Der Forbach ist ein 17,5 km langer rechter Zufluss der Murg im Nordschwarzwald. Er verläuft im baden-württembergischen Landkreis Freudenstadt und mündet in Baiersbronn.

Name Erstmals urkundlich erwähnt wurde das Gewässer 1267 als Vorchbach. Der Name leitet sich vom mittelhochdeutschen Vorhe ab, also Föhre, Kiefer. Während der Forbach im ehemals württembergischen Teil des Murg-Einzugsgebiets verläuft, liegt die gleichnamige Gemeinde Forbach flussabwärts an der Murg im ehemals badischen Teil des Tals, heute Landkreis Rastatt, und mit ihrem Zentrum 19 Kilometer nördlich der Forbachmündung.

Geographie Verlauf Der Forbach entspringt auf der Buntsandstein-Hochfläche des Nordschwarzwalds bei Kniebis auf etwa und fließt, dem Fallen der Buntsandsteinschichten folgend, zunächst in ostsüdöstlicher, danubischer Richtung. Bei Freudenstadt erreicht er die Störungszone des Freudenstädter GrabensRudolf Metz: Mineralogisch-landeskundliche Wanderungen im Nordschwarzwald, besonders in dessen alten Bergbaurevieren. 2., vollständig überarbeitete Auflage, Schauenburg, Lahr 1977, ISBN 3-7946-0128-9, S. 334. und folgt dieser bei Christophstal in nordwestlicher Richtung. Auf Baiersbronner Gemarkung schwenkt er bei Friedrichstal nach Norden. Er mündet im Hauptort von Baiersbronn unweit von deren südlichstem Laufpunkt in die Murg, die hier, wie der Forbach bei Freudenstadt, mit einem Anzapfungsknie nach Norden zum Rhein schwenkt.Wilfried Schweinfurth: Geographie anthropogener Einflüsse – Das Murgsystem im Nordschwarzwald. (= Mannheimer geographische Arbeiten. Band 26). Geographisches Institut der Universität Mannheim 1990, ISBN 978-3-923750-25-2, S. 55 ff. Die Gesamtlänge von der Forbachquelle bis zur Murgmündung übersteigt mit 82,25 km die Länge der Murg mit ihrem längeren Quellbach Rechtmurg.

Zuflüsse Hierarchische Liste einer Auswahl der Zuflüsse und klasse=noviewer|10px Seen von der Quelle zur Mündung. Gewässerlänge, Seefläche, Einzugsgebiet und Höhe nach den entsprechenden Layern auf der Onlinekarte der LUBW. Andere Quellen für die Angaben sind vermerkt.

(Alter Passgraben), von rechts und Westen in Kniebis, 0,7 km (Graben), von rechts und Westen in Kniebis, 0,7 km Hohlgraben, von links und Norden am Bad bei Kniebis, 0,6 km Hinterer Langenwaldgraben, von rechts und Südwesten, 0,2 km Rotwasser, von links und Nordwesten, 2,7 km und 2,2 km² Essiggraben, von rechts und Westen, 0,9 km Werabächle, von rechts und Südwesten, 1,1 km Stelleteichbächle, von links und Nordwesten, 0,7 km → (Abgang des Mühlkanals zur Rudelschen Sägmühle), nach links Inselgraben, von rechts und Westnordwesten an der Rudelschen Sägmühle, 0,7 km ← (Rückfluss des Mühlkanals zur Rudelschen Sägmühle), von links an der Rudelschen Sägmühle, 0,8 km Mühlkanal Langenwald, von rechts vor der Adrionsmühle, 1,1 km. Geht zuvor nach recht ab nach der Schlehschen Mühle. klasse=noviewer|10px Passiert rechts am Kanal den Langenwaldsee, 0,4 ha. →← (Abgang und Rücklauf des Mühlkanals nahe dem Bärenschlössle), nach und von links, unter 0,2 km klasse=noviewer|10px Passiert links am Kanal einen Teich, 0,1 ha. →← (Abgang und Rücklauf eines Mühlkanals), nach und von links, unter 0,2 km →← (Abgang und Rücklauf eines Mühlkanals), nach rechts und von rechts vor Christophstal, unter 0,2 km → (Abgang des Mühlkanals Walke), nach links vor Walke Viehgraben, von rechts und Nordosten gegenüber Walke, 0,5 km ← (Rückfluss des Mühlkanals Walke), von rechts nach Walke, 0,3 km (Bach aus dem Tal Hüttenteich), von rechts und Nordosten Finkenwieslegraben, von links und Südwesten, 0,7 km klasse=noviewer|10px Passiert den Oberen See links am Lauf, 0,6 ha. klasse=noviewer|10px Passiert den Unteren See links am Lauf, 1,1 ha. Reidegrundbächle, von links und Südwesten an der Grube Untere Sophia, 0,9 km Reichenbächle, von links und Westsüdwesten beim Hüttenwerk, 2,3 km und 1,9 km² Surrbach, von rechts und Südosten bei Surrbach, 1,3 km → (Abgang eines Mühlkanals), nach links bei Stöck Sankenbach, von links und Südwesten in Unterdorf, 5,0 km und 7,0 km² ← (Rückfluss des Mühlkanals), von rechts nach Unterdorf, 0,3 km Brunnenteichbach, von rechts und Ostsüdosten nach Oberdorf, 1,4 km und 0,7 km²

Nutzung Verkehrswege Von Baiersbronn nach Freudenstadt verlaufen an der östlichen Talflanke die Bundesstraße 462 und die Murgtalbahn, deren Steilstrecke in diesem Abschnitt anfangs als Zahnradbahn betrieben wurde. Zwischen Freudenstadt und Kniebis verläuft durch das Forbachtal die Bundesstraße 28 zwischen Ulm und der französischen Grenze. Sie durchquert hier den Schwarzwald in Ost-West-Richtung und verbindet Freudenstadt mit Straßburg und der bei Alexanderschanze abzweigenden Bundesstraße 500, der Schwarzwaldhochstraße.

Bergbau und Industrie mini|Historischer Breithammer im Schmiedemuseum Königshammer in Friedrichstal

Bergbau und Industrie im Forbachtal waren wichtige Standortfaktoren für die Gründung von Freudenstadt durch Herzog Friedrich I. von Württemberg im Jahr 1599. Bei Christophstal wurden seit dem 16. Jahrhundert systematisch Bergbau und Metallverhüttung betrieben, wobei der Forbach die Wasserkraft für die Hammerwerke lieferte. Im 18. und 19. Jahrhundert expandierten die Werke talabwärts auf Baiersbronner Gemarkung. Hier in Friedrichstal führte der Forbach mehr Wasser und das Tal bot mehr Platz. Sicheln und Sensen waren bekannte Produkte der Hüttenwerke. In Christophstal übernahmen mehrere Unternehmen der Textilindustrie bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts die Nutzung der Wasserkraft.

Gartenschau 2025 Im Forbachtal zwischen Freudenstadt und Baiersbronn fand unter dem Motto „Tal X“ die Gartenschau 2025 als kleine Landesgartenschau statt. Sie wurde von den beiden Gemeinden und der Förderungsgesellschaft für die Baden-Württembergischen Landesgartenschauen ausgerichtet.

Literatur Rudolf Metz: Mineralogisch-landeskundliche Wanderungen im Nordschwarzwald, besonders in dessen alten Bergbaurevieren. 2., vollständig überarbeitete Auflage, Schauenburg, Lahr 1977, ISBN 3-7946-0128-9.

Einzelnachweise LUBW Amtliche Online-Gewässerkarte mit passendem Ausschnitt und den hier benutzten Layern: Lauf und Einzugsgebiet des Forbachs Allgemeiner Einstieg ohne Voreinstellungen und Layer: Höhe: Höhe nach dem Höhenlinienbild auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte. Länge: Länge nach dem Layer Gewässernetz (AWGN). EZG: Einzugsgebiet nach dem Layer Basiseinzugsgebiet (AWGN). Einzugsgebiet aufsummiert aus den Teileinzugsgebieten nach dem Layer Basiseinzugsgebiet (AWGN). Seefläche: Seefläche nach dem Layer Stehende Gewässer. Sonstige:

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