mini|300px|Brookings Hall Die Washington University in St. Louis ist eine private US-amerikanische Universität in St. Louis, Missouri. Sie ist Mitglied der Association of American Universities, einem seit 1900 bestehenden Verbund führender forschungsintensiver nordamerikanischer Universitäten. Zu der Hochschule gehören 14 Bibliotheken mit insgesamt 3,6 Millionen Publikationen sowie zahlreiche wissenschaftliche Institute und Zentren.
Geschichte mini|Die Washington University war der Standort der Olympischen Sommerspiele 1904.
Die Gründung erfolgte 1853 durch den Unitarier William Greenleaf Eliot, den Großvater des Schriftstellers T. S. Eliot, und Wayman Crow. Zunächst erhielt sie Eliot zu Ehren den Namen „Eliot Seminary“, dem dies allerdings weniger behagte, so dass sie schon 1854 den Namen „Washington Institute in St. Louis“ erhielt. 1857 wurde der Name auf ein einfaches „Washington University“ abgekürzt. Da es aber oft zu Verwechslungen mit den 17 weiteren Institutionen gleichen Namens kam, erhielt die Universität 1976 ihre jetzige Bezeichnung. Meist wird auf sie kurz mit „Wash. U.“ oder „WUSTL“ Bezug genommen.
Zahlen zu den Studierenden und den Dozenten Im Herbst 2020 waren 15.449 Studierende an der Wash. U. eingeschrieben. Davon strebten 7.653 (49,5 %) ihren ersten Studienabschluss an, sie waren also undergraduates. Von diesen waren 53 % weiblich und 47 % männlich; 18 % bezeichneten sich als asiatisch, 9 % als schwarz/afroamerikanisch, 10 % als Hispanic/Latino und 48 % als weiß. 7.796 (50,5 %) arbeiteten auf einen weiteren Abschluss hin, sie waren graduates. Es lehrten 2.179 Dozenten an der Universität, davon 1.717 in Vollzeit und 462 in Teilzeit.
Vermögen Das Stiftungsvermögen der Wash. U. hatte Mitte 2023 einen Wert von 11,47 Milliarden US-Dollar, 6,41 % weniger als im Vorjahr. Damit lag die Universität 2023 auf Platz 15 der vermögendsten Hochschulen der USA und Kanadas. +Jahr Vermögen Veränderungzum Vorjahr Rang2017 7,131 Mrd. $ 2018 7,594 Mrd. $ + 6,5 % 162019 7,954 Mrd. $ + 4,74 % 162020 8,420 Mrd. $ + 5,87 % 152021 13,536 Mrd. $ + 60,8 % 132022 12,252 Mrd. $ − 9,48 % 142023 11,467 Mrd. $ − 6,41 % 15
Sport Die Sportteams sind die Bears. Die Hochschule ist Mitglied in der University Athletic Association.
Ranking In allen beachteten Rankings der letzten Jahre rangieren sämtliche größeren Fachbereiche innerhalb der Top 20 unter den Universitäten in den USA. Über 90 % statt landesweit weniger als die Hälfte der schwarzen Studenten beenden das Studium erfolgreich, was in den USA allgemein als Hinweis auf eine hohe Lehrqualität gewertet wird, da es ein sehr typisches Merkmal für die etabliertesten Universitäten ist.
Persönlichkeiten Kunst und Literatur Morris Carnovsky (1897–1992), Bühnen- und Filmschauspieler Max Beckmann (1884–1950), Maler Leslie Chabay (1907–1989), klassischer Sänger, Professor Anita Diamant (* 1951), Romanautorin Charles Eames (1907–1978), US-amerikanischer Designer und Architekt Bernard Fuchs, Maler John Gardner (1933–1982), Romanautor Robert Guillaume (1927–2017), Schauspieler Henry Hampton, Filmproduzent A. E. Hotchner (1917–2020), Autor Fannie Hurst (1889–1968), Autorin und Sozialaktivistin Horst W. Janson (1913–1982), Kunsthistoriker Josephine Winslow Johnson (1910–1990), Autorin und Gewinnerin des Pulitzer-Preises Udo Kultermann (1927–2013), Kunsthistoriker Paul Michael Lützeler (* 1943), deutsch-amerikanischer Literaturwissenschaftler Edward Shepherd Mead, Dramatiker („How To Succeed in Business Without Really Trying“) James E. McLeod (1944–2011), Germanist David Merrick (1911–2000), Produzent am Broadway Oliver Nelson (1932–1975), Jazzmusiker und -komponist J. D. Parran, Jazzmusiker Harold Ramis (1944–2014), Filmschauspieler und -regisseur, Drehbuchautor Eugene B. Redmond, Dichter und Bürgerrechtler Peter Roos (* 1950), Schriftsteller und Journalist Peter Sarsgaard (* 1971), Schauspieler Marilyn vos Savant (* 1946), Journalistin mit dem höchsten je gemessenen IQ Inken Steen, Literaturwissenschaftlerin und Journalistin Lauren Weinstein, Cartoonzeichnerin Mary Wickes (1910–1995), Schauspielerin Tennessee Williams (1911–1983), Dramatiker Olly Wilson, Komponist
Wirtschaft William H. Danforth (1926–2020), Gründer von Ralston Purina Bob Gamm, Gründer von KangaRoos John F. McDonnell, ehemaliger Vorstandsvorsitzender von McDonnell Douglas William J. Shaw, Präsident von Marriott International Inc. Jack C. Taylor (1922–2016), Gründer von Enterprise Rent-A-Car
Politik und öffentlicher Dienst Henry S. Caulfield (1873–1966), ehemaliger Gouverneur von Missouri, 1929–1933 Clark M. Clifford (1906–1998), ehemaliger US-Verteidigungsminister Earl Thomas Coleman (* 1943), Kongressabgeordneter aus Missouri Hal Daub (* 1941), Kongressabgeordneter aus Nebraska Alexander Monroe Dockery (1845–1926), ehemaliger Gouverneur von Missouri, 1901–1905 Alan J. Dixon (1927–2014), US-Senator Leonidas C. Dyer (1871–1957), Kongressabgeordneter aus Missouri David R. Francis, ehemaliger Gouverneur von Missouri Harry B. Hawes (1869–1947), US-Senator Chic Hecht (1928–2006), US-Senator Thomas C. Hennings, Jr., US-Senator William L. Igoe (1879–1953), Kongressabgeordneter aus Missouri Siniša Mali (* 1972), serbischer Finanzminister Victor J. Miller, Bürgermeister der Stadt Saint Louis Ben Moreell, US-Navy-Admiral Roscoe C. Patterson (1876–1954), US-Senator Phyllis Schlafly (1924–2016), Autorin Ralph Tyler Smith (1915–1972), US-Senator Selden P. Spencer (1862–1925), US-Senator Leonor Sullivan (1902–1988), erste weibliche Kongressabgeordnete aus Missouri Jim Talent (* 1956), US-Senator Richard B. Teitelman, Richter Raymond Tucker, Bürgermeister der Stadt Saint Louis William H. Webster, ehemaliger Direktor von CIA und FBI Xenophon P. Wilfley (1871–1931), US-Senator George Howard Williams (1871–1963), US-Senator
Wissenschaft J. Michael Bailey, Sexualwissenschaftler Gladys Elizabeth Baker (1908–2007), Mykologin und Hochschullehrerin Geoffrey Ballard (1932–2008), Fachmann für erneuerbare Energien Carl M. Bender, US-amerikanischer Physiker Colin B. Burke, Historiker Clyde Cowan (1919–1974), Mitentdecker des Neutrinos Lorrie Cranor, Informatikerin Liselotte Dieckmann (1902–1994), Romanistin und Komparatistin Philip H. Dybvig (* 1955), Wirtschaftswissenschaftler, Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften 2022 Julian Hill, Chemiker, Mitentwickler von Nylon Edwin Gerhard Krebs (1918–2009), Medizin-Nobelpreisträger J. C. R. Licklider (1915–1990), Computerpionier Daniel Nathans (1928–1999), Medizin-Nobelpreisträger Stanley L. Paulson (* 1941), Rechtswissenschaftler und Philosoph Sol Spiegelman (1914–1983), Molekularbiologe Earl Wilbur Sutherland (1915–1974), Medizin-Nobelpreisträger
Sport Jimmy Conzelman (1898–1970), Profi-Footballspieler Dal Maxvill, Profi-Baseballspieler Muddy Ruel, Profi-Baseballspieler George Herbert Walker (1875–1953), Golfer und Großvater bzw. Urgroßvater von George H. W. Bush und George W. Bush Steve Fossett (1944–2007), Ballonfahrer und Abenteurer
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