350px|Nirvana around 1992 Am 5. April begeht der US-amerikanische Rockmusiker Kurt Cobain Suizid. Seine Band Nirvana löst sich in der Folge nach dem Tod ihres Sängers und Gitarristen auf. 350px|NirvanaLogo Dieser Artikel behandelt das Musikjahr 1994.
Ereignisse Populäre Musik und Jazz 16. Januar: Als erster westlicher Rockstar, der seit dem Ende des Vietnamkriegs in Vietnam auftritt, gibt Bryan Adams ein Konzert in Ho-Chi-Minh-Stadt. 28. Januar: Die Punkrockband Green Day veröffentlicht das Album Dookie. Pop-Punk rückt damit teils in den Mainstream. 29. Januar: Das frühere Supremes-Mitglied Mary Wilson kommt in der Nähe von Los Angeles am Steuer ihres Jeeps von der Fahrbahn ab und überschlägt sich mehrmals. Wilson überlebt den Unfall schwerverletzt, ihr 14-jähriger Sohn kommt ums Leben. 9. Februar: Die britische Synthie-Pop-/Synth-Rock-Band Depeche Mode startet in Johannesburg ihre Exotic Tour/Summer Tour ’94. Die Tournee endet nach 61 Konzerten am 8. Juli 1994 in Noblesville. 20. Februar: John Zorn spielt die ersten Alben mit seinem Masada-Quartett ein. 1. März: Nirvana geben im Terminal 1 des ehemaligen Flughafens München-Riem ihr letztes Konzert vor Kurt Cobains Tod. 1. März: Selena wird für ihr Album Live! mit dem Grammy ausgezeichnet und ist damit die erste Tejano-Künstlerin, die diese Auszeichnung gewinnen kann. 4. März: In London veranstalten Bob Herbert und dessen Sohn Chris, die zuvor mit der Boygroup Bros erfolgreich waren, ein Casting im Dance Works Studio an der Londoner Oxford Street, aus der eine fünfköpfige Girlgroup als Gegenreaktion auf die Dominanz der Boygroups in den internationalen Charts hervorgeht. Die Gruppe, ursprünglich bestehend aus Geri Halliwell, Victoria Adams (später Beckham), Lianne Morgan, Melanie Brown und Michelle Stephenson heißt zunächst Touch, benennt sich jedoch nach Umbesetzungen (Morgan wird durch Melanie Chisholm ersetzt, für Stephenson rückt Emma Bunton nach) in Spice Girls um. 8. März: Die US-amerikanische Band Soundgarden veröffentlicht das Album Superunknown, eines der erfolgreichsten Alben des Grunge. 8. März: Nine Inch Nails veröffentlichen ihr zweites Studioalbum The Downward Spiral. Es verkauft sich weltweit über 3 Millionen Mal und trägt dazu bei, den Industrial Rock im Mainstream zu etablieren. 18. März: Ein Jahr nach dem Ausstieg von Bill Wyman verpflichten die Rolling Stones den Bassisten Darryl Jones als begleitenden Musiker bei künftigen Studioaufnahmen und Konzertauftritten. Bis heute hat sich die Band nicht dazu entschlossen, Jones als vollwertiges Bandmitglied aufzunehmen. 30. März: Die britische Rockband Pink Floyd startet in Miami Gardens ihre letzte gemeinsame Konzerttournee The Division Bell Tour. 31. März: Madonna hat einen denkwürdigen Auftritt in der Late Show with David Letterman, in der sie ein mit Schimpfwörtern gespicktes Interview gibt, das für Schlagzeilen und Beschwerden von verärgerten Fernsehzuschauern sorgt. 1. April: Der britische Sänger und Schlagzeuger Phil Collins startet in Utrecht seine Both Sides of the World Tour. 5. April: Kurt Cobain begeht Suizid. Seine Band Nirvana löst sich in der Folge nach dem Tod ihres Sängers und Gitarristen auf. 25. April: Adam ‚Ad-Rock‘ Horovitz von den Beastie Boys wird zu 200 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt, weil er im November 1993 während der Trauerfeier für den Schauspieler River Phoenix einen Fernsehkameramann angegriffen hat. 25. April: Blur veröffentlichen ihr Album Parklife, das in Großbritannien Platz 1 erreicht und die Blaupause des Britpop der 1990er Jahre markiert. 30. April: Paul Harrington und Charlie McGettigan gewinnen in Dublin mit dem Lied Rock’n’Roll Kids für Irland die 39. Auflage des Eurovision Song Contest. 2. Mai: Eine Jury in Los Angeles befindet Michael Bolton und dessen Co-Autor Andy Goldmark des Plagiats im Zusammenhang mit Boltons Hit Love Is a Wonderful Thing aus dem Jahr 1991 für schuldig. Der Song weise große Ähnlichkeiten zu einem gleichnamigen Lied der Isley Brothers auf. 6. Mai: Aus Anlass des zwanzigjährigen Bestehens der Union Deutscher Jazzmusiker stiftete die GEMA-Stiftung den mit 20.000 Mark dotierten Albert-Mangelsdorff-Preis, dessen erster Preisträger Alexander von Schlippenbach wird. 9. Juni: Lisa „Left Eye“ Lopes von TLC zündet bei einem häuslichen Streit mit ihrem Partner Andre Rison dessen Schuhe an; das Feuer greift schließlich auf die Villa über, die sie gemeinsam bewohnen, und zerstört sie. 18. Juni: Die britische Progressive-Rock-Band Yes startet in Binghamton ihre Talk Tour. 27. Juni: Aerosmith ist die erste Rockband, die einen neuen Song im Internet vorstellt. Über 10.000 CompuServe-Abonnenten laden den kostenlosen Titel Head First innerhalb der ersten acht Tage nach Verfügbarkeit herunter. 28. Juli: In Hostomice pod Brdy beginnt das erste CzechTek-Festival vor rund 300 Besuchern und Besucherinnen. Das Freetekno-Festival wird bis 2006 jährlich am letzten Wochenende im Juli an unterschiedlichen Orten in Tschechien durchgeführt. 30. Juli: Suede geben bekannt, dass Gitarrist Bernard Butler die Band nach einem heftigen Streit während einer Aufnahmesession für das zweite Album der Band, Dog Man Star, verlassen hat. 1. August: Die britische Rockband The Rolling Stones startet in Washington, D.C. ihre Voodoo Lounge Tour. 12.–14. August: In Saugerties, New York, findet das Festival Woodstock II statt, das von etwa 350.000 Menschen besucht wird. 24. August: Die britische Boygroup Take That startet in Glasgow ihre Pops Tour. 26. August: Die irische Band The Kelly Family veröffentlicht das Album Over the Hump und erreicht damit den Durchbruch, vor allem auch im deutschsprachigen Raum. 29. August: Die britische Band Oasis veröffentlicht ihr Debütalbum Definitely Maybe, das wie schon das wenige Monate zuvor veröffentlichte Album Parklife ihrer Konkurrenten Blur zum Aufstieg des Britpop beiträgt. Definitely Maybe wird das am schnellsten verkaufte Debütalbum im Vereinigten Königreich, bis es nur zwei Jahre später von Spice von den Spice Girls abgelöst wird. 3., 4., 6. und 7. September: Mit vier ausverkauften Konzerten (gleichbedeutend mit insgesamt 240.000 Zuschauern) im Niedersachsenstadion in Hannover verzeichnet Phil Collins einen neuen Besucherrekord. 6. September: Das schwedische Pop-Duo Roxette startet in Helsinki seine Crash! Boom! Bang! Tour. 31. Oktober: Posthum erscheint ein halbes Jahr nach Kurt Cobains Tod der bereits am 18. November 1993 für MTV Unplugged aufgezeichnete Auftritt als Live-Album unter dem Titel MTV Unplugged in New York. 15. November: Mit CrazySexyCool erscheint das zweite Studioalbum der Hip-Hop und R&B-Girlgroup TLC, das mit weltweit 23 Mio. verkauften Exemplaren zum meistverkauften Studioalbum einer US-amerikanischen Girlgroup avanciert. 21. November: Mit fast sieben Jahren Verspätung veröffentlicht der zuvor als Prince bekannte Künstler sein im Dezember 1987 zurückgezogenes Black Album, das in limitierter Auflage bis Januar 1995 in Plattenläden erhältlich sein wird. 24. November: Die MTV Europe Music Awards finden am Brandenburger Tor in Berlin zum ersten Mal statt. 22. Dezember: Der Song Self Esteem der US-amerikanischen Punkband The Offspring wird veröffentlicht und verhilft der Band in Europa zum kommerziellen Durchbruch. In den Musikcharts vieler Länder dominieren Eurodance-Künstler wie Ace of Base.
Klassische Musik 1. Januar: Das historische Opernhaus Gran Teatre del Liceu in Barcelona wird durch einen Brand zerstört. 1. Januar: Das diesjährige Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker wird erstmals seit 1986 wieder von Lorin Maazel dirigiert. 12. Januar: Die Hochschule für Musik und Theater Rostock wird gegründet, als Nachfolgeinstitution der 1947 gegründeten Hochschule für Musik, Theater und Tanz in Rostock. 4. Juni: Uraufführung der Oper La Belle et la Bête von Philip Glass Morten Lauridsen – O Magnum Mysterium (Motette für A-cappella-Chor)
Film und Fernsehen A Great Day in Harlem – US-amerikanischer Dokumentarfilm von Regisseurin Jean Bach Blues Highway – US-amerikanischer Dokumentar-Kurzfilm von Vince DiPersio und Bill Guttentag Metalla – deutsche Musiksendung auf dem deutschen Musikfernsehsender Viva. Sie läuft von 1994 bis 1998.
Musikcharts Deutschland Singles Position Alben
Die längsten Nummer-eins-Singles
Lieder, die die meiste Zeit während eines anderen Jahres auf Platz eins der Charts verbrachten, werden hier nicht aufgeführt. All-4-One – I Swear (9 Wochen) Rednex – Cotton Eye Joe (8 Wochen) Prince Ital Joe & Marky Mark – United (5 Wochen)
Die längsten Nummer-eins-Alben
Alben, die die meiste Zeit während eines anderen Jahres auf Platz eins der Charts verbrachten, werden hier nicht aufgeführt. Mariah Carey – Music Box (11 Wochen) Bryan Adams – So Far So Good (9 Wochen) Westernhagen – Affentheater (8 Wochen)
Alle Nummer-eins-Hits und die Hits des Jahres
Österreich Singles Position Alben
Die längsten Nummer-eins-Singles
Lieder, die die meiste Zeit während eines anderen Jahres auf Platz 1 der Charts verbrachten, werden hier nicht aufgeführt. Bryan Adams, Rod Stewart & Sting – All for Love; Mariah Carey – Without You; All-4-One – I Swear (jeweils 8 Wochen) Mo-Do – Eins, zwei, Polizei (7 Wochen) Rednex – Cotton Eye Joe (5 Wochen)
Die längsten Nummer-eins-Alben
Alben, die die meiste Zeit während eines anderen Jahres auf Platz eins der Charts verbrachten, werden hier nicht aufgeführt. Mariah Carey – Music Box (11 Wochen) Bryan Adams – So Far So Good (7 Wochen) Pink Floyd – The Division Bell; Carreras, Domingo, Pavarotti – The 3 Tenors in Concert 1994; Bon Jovi – Cross Road (jeweils 4 Wochen)
Alle Nummer-eins-Hits und die Hits des Jahres
Schweiz Singles Position Alben
Die längsten Nummer-eins-Singles
Lieder, die die meiste Zeit während eines anderen Jahres auf Platz 1 der Charts verbrachten, werden hier nicht aufgeführt. All-4-One – I Swear (12 Wochen) Mariah Carey – Without You (10 Wochen) Bryan Adams, Rod Stewart & Sting – All for Love; Rednex – Cotton Eye Joe (jeweils 5 Wochen)
Die längsten Nummer-eins-Alben
Alben, die die meiste Zeit während eines anderen Jahres auf Platz eins der Charts verbrachten, werden hier nicht aufgeführt. Züri West – Züri West (14 Wochen) Bryan Adams – So Far So Good (7 Wochen) Bon Jovi – Cross Road – The Best Of (6 Wochen)
Alle Nummer-eins-Hits und die Hits des Jahres
Vereinigtes Königreich Singles Position Alben
Die längsten Nummer-eins-Singles
Lieder, die die meiste Zeit während eines anderen Jahres auf Platz 1 der Charts verbrachten, werden hier nicht aufgeführt. Wet Wet Wet – Love Is All Around (15 Wochen) D:Ream – Things Can Only Get Better; Mariah Carey – Without You; Whigfield – Saturday Night; Pato Banton – Baby Come Back; East 17 – Stay Another Day (jeweils 4 Wochen) Doop – Doop (3 Wochen)
Die längsten Nummer-eins-Alben
Alben, die die meiste Zeit während eines anderen Jahres auf Platz 1 der Charts verbrachten, werden hier nicht aufgeführt. Mariah Carey – Music Box; Wet Wet Wet – End of Part One (Their Greatest Hits); Bon Jovi – Cross Road (jeweils 5 Wochen) The Beautiful South – Carry On up the Charts – The Best Of; Pink Floyd – The Division Bell (jeweils 4 Wochen) Chaka Demus & Pliers – Tease Me (3 Wochen)
Alle Nummer-eins-Hits und die Hits des Jahres
Vereinigte Staaten Die längsten Nummer-eins-Singles
Lieder, die die meiste Zeit während eines anderen Jahres auf Platz 1 der Charts verbrachten, werden hier nicht aufgeführt. Boyz II Men – I’ll Make Love to You (14 Wochen) All-4-One – I Swear (11 Wochen) Ace of Base – The Sign (6 Wochen)
Die längsten Nummer-eins-Alben
Alben, die die meiste Zeit während eines anderen Jahres auf Platz eins der Charts verbrachten, werden hier nicht aufgeführt. Elton John, Tim Rice & Hans Zimmer – The Lion King (Soundtrack) (9 Wochen) Mariah Carey – Music Box (7 Wochen) Pink Floyd – The Division Bell; Boyz II Men – II (jeweils 4 Wochen)