der Bach entspringt am Albtrauf am ersten Steigenkopf des Albaufstiegs der A 8 und mündet nach insgesamt nordnordwestlichem Lauf vor allem durchs Mittlere Albvorland in Uhingen von links in die untere Fils.
Geographie Verlauf Teufelsklingenbach Der Teufelsklingenbach beginnt seinen Lauf im Gemeindegebiet von Gruibingen auf dem ersten Steigenkopf des Albanstiegs der A 8 am Aichelberg. Er entspringt auf etwa und fließt im Wald nordwestwärts. wobei er sich schnell in seine Teufelsloch genannte Klinge eintieft. Er ist bald ein bis zwei Meter breit und einige nicht sehr lange, aber steile Seitenklingen speisen ihn von beiden Seiten.
Nach etwa einem Kilometer fließt von links auf nurmehr aus der Franzosenklinge ein längerer Seitenbach zu, dessen oberste, nur temporäre Quelle sogar deutlich höher als der Teufelsklingenbach selbst am Nordosthang des Großen Boßlers entspringt. Wenig danach wechselt der Bach über aufs Gemeindegebiet von Bad Boll und einen weiteren Kilometer weiter fließt ein zweiter längerer Bach aus der Rankklinge am Albabhang zu, der am Kaltenwanghof von Gruibingen seinen Lauf beginnt.
Schon bevor nach einem weiteren knappen Kilometer der Bach aus dem Maustobel auf etwa zuläuft, öffnet sich der gegenüberliegende rechte Unterhang. Das Bett des Baches ist nun bis vier Meter breit und er läuft über einige halbmeterhohe Abstürze und einen Stromschnellenabschnitt.
Der Bach wendet sich nun am Albfuß nach rechts und fließt in Richtung Nordosten zwischen dem das linke Ufer säumenden Weiler Eckwälden von Bad Boll und rechts einer baumdurchsetzten, sich mehr und mehr verflachenden Hangwiese mit ein paar Sickerquellen, wobei er teils deutlich mäandriert.
Zwischen Gewerbebauten links und den Kureinrichtungen von Bad Boll rechts am Lauf ist der Bach abschnittsweise deutlich verändert, er fließt von nun an um zwei Meter breit in seinem vier Meter breiten Bett, das bis zu sechs Meter eingetieft ist mit Lehmwänden an der Seite und anstehendem Schiefer an deren Fuß. Nachdem er ein weiteres Mal seine Laufrichtung, diesmal nach Nordnordwesten, gewechselt und nach wieder aussetzender Besiedlung am Ufer die L 1214 von Bad Boll im Osten nach Aichelberg im Westen unterquert hat, begleitet ein schmales Auwäldchen die Ufer des gewundenen Baches. Ihm fließt bald von Südsüdwesten her auf der bis dorthin knapp zweieinhalb Kilometer lange Pliensbach zu, womit der Pliensbach-Abschnitt des Bachlaufes beginnt.
Der Abschnitt Teufelsklingenbach des Butzbach-Gesamtlaufes ist 5,8 km lang, seine etwa 225 Meter an Höhenintervall durchzieht er mit mittlerem Sohlgefälle von etwa 39 ‰. Sein Teileinzugsgebiet ist 6,4 km² groß.
Pliensbach Auf dem Pliensbach-Abschnitt mäandriert der Bach kleinräumig sehr stark. Seine Sohle ist schlammig bis steinig und bis zu sechs Meter breit, darüber erheben sich teils steile, an einer Stelle über zehn Meter hohe Uferwände. Nach einem kurzen Abschnitt als Grenzbach tritt der Bach ganz aufs Gemeindegebiet von Zell unter Aichelberg über. Die Gehölzgalerie setzt auch beim großteils linksseits stehenden Weiler Pliensbach nicht aus. Etwas unterhalb dieses Ortes fließt aus dem Osten und auf dem Südrand eines größeren Waldgebietes entlang der nur 1,3 km lange Oberlaufabschnitt des Butzbachs zu, ab wo der Bach dann auf seiner zweiten Laufhälfte bis zur Mündung Butzbach genannt wird.
Der Pliensbach-Abschnitt endet nach seinen 2,4 km mit mittlerem Sohlgefälle von 11 ‰ etwa 27 Höhenmeter unterhalb seines zulaufenden Oberlauf-Abschnitts. Mitsamt diesem eigenen Namens-Oberlauf gerechnet, ist der Pliensbach 4,4 km lang.
Butzbach Der Butzbach tritt gleich ins Gemeindegebiet von Hattenhofen ein. Der bis fünf Meter breite Bach mäandriert stark, fließt teils träge, teils schnell, nun aber zunächst nordwärts bis ins Dorf Hattenhofen. Wo die Mäander durchzubrechen drohen, wurde teilweise das Ufer mit Blöcken gesichert. In der Begleitgalerie stehen vor allem Schwarzerlen, Eschen und Weiden. In Hattenhofen ist er reguliert. Nach einem kurzen Abschnitt in Richtung Nordosten wechselt er dort, wo rechtsseits die Teilgemarkung Sparwiesen von Uhingen ans rechte Ufer tritt, wieder auf nördlichen Lauf.
