mini|hochkant|Evelyn Schalk, 2022 Evelyn Schalk (geboren 1981 in Graz) ist eine österreichische Journalistin und Autorin.
Leben Schalk studierte Romanistik, Germanistik und Medienfächerkombination an der Universität Graz, ihre Diplomarbeit schrieb sie über antifaschistisches Kabarett der Zwischen- und Nachkriegszeit.
Sie begann ihre journalistische Tätigkeit 1999 bei der Neuen Zeit und arbeitet seither als freiberufliche Journalistin. Schalk schrieb u. a. für den Standard, Korso, Kreuzer, Frankfurter Rundschau, mare, Jungle World, Beton International u. a. 2013–14 war sie hauptverantwortliche Redakteurin beim Megaphon.
Seit 2004 ist sie Mitherausgeberin und Chefredakteurin des ausreißer – Die WandzeitungTeam, ausreisser.mur.at und des Blogs tatsachen.at.
Sie berichtete aus Flüchtlingslagern in Slowenien, Serbien, Ungarn, Italien und Griechenland. Nach 2015 kehrte sie 2022 wieder nach Spielfeld an der österreichisch-slowenischen Grenze zurück, um die dortigen katastrophalen Bedingungen für Geflüchtete zu dokumentieren. Als eine der wenigen deutschsprachigen Reporterinnen berichtete sie 2019 ausführlich von den Massenprotesten „#1od5miliona“ aus Belgrad, Serbien. Während der Pandemie führte sie die internationale long-read Interview-Serie "Stimmen aus der Krise, Stimmen gegen die Krise".
Als literarische Kolumnistin schreibt sie für perspektive – hefte für zeitgenössische literatur und ist auch Mitherausgeberin des mehrsprachigen Magazins Transletter, einer Kooperation von ausreißer, Lichtungen und perspektive.
Immer wieder veröffentlicht sie Abschnitte ihrer literarischen Serie nacht.schicht und setzt sich in ihrem Langzeitprojekt About War – Die Sprache des Krieges mit dem Schreiben und Sprechen im und über Krieg auseinander.
Weitere Arbeitsschwerpunkte sind öffentlicher Raum, Mehrsprachigkeit, Migration und soziale Ungleichheit.
Auszeichnungen (Auswahl) 1996: Certificate of Appreciation Worldwide Essay Competition on the World Food Summit 1996 der Food and Agriculture Organization of the United Nations 2007: Hugo-von-Kleinmayr-Förderungspreis des Germanistik-Institutes der Universität Graz 2015: START Stipendium für Literatur des Österreichischen Bundeskanzleramtes 2016: Literaturstipendium der Stadt Graz 2018: Jubiläumsfonds-Stipendium der Literar Mechana 2021: Alexander-Sacher-Masoch Preis des Literaturhaus Wien (zusammen mit Co-Herausgeberin Ulrike Freitag für den ausreißer) 2022: KUNSTRAUM STEIERMARK Stipendium 2023: Fetisov Journalism Award for Outstanding Contribution to Peace (3.) für "Nacht über Österreich für afghanische Astronomin"Der Preis wurde von dem russischen Oligarchen Gleb Fetisov gestiftet, der keine Berichterstattung von unabhängigen Medien zulässt, siehe Gregory Remez: Beim «grössten Medienpreis der Welt» waren Medien nicht willkommen, luzernerzeitung.ch, 25. Januar 2020 2024: "von unten" Journalismuspreis der Armutskonferenz (zusammen mit Alexander Danner) für "An der Grenze".
Weitere Funktionen
2012–2015: Leitung des Medienworkshops "schlagzeilen machen" des steirischen herbst 2016: Leitung der Europäischen Theaternacht 2016–2018 Vorstandsmitglied der IG Kultur Österreich
Publikationen Graz abseits der Pfade. Eine etwas andere Reise durch die Stadt zwischen den Zeilen und Zeiten. Reiseführer, Braumüller, Wien 2018, ISBN 978-3-99100-236-9.
Weblinks Literatur von und über Evelyn Schalk im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek Fetisov Journalism Award 2022, 3. Platz
Einzelnachweise
Kategorie:Journalist (Österreich) Kategorie:Autor Kategorie:Absolvent der Universität Graz Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1981 Kategorie:Frau