Johann Goldstein (* um 1185; † um 1250) war ein Frankfurter Edelsteinhändler und Finanzier, der 1219 die Befreiung Frankfurts aus der königlichen Vogtei erreichte.

Familie und Leben

Die Familie entstammte der Ministerialität und pflegte enge wirtschaftliche und persönliche Beziehungen zum staufischen Königshaus. Der Name leitet sich von dem gleichnamigen Wohnturm eines um 1180 erbauten burgähnlichen Hofs am Kornmarkt ab (nicht – wie früher vermutet – von dem erst 1348 erbauten Hofgut Goldstein bei Frankfurt-Schwanheim).

Die Familie nahm als Mitglied der Patriziergesellschaft Alten Limpurg und als Besitzer zahlreicher Liegenschaften in und um Frankfurt in der Stadtpolitik eine bedeutende Stellung ein; als fides („Getreuer“, Vasall) der königlichen Turmburg an der Braubach bewachte er das königliche Kammergut am Kornmarkt „mit dem Goldstein“, das er später als freies Eigentum übernahm. In seiner auf ehemaligem Königsgut errichteten Stadtburg beherbergte Goldstein zwischen 1224 und 1242 mehrmals Kaiser Friedrich II. An dessen Kreuzzug 1228 nahm er offenbar als Finanzier teil.

Die Familie starb im 15. Jahrhundert im Mannesstamm aus. Grabplatten der Familie befinden sich im Frankfurter Dom.Sabine Hock: Goldstein, Familie (von) und Johann Goldstein. In: Frankfurter Personenlexikon.

Zitate

Literatur Sabine Hock: Goldstein, Familie (von). In: Frankfurter Personenlexikon (online). Sabine Hock: Goldstein, Johann. In: Frankfurter Personenlexikon (online).

Einzelnachweise

Kategorie:Patrizier Kategorie:Geboren im 12. Jahrhundert Kategorie:Gestorben im 13. Jahrhundert Kategorie:Mann