Wo links das Hattenhofener Gemeindegebiet linksseits endet und das von Albershausen beginnt, schwenkt der Lauf nach Nordwesten. Gegenüber am mittleren und oberen rechten Hang steht das Dorf Sparwiesen. Der Butzbach mäandriert weiter stark unter meist steilen, zuweilen abbrechenden Uferwänden, sein Bett ist teils über fünf Meter breit. Mancherorts liegen Kiesbänke am Lauf, der an einigen Stellen in Gumpen abstürzt. Unter den letzten Häusern von Sparwiesen rechts am Hang quert die K 1414 von dort nach dem gegenüber beginnenden Albershausen den Lauf.
Durch Albershausen mündet der 6 km lange Haldenbach zu. Über 200 Meter ist der Butzbach danach begradigt, dort liegt Albershausen rechts gegenüber dem zugehörigen Weiler Schafhof, danach setzt sich der mäandrierende und von Gehölz begleitete Abschnitt noch ein Stück weit nordnordostwärts der Siedlungsfläche Albershausens entlang fort. Von nun an verläuft die B 297 linksseits des Baches, jenseits derer auf dem schmalen, ihm nur noch Schlängelung erlaubenden Talgrund ein Gewerbegebiet sich von der Albershausener Wohnbebauung bis zu der des zentralen Uhingen erstreckt, auf deren Stadtgebiet der Butzbach nun übertritt; rechtsseits steht lange ein schmaler Waldstreifen am Unterhang des wieder stark eingetieften Tals.
In Uhingen unterquert der Butzbach zuletzt die autobahnartig ausgebaute B 10. Auf deren anderer Seite mündet er auf etwa von links in die untere Fils, zwischen dem Wehr, von dem der Bleichereikanal von ihr abgeht und der Flussbrücke der B 297.
Der Gesamtstrang aus Teufelsklingenbach, Pliensbach und Butzbach ist 16,5 km lang, hat ein mittleres Sohlgefälle von rund 20 ‰ und mündet etwa 324 Höhenmeter unterhalb des Teufelsklingenbach-Ursprungs.
Einzugsgebiet Das Einzugsgebiet des Butzbachs umfasst 29,2 km². Die höchsten Partien im Süden, weniger als 3 % der Gesamtfläche, gehören naturräumlich zur Filsalb im Unterraum Randhöhen der Mittleren Alb der Mittleren Kuppenalb, der Rest zum Unterraum Ostteil des Mittleren Albvorlands des Mittleren Albvorlandes; in letzterem durchquert der Butzbach nacheinander die Teilräume Filsalbvorberge (bis etwa zum Kurpark von Bad Boll), Notzinger Platte (bis etwa Hattenhofen) und danach Schlierbacher Platte (bis zur Mündung).
Die höchste Erhebung steht am Albtrauf, es ist der hohe Boßler an der Südspitze des Einzugsgebietes. Der Bergabfall bis etwa Eckwälden ist fast völlig bewaldet, im flacheren Bereich darunter mischen sich einige Waldstücke in den deutlich überwiegenden offenen Teil des Albvorlands, in dem das Grünland gegenüber einigen Obstwiesen und wenigen Ackerflächen überwiegt.
Der Bach fließt nacheinander im Gemeindegebiet von Gruibingen, linksseits von dem ein Gebietsrandstreifen im Westen zur Stadt Weilheim an der Teck im Landkreis Esslingen gehört; dann im Gemeindegebiet von Bad Boll, hierbei liegt an der linken Wasserscheide ein Gebietsstreifen der Gemeinde Aichelberg. Danach durchquert der Bach das Gemeindegebiet von Zell unter Aichelberg und das von Hattenhofen. Weiter abwärts grenzt erstmals das Stadtgebiet von Uhingen rechtsseits an den Lauf, bis dann das weitgehend linksseits liegende Albershausen mit einem Gebietsteil auch aufs rechte Ufer herüberreicht; an der westlichen Wasserscheide liegt hier ein Streifen der Gemeinde Schlierbach. Zuallerletzt mündet der Butzbach im Stadtgebiet von Uhingen. Ab Zell unter Aichelberg gehören kleine Randzwickel an der rechten Wasserscheide auch zur Stadt Göppingen.
Reihum grenzen die Einzugsgebiete der folgenden Nachbargewässer an: Jenseits des Albtraufs im Süden sammeln die Oberläufe des Hollbachs den Abfluss zur anderen Seite, der der dort noch innerhalb der Alb fließenden obersten Fils zumündet; im Südwesten konkurriert bis etwa Zell die Lindach mit ihren rechtsseitigen Zuflüssen bis hinunter zum Trinkbach, die selbst über die Lenninger Lauter noch oberhalb der Fils in den Neckar entwässert; der Abfluss jenseits der übrigen westlichen Wasserscheide gelangt über den Talbach zuunterst in die Fils; im Nordnordwesten fließen drei kleinere Bäche unmittelbar nach dem Butzbach zur Fils; im Nordnordosten mündet unmittelbar vor dem Butzbach ein ebenfalls nur kleiner Bach in die Fils; im Osten fließt der Pfuhlbach weiter oben in die Fils, der längstenteils über seinen langen linken Zufluss Heimbach konkurriert.
Zuflüsse und Seen Hierarchische Liste einer Auswahl der Zuflüsse und class=noviewer|10px Seen und class=noviewer|10px Hochwasserrückhaltebecken, jeweils von der Quelle zur Mündung. Gewässerlänge, Seefläche, Einzugsgebiet und Höhe nach den entsprechenden Layern auf der Onlinekarte der LUBW. Andere Quellen für die Angaben sind vermerkt.
Quelle des Teufelsklingenbachs auf etwa am ersten Steigenkopf des Albaufstiegs am Aichelberg der A 8 am Albtrauf. Der Bach fließt anfangs in einer Waldklinge nordwestwärts.
(Bach aus der Franzosenklinge), von links und Südwesten auf im Naturschutzgebiet Teufelsloch-Kaltenwang im Waldgewann Teufelslöchle, 0,8 km und ca. 0,7 km². Entsteht auf etwa (Quelle) bis (dauerhafter Lauf) in einer Kerbe am Nordostosthang des Großen Boßlers. (Bach aus der Rankklinge), von links und Südsüdwesten auf etwa wenig vor dem Waldaustritt des Teufelsklingenbachs, 1,0 km und 0,5 km². Entsteht auf etwas über am Kaltenwanghof von Gruibingen. (Bach aus dem Maustobel), von links und Südwesten auf kurz vor Bad Boll-Eckwälden, 1,1 km und 0,7 km². Entsteht auf etwa nördlich unter dem Weiler Herzogenau von Weilheim an der Teck.Nach diesem Zufluss hat der Bachlauf fast den Bergfuß des Albtraufs erreicht, von dem an er ungefähr zwischen den Großrichtungen Nordnordwest und Nordnordost wechselt. Badbächle, von rechts und Südsüdosten auf etwa am Kurpark von Boll, 1,7 km und 0,7 km². Entsteht auf etwa im Wald am Steigenschlag der K 1426 aus Richtung Gruibingen. Döberenbach, von rechts und Südosten auf etwa nach der Boller Kläranlage, 0,6 km und ca. 0,6 km². Entsteht auf etwa an der Straße Badwasen in Boll. Oberlaufabschnitt des Pliensbachs, von links und Südwesten zuletzt auf der Gemeindegrenze von Boll zu Zell auf ca. 1,4 km südöstlich der Ortsmitte von Zell unter Aichelberg, 2,4 km und 1,9 km². Entsteht auf etwa südwestlich über dem Erlenwasenhof von Zell.Von diesem Zufluss an wird der Bach fast bis zu seinem Wiederaustritt aus der Zeller Gemarkung Pliensbach genannt. Erlenbach, von links und Südwesten auf etwa vor der pliensbachquerenden L 1214 Aichelberg–Boll, 1,4 km und ca. 0,6 km². Entsteht auf etwas über westlich über dem Erlenwasenhof. (Bach aus der Schüttenklinge), von rechts und Nordosten auf etwa vor Zell unter Aichelberg-Pliensbach, über 0,1 km und über 0,1 km². Entsteht auf über und ins Grenzbach zwischen Boll und Zell. Mausackergraben, von links und Süden auf etwa nach Pliensbach, über 0,3 km und ca. 0,2 km². Entsteht auf etwas über am Südwestrand von Pliensbach. Rohrwiesengraben, von links und Südwesten auf etwa wenig nach dem vorigen, 0,5 km und über 0,1 km². Entsteht auf etwa an der Straße von Zell nach Pliensbach. Auchtertgraben, von links und Südwesten auf etwa kurz nach dem vorigen, 0,4 km und über 0,1 km². Entsteht auf etwa am Nordostrand von Zell an der Siedlungsstraße Am Auchtert. Oberlaufabschnitt des Butzbachs, von rechts und Osten auf nordöstlich von Zell kurz vor der Gemeindegrenze zu Hattenhofen, 1,3 km und 0,7 km². Entsteht auf etwa am Südrand des Buchwaldes, dem er dann entlangfließt.Von diesem Zufluss an wird der Bach bis zu seiner Mündung Butzbach genannt.