Barclaya longifolia ist eine Pflanzenart aus der Gattung Barclaya innerhalb der Familie Seerosengewächse (Nymphaeaceae). Diese Wasserpflanze kommt von Indochina bis zur nordwestlichen Halbinsel Malaysias vor.
Beschreibung mini|Habitus und Laubblätter mit Maßstab (10 cm) mini|Illustration von Barclaya longifolia Vegetative Merkmale Barclaya longifolia ist eine submers wachsende, ausdauernde, krautige Pflanze. Die 2 bis 3 Zentimeter langen und 0,5 bis 1,5 Zentimeter breiten Rhizome bilden eiförmige, knollenartige Ausläufer.
Die Laubblätter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Der Blattstiel ist 6 bis 25 Zentimeter lang. Die einfache Blattspreite ist bei einer Länge von 12 bis 30 Zentimetern sowie einer Breite von 2 bis 5 Zentimetern linealisch-lanzettlichen mit gerundetem oberen Ende, herzförmiger Spreitenbasis und gewelltem Rand. Die Blattunterseite ist rot gefärbt.
Generative Merkmale Der 5 bis 30 Zentimeter lange Blütenstiel besitzt zahlreiche Trichome. Die zwittrige Blüte weist einen Durchmesser von 4 bis 6 Zentimetern auf. Die Kelchblätter sind 1,5 bis 2,5 Zentimeter lang und 0,5 bis 0,6 Zentimeter breit. 8 bis 14 Fruchtblätter sind zu einem synkarpen Fruchtknoten verwachsen.
Die rötlich-grüne bis weißliche Frucht ist bei einem Durchmesser von 1 bis 2 Zentimetern kugelförmig. Die borstigen, bräunlich-roten Samen sind bei einer Länge von etwa 1 Millimetern sowie einem Durchmesser von etwa 0,5 Millimetern kugelig, ohne Arillus.Botanische Jahrbücher für Systematik, Pflanzengeschichte und Pflanzengeographie. S. 224. (1894). Deutschland: Schweizerbart.
Zytologie Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 36.
Reproduktion Vegetative Vermehrung Es werden Ausläufer gebildet.
Generative Vermehrung Die Büten sind submers und kleistogam oder emers und chasmogam Barclaya longifolia kann sowohl autogame, submerse, kleistogame Blüten, als auch emerse, chasmogame Blüten ausbilden.
Taxonomie Das Typusexemplar wurde im August 1826 von Wallich in Rangoon, Myanmar, gesammelt. Die Erstbeschreibung erfolgte 1827 durch Nathaniel Wallich in Transactions of the Linnean Society of London Band 15 Teil 2 Seite 443–446 Tafel 18. Das Artepitheton longifolia, vom lateinischen Wort longus für „lang“ und folius für „Blatt“ und nimmt Bezug auf die Blattform.Erica longifolia. CasaBio.J. Irons (n.d.): Understanding plant names. Sie ist die Typusart ihrer Gattung. Synonyme für Barclaya longifolia sind: Hydrostemma longifolium , Barclaya oblonga , Barclaya pierreana
Gefährdung Der IUCN-Gefährdungsstatus ist „Least Concern“ (LC) = „nicht gefährdet“.D. Juffe Bignoli, 2011: Barclaya longifolia. The IUCN Red List of Threatened Species 2011: e.T194024A8877322. doi:10.2305/IUCN.UK.2011-1.RLTS.T194024A8877322.en. Auf der malaysischen Halbinsel ist die Art möglicherweise gefährdet. In Indien ist sie eine seltene Art."Ecology and Management of Aquatic Vegetation in the Indian Subcontinent." S. 45. (2012). Deutschland: Springer Netherlands.
Lebensraum Barclaya longifolia hat ursprüngliche Vorkommen in Myanmar, Thailand, Malaysia, auf den Andamanen, in Kambodscha, Laos und Vietnam. Sie kommt in schnell fließenden Flüssen, Bächen und stehenden Gewässern vor.
Aquaristik Sie ist eine beliebte Aquarienpflanze, welche sich leicht in einer Mischung aus pH-neutralen, lehmigen und mineralischen Substrat bei Temperaturen von 26–29 °C kultivieren lässt.U. Schliewen, 2017: "Praxishandbuch Aquarium: Mit über 400 Fischarten, Amphibien und Wirbellosen im Porträt. Der Bestseller jetzt komplett neu überarbeitet." p. 103. Deutschland: GRÄFE UND UNZER Verlag GmbH.
Weblinks
Einzelnachweise E. L. Schneider, 1978: Morphological Studies of the Nymphaeaceae. IX. The Seed of Barclaya longifolia Wall. In: Botanical Gazette, Volume 139, Issue 2, S. 223–230. P. S. Williamson, E. L. Schneider, 1994: Floral aspects of Barclaya (Nymphaeaceae): pollination, ontogeny and structure. In: P. K. Endress, E. M. Friis (eds): Early Evolution of Flowers. Plant Systematics and Evolution Supplement 8, Volume 8, Springer, Vienna. doi:10.1007/978-3-7091-6910-0_9 A. F. S. L. Lok, W. F. Ang, S. M. L. Lee, H. H. Tan, H. T. W. Tan, 2009: The status and distribution of Barclaya (Nymphaeaceae) in Singapore. In: Nature in Singapore, Volume 2, S. 237–245. PDF. W. La‐ongsri, C. Trisonthi, H. Balslev, 2009: A synopsis of Thai Nymphaeaceae. In: Nordic Journal of Botany, Volume 27, Issue 2, S. 97–114. . Niels Jacobsen, Herman Ganapathy, Isa Ipor, Karen R. Jensen, Thirumalai Komala, Khairul N. A. Mangsor, Farah Alia Nordin, Ahmad Sofiman Othman, Rosazlina Rusly, Joshua Siow, Suwidji Wongso, Marian Ørgaard: A reassessment of the genus Barclaya (Nymphaeaceae) including three new species. In: Nordic Journal of Botany, Volume 2022, Issue 5, Mai 2022, e03392. doi:10.1111/njb.03392 PDF. N. M. Hughes, S. Lev-Yadun, 2023: Why do some plants have leaves with red or purple undersides?. In: Environmental and Experimental Botany, Volume 205, 105126.
Kategorie:Seerosengewächse Kategorie:Nymphaeaceae