Barclaya hirta ist eine Pflanzenart aus der Gattung Barclaya innerhalb der Familie der Seerosengewächse (Nymphaeaceae). Der Status dieser Art ist umstritten. Zum einen wird sie als Synonym von Barclaya motleyi betrachtet, zum anderen wird sie als eigenständige Art anerkannt. Diese Wasserpflanze ist in Sumatra sowie Indonesien beheimatet.
Beschreibung Vegetative Merkmale Barclaya hirta ist eine ausdauernde krautige Pflanze. Diese Wasserpflanze bildet etwas gedrungene Ausläufer. Die zottig behaarteRhizome, die bei einer Länge von 2 bis 5 Zentimetern sowie einer Breite von 0,5 bis 1 Zentimetern relativ dünn sind.
Die 10 bis 15 Schwimmblätter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Die Blattstiele sind 5 bis 20, selten bis zu 30 Zentimeter lang mit kurzen und drüsigen Trichomen. Die Blattspreite ist bei einer Länge von 5 bis 10 Zentimetern sowie bei einer Breite von 4 bis 8 Zentimetern eiförmig-rundlich bis mit herzförmiger Basis und stumpfem oberen Ende. In der vollen Sonne ist die Blattspreite bräunlich und im Schatten gelblich-grün. Die Blattunterseite ist weißlich sowie glatt und an den Rändern sowie hauptsächlich an den Blattadern sind bräunliche Trichome vorhanden. Die Unterwasser-Blätter sind weich, schlaff und mehr eiförmig als die Schwimmblätter.
Generative Merkmale Der 5 bis 20 Zentimeter lange Blütenstiel besitzt kurzen und drüsige Trichome. Die vermutlich nachtblühende, zwittrige Blüte ist vollständig geöffnet bei einem Durchmesser von etwa 4 Zentimetern radiärsymmetrisch. Die äußeren Blütenhüllblätter sind 2,5 bis 3 Zentimeter lang und gekielt sowie auf der Unterseite behaart. Die 6 bis 8 inneren Blütenhüllblätter sind etwa 2 Zentimeter lang, schmal-stumpf. Die Staminodien sind an ihrer Basis breiter sowie weißlich und an ihrem oberen Ende gelblich. Es sind 20 bis 30 gelbliche Staubbeutel vorhanden. Der Narbenbecher besitzt sieben bis neun Fruchtblattanhängsel.
Früchte sind bei Jacobsen et al 2022 nicht bekannt.
Zytologie Die diploide Chromosomenzahl beträgt 2n = 36.
Vorkommen Sie kommt in Sumatra, Indonesien vor.
Sie gedeiht in kleinen Bächen.
Gefährdung Den IUCN-Kriterien zufolge wird diese Art als „Data Deficient“ (DD) eingestuft.
Taxonomie Das Typusexemplar wurde von Johannes Elias Teijsmann in Sumatra, Indonesien, gesammelt.
Die Erstbeschreibung erfolgte 1864 unter dem Namen Nymphaea hirta durch Johannes Elias Teijsmann und Simon Binnendijk in Natuurkundig Tijdschrift voor Nederlandsch-Indië, Band 27, Seite 38. Teijsmann und Binnendijk übernahmen den Namen von Wilhelm Sulpiz Kurz. Die Neukombination zu Barclaya hirta wurde 1870 durch Friedrich Anton Wilhelm Miquel in Illustrations de la flore de l’archipel Indien, Seite 44 veröffentlicht.
Das Artepitheton hirta, abgeleitet vom lateinischen hirtus, bedeutet „haarig“.
Der Status der Klassifizierung dieser Art ist umstritten. Sie wird teilweise abgelehnt und teilweise akzeptiert. Doch sie wird bei manchen Autoren als Synonym von Barclaya motleyi betrachtet. Bei Jacobsen et al 2022 ist auf Seite 23 Barclaya hirta nach Sichtung von Herbarmaterial als eigene Art anerkannt.
Einzelnachweise Niels Jacobsen, Herman Ganapathy, Isa Ipor, Karen R. Jensen, Thirumalai Komala, Khairul N. A. Mangsor, Farah Alia Nordin, Ahmad Sofiman Othman, Rosazlina Rusly, Joshua Siow, Suwidji Wongso, Marian Ørgaard: A reassessment of the genus Barclaya (Nymphaeaceae) including three new species. In: Nordic Journal of Botany, Volume 2022, Issue 5, 13. März 2022, e03392. PDF. doi:10.1111/njb.03392
Kategorie:Seerosengewächse Kategorie:Nymphaeaceae