Carl Georg Wilhelm Henzen (* 30. November 1850 in Bremen; † 11. September 1910 in Leipzig) war ein deutscher Dichter, Librettist, Dramaturg und Redakteur.
Leben Henzen wurde in Bremen als Sohn des Großkaufmanns Georg Carl Henzenhttps://brema.suub.uni-bremen.de/periodical/pageview/691332 (1817–1855) und dessen Ehefrau Dorothea Charlotte Kühtmann (auch Küthemann) (1818–1855) geboren.https://www.arcinsys.niedersachsen.de/arcinsys/digitalisatViewer.action?detailid=v9571157&selectId=20815890, S. 386https://www.arcinsys.niedersachsen.de/arcinsys/digitalisatViewer.action?detailid=v10116091&selectId=21613662, Stammtafel No. 7211 Nach dem Abitur studierte er in Leipzig Musikwissenschaft und Philosophie. Sein 1874 erschienenes Bühnenstück „Die Kypseliden“Die Kypseliden : Tragödie in 5 Acten, als Ms. gedr., Ferber & Seydel, Leipzig 1874 war gleich ein Erfolg, so dass er sich entschloss, sein Studium aufzugeben und sich freiberuflich ganz der Dichtkunst zu widmen.Bernd-Ulrich Hergemöller, Mann für Mann. Biographisches Lexikon zur Geschichte von Freundesliebe und männlicher Sexualität im deutschen Sprachraum, MännerschwarmSkript-Verlag, Hamburg 1998, ISBN 3-928983-65-2. Überarbeitete Taschenbuchausgabe: Suhