UC 18 war ein Minenleger-U-Boot der Kaiserlichen Marine vom Typ UC II, das im Ersten Weltkrieg eingesetzt wurde.Tarrant: The U-Boat-Offensive. S. 173. Es wurde im Ärmelkanal () versenkt.
Geschichte Das UC 18 wurde am 29. August 1915 bei Blohm & Voss in Hamburg bestellt und lief am 4. März 1916 vom Stapel. Am 15. August 1916 wurde es als SM UC-18 in der Kaiserlichen Marine bei der Flandern-Flottille in Dienst gestellt. Es stand bis zum Untergang unter dem Kommando von Oberleutnant Wilhelm Kiel. Auf sechs Patrouillenfahrten versenkte UC 18 34 Schiffe, entweder durch Torpedos oder durch ausgelegte Minen. Es versenkte 30 Handelsschiffe (32.684 BRT), 1 Kriegsschiff (432 BRT), 3 Hilfskriegsschiffe (1.227 BRT) und beschädigte 3 Handelsschiffe (21.157 BRT). Die aufgetauchte UC-18 wurde am 19. Februar 1917 bei einem Gefecht von der britischen U-Boot-Falle bzw. dem Q-Ship HMS Lady Olive versenkt. Auch die HMS Lady Olive wurde bei Gefecht durch Treffer des Bordgeschützes der UC 18 versenkt. Alle 28 Soldaten an Bord von UC 18 kamen beim Untergang um. Es ist die einzige bekannte Gefecht, bei der sich ein U-Boot und ein Schiff der Royal Navy gegenseitig versenkten.
Vier Jahre lang war ein Team auf der Suche nach UC 18. 70 m tief vor der Insel Guernsey fand man das Wrack im März 2024. Das Wrack lag etwa 64 km weiter westlich als in den historischen Berichten über das Gefecht beschrieben, das ursprünglich 13 km westlich der Küste von Jersey vermutet worden war. Bei der Suche fand man zwei weitere Wracks, von denen eins die HMS Lady Olive sein könnte. Das Team arbeitete eng mit dem U-Boot-Experten und Meeresarchäologen Tomas Termote zusammen, um das Wrack zu identifizieren. Das Wrack war beim Auffinden in erstaunlich gutem Zustand.
Bootsdaten UC 18 brauchte 35 Sekunden, um zu tauchen.Termote: Krieg unter Wasser. S. 45–55.Görner, Jung, Maass: Die deutschen Kriegsschiffe. S. 31–32.
Die Besatzung bestand normalerweise aus 26 Soldaten.
Die Bewaffnung bestand aus drei 50-cm-Torpedorohren. Zwei Torpedorohre waren am Bug und eines am Heck. Man führte sieben Torpedos mit. Es hatte sechs Minenschächte und 18 Minen des Typs „UC 200“ an Bord. Zusätzlich wurde ein 8,8 cm Uk L/30 Deckgeschütz mitgeführt.
Versenkte und beschädigte Schiffe Datum Name Tonnage Nation Ergebnis 3. November 1916 Glenprosen 224 versenkt 5. November 1916 Cantatrice 302 versenkt 9. November 1916 Fair Maid 432 versenkt 9. November 1916 Marga 674 versenkt 10. November 1916 Thames Barge 93 versenkt 13. November 1916 Lilloise 165 versenkt 15. November 1916 Lake Michigan 9.288 beschädigt 16. November 1916 Trevarrack 4.199 versenkt 11. Dezember 1916 Inger 786 versenkt 14. Dezember 1916 Glencoe 2.560 versenkt 14. Dezember 1916 Leca 1.911 versenkt 15. Dezember 1916 Rogn 1.018 versenkt 17. Dezember 1916 Cascais 835 versenkt 17. Dezember 1916 Immaculee Conception 246 versenkt 17. Dezember 1916 Prima 1.233 versenkt 17. Dezember 1916 Prosper Leon 42 versenkt 17. Dezember 1916 Saint Yves 325 versenkt 18. Dezember 1916 Kansan 7.913 beschädigt 22. Dezember 1916 Amedee 130 versenkt 22. Dezember 1916 Dansborg 2.242 versenkt 22. Dezember 1916 Hroptatyr 1.300 versenkt 12. Januar 1917 Saint Michel 419 versenkt 13. Januar 1917 Toftwood 3.082 versenkt 14. Januar 1917 Martin 1.904 versenkt 15. Januar 1917 Bernadette 128 versenkt 15. Januar 1917 Otto 401 versenkt 16. Januar 1917 City of Tampico 1.513 versenkt 17. Januar 1917 Jeune France 126 versenkt 17. Januar 1917 Valle 2.365 versenkt 18. Januar 1917 Louis Joseph 197 versenkt 18. Januar 1917 Louise 101 versenkt 19. Januar 1917 Klampenborg 1.785 versenkt 19. Januar 1917 Parahyba 2.606 versenkt 20. Januar 1917 Phoebe 3.956 beschädigt 22. Januar 1917 Aurelie 89 versenkt 18. Februar 1917 Netherton 199 versenkt 19. Februar 1917 Lady Olive 701 versenkt Versenkt:Beschädigt:Gesamt: 32.81620.75853.574
Literatur Harald Bendert: Die UC-Boote der Kaiserlichen Marine 1914–1918. Minenkrieg mit U-Booten. Mittler Verlag, Berlin 2001, ISBN 3-8132-0758-7. Robert Gardiner, Randal Gray: Conway’s All the World’s Fighting Ships 1906–1921. Naval Institute Press, Annapolis 1985, ISBN 978-0-87021-907-8.
V. E. Tarrant: The U-Boat Offensive 1914–1945. Naval Institute Press, Annapolis 1989, ISBN 978-0-87021-764-7. Tomas Termote: Krieg unter Wasser. Unterseebootflottille Flandern 1915–1918. Mittler Verlag, Bonn 2015, ISBN 3-8132-0959-8.
Weblinks UC 18 auf uboat.net Gefallenenliste auf denkmalprojekt.org
Fußnoten
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