mini|Wappen von der Lancken Friedrich Ludwig Albert Wolf von der Lancken (* 2. Dezember 1845 in Galenbeck (heute Ortsteil der Gemeinde Ritzerow)Kirchenbuch Stavenhagen: Geburts- u. Taufeintrag Nr. 39/1845. Taufe am 30. Dezember 1845.; † 20. September 1920 in Schwerin) war ein deutscher Verwaltungsjurist und Hofbeamter.

Leben Wolf von der Lancken entstammte der Mecklenburgischen Linie des rügenschen Uradelsgeschlechts von der Lancken. Er war der älteste Sohn des Herrn auf Galenbeck Bernhard von der Lancken (1813–1892) und dessen Ehefrau Bertha, geborene von Plüskow (1816–1870). Der preußische Generalleutnant Eberhard von der Lancken war sein jüngerer Bruder.

Er besuchte die Königliche Landesschule Pforta, wo er Mitschüler von Friedrich Nietzsche war, bis zum Abitur Ostern 1866Jahresbericht des Rectors: Einladungsprogramm zu der ... Stiftungsfeier der Königlichen Landesschule Pforta. 1866, S. XIII. und studierte Rechts- und Staatswissenschaften, zunächst an der Universität Heidelberg, dann ab Sommersemester 1869 an der Universität Rostock.Eintrag im Rostocker Matrikelportal In Heidelberg wurde er im Corps Saxo-Borussia Heidelberg aktiv.Karl Rügemer (Hrsg.): Kösener Korps-Listen von 1798 bis 1819. Verlag der Academischen Monatshefte, Starnberg 1910, 120 (Corps), 673. Er war Teilnehmer am Deutsch-Französischen Krieg 1870/71. Max Hoffmann: Pförtner Stammbuch 1543-1893 zur 350jährigen Stiftungsfeier der königlichen Landesschule Pforta. Weidmann, Berlin 1893, S. 445, Nr. 10585.

mini|Siegelmarke des Domänenamtes Feldberg (zwischen 1850 und 1918) Nach seinem Examen trat er in den Verwaltungsdienst des Herzogtums Mecklenburg-Strelitz, zunächst als Auditor in Schwerin, dann in Rostock. Von 1879 bis 1882 war er Landvogtei-Assessor in Schönberg (Mecklenburg), dann kam er als Ökonomischer Beamter mit dem Titel Drost an das Domänenamt Feldberg.Großherzogliche Regierungs-Registratur (Hrsg.): Großherzoglich Mecklenburg-Strelitzscher Officieller Anzeiger für Gesetzgebung und Staatsverwaltung. Nr. 22, Verlag Hofbuchdruckerei H. Hellwig, Neustrelitz, den 30. Juni 1882, S. 137. Hier stieg er bis zum leitenden Beamten mit dem Titel Landdrost auf. 1884 war er großherzoglicher Commissarius für den Bau der Bahnstrecke Neubrandenburg–Friedland.Großherzoglich Mecklenburg-Strelitzischer officieller Anzeiger für Gesetzgebung und Staatsverwaltung. Neustrelitz 1884, S. 62 f. Gleichzeitig diente er seit 1882 am großherzoglichen Hof in Neustrelitz als Kammerherr.

Am 8. Dezember 1882 hatte Lancken sich in Tornow mit Katharina von Buch-Ringsleben (1851–1937) verheiratet. Aus der Ehe gingen vier Söhne und zwei Töchter hervor.Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Uradeligen Häuser. Der in Deutschland eingeborene Adel (Uradel). 1916. Siebzehnter Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1915, S. 450 f. Zwei der Söhne fielen im Ersten Weltkrieg.Alexis von Schoenermarck (Hrsg.): Helden-Gedenkmappe des deutschen Adels. W. Petri, Stuttgart 1921, S. 173. Tochter Dorothea war eingeschrieben im Kloster Dobbertin und Johanniterschwester. Tochter Elisabeth heiratete den aktiven Offizier Hans Wilhelm Herwarth von Bittenfeld. Sohn Bernhard wurde Amtsrat in Parchim, Reserveoffizier und Vorstandsmitglied der Familienstiftung; blieb unverheiratet. Sohn Detlof von der Lancken war preuß. Oberregierungsrat und heiratete mit Ilse von der Lancken aus der Pommerschen Linie.

Wolf von der Lancken war bis zu seinem Tod Mitglied im Verein für mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde.Todesmitteilung. In: Mecklenburgische Jahrbücher. 85 (1921), Schwerin 1921, S. 15.

Auszeichnungen Hausorden der Wendischen Krone, Komtur (22. Juli 1907)Hof- und Staats-Handbuch des Großherzogtums Mecklenburg-Strelitz. Neustrelitz 1914, S. 18, u. S. 162. Kriegsdenkmünze für die Feldzüge 1870–71 (Deutsches Reich) für Kombattanten

Literatur Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Uradeligen Häuser. Der in Deutschland eingeborene Adel (Uradel). 1916. Siebzehnter Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1915, S. 450 f., In: Internet Archive. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Deutscher Uradel. 1922. Dreiundzwanzigster Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1921, S. 481., In: Internet Archive. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der Deutschen Adelsgenossenschaft. Teil A (Uradel). 1941. Vierzigster Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1940, S. 256. Siehe: FamilySearch (Kostenfrei).

Einzelnachweise

Kategorie:Landdrost (Mecklenburg) Kategorie:Person im Deutsch-Französischen Krieg Wolf Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert) Kategorie:Person (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) Kategorie:Kammerherr (Mecklenburg) Kategorie:Komtur des Hausordens der Wendischen Krone Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1845 Kategorie:Gestorben 1920 Kategorie:Mann