Eckhard Heinrich von Schack (* 6. März 1879 in Stendal; † 10. September 1961 in Ludwigsburg) war ein deutscher Diplomat.

Leben Eckhard von Schack stammte aus dem Adelsgeschlecht Schack, Linie Prillwitz. Seine Eltern waren der Rittmeister Konrad von Schack-Weidenbach (1844–1907) und Elisabeth von Berg (1855–1892). Schack hatte mehrere Geschwister, die drei Schwestern Therese (1876–1946), Amaly (1878–1971) und Katharina (1886–1949) heirateten Gutsbesitzer und Juristen aus der Familie von Loesch. Sein Schwager Dr. jur. Arthur von Loesch war Besitzer von Schloss Lorzendorf. Der Bruder Asmus von Schack (1881–1959) wurde Offizier.

Er studierte Jura und wurde 1906 mit der Dissertation Das Inkassomandatindossament unter besonderer Berücksichtigung der §§ 43, 46 KO an der Universität Leipzig zum Dr. jur. promoviert. 1909 wurde er Gerichtsassessor an der Staatsanwaltschaft Hamburg. 1910 trat er in das Auswärtige Amt ein und war zunächst 1912 Vizekonsul in New York., anschließend Vizekonsul am Generalkonsulat San Francisco, wo er im Januar 1917 und 1918 wegen erwiesener Spionagetätigkeit und der Verletzung der Neutralität von der US-Justiz zu einer Zuchthausstrafe verurteilt wurde. Weitere Anklagen wegen Verschwörung; deutscher Generalkonsul und seine angeblichen Helfer erneut beschuldigt, New York Times vom 11. Februar 1916. Der deutsche Generalkonsul Franz Bopp und Vizekonsul Eckhard von Schack sowie der Gehilfe des Militärattachés Wilhelm von der Brincken hatten einen Spionage- und Sabotagering in den USA und Kanada errichtet und mehrere Personen dazu angestiftet, Kriegsmaterialtransporte nach Großbritannien zu stören.Johannes Reiling: Deutschland, safe for democracy?, F. Steiner Verlag, Stuttgart 1997, S. 167 f. 1920 wurde er entlassen.Winfried Becker: Deutsche Geschichtsquellen des 19. und 20. Jahrhunderts. Band 66, Oldenbourg Wissenschaftsverlag, München 2011. Des Weiteren unternahmen sie Vorbereitungen zur Sprengung von Verkehrs- und Sammelpunkten von Einsatzkräften der Armee und Konzentrationspunkte für Rüstungstransporte.

1923 wurde er wieder in den diplomatischen Dienst eingegliedert und wurde 1925 Gesandtschaftsrat in Warschau. 1926 wurde er Legationssekretär, 1928 Vortragender Legationsrat. 1932 war er in der Abt. IV, Ref. 3 (Skandinavien und Randstaaten) tätig. 1934 wurde er Gesandter in Riga, Lettland,Vgl. Eduard Mühle, Norbert Angermann (Hrsg.). Riga im Prozeß der Modernisierung. Studien zum Wandel einer Ostsee-Metropole im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Verlag Herder-Institut, Marburg (Lahn) 2004. Eintrag Bayrische Staatsbibliothek (Inaktiv) und 1938 außer Dienst gestellt. Von 1939 bis 1944 war er kommissarisch im AA tätig.

Eckhard von Schack war Gutsbesitzer und Eigentümer des zur modernen Erbregelung von einem alten Familienfideikommiss umgewandelten Schutzforstes Schreibendorf im Kreis Landeshut in Schlesien.Schutzforst Schreibendorf des Dr. Eckhard von Schack Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, I. HA Rep. 167, Nr. 754 auf Deutsche-Digitale-Bibliothek.de, Stand 18. März 2024.Schutzforst Schreibendorf des Dr. Eckhard von Schack Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, I. HA Rep. 167, Nr. 754 auf Archivportal-D.de, Stand 18. März 2024.

Eckhard von Schack war mehrfach verheiratet. In erster Ehe heiratete er am 2. April 1914 in München Margarete von Cölln (1883–1960), Tochter der Marie von Ising und des kgl. preuß. Geheimen Kommerzienrates Georg von Cölln. Aus dieser 1941 geschiedenen Ehe stammte die 1915 geborene Tochter Margarete und der Sohn Eckhard Karsten von Schack (1923–2009). Die zweite Ehe schloss Schack 1948 in barmen mit Susanne-Catharina von Cramon, die aus Schlesien stammte. Aus dieser Verbindung sind keine Kinder.

Eckhard von Schack war in den 1960er Jahren Ehren-Vorsitzender des von Schack-Familienverbandes.

Literatur Hans Friedrich von Ehrenkrook, Carola von Ehrenkrook, Friedrich Wilhelm Euler, Jürgen Thiedicke von Flotow: Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser. A (Uradel) 1960. Band V, Band 24 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke, Limburg a. d. Lahn 1960, , S. 426–429. Walter von Hueck et al.: Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser. A (Uradel). 1983. Band XVII, Band 81 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke, Limburg a. d. Lahn 1983, , S. 404–407. Johannes Hürter (Red.): Biographisches Handbuch des deutschen Auswärtigen Dienstes 1871 - 1945. Hrsg. Auswärtiges Amt, Historischer Dienst. Band 4, Schöningh Verlag, Paderborn u. a. 2012, S. 37 f.

Siehe auch Liste der deutschen Botschafter in Lettland

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Einzelnachweise

Kategorie:Deutscher Botschafter in Lettland Kategorie:Person der deutschen Außenpolitik 1933–1945 Kategorie:Jurist im auswärtigen Dienst Eckhard Kategorie:Adliger Kategorie:Verurteilte Person Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1879 Kategorie:Gestorben 1961 Kategorie:Mann Kategorie:Nachrichtendienstliche Person (Deutsches Reich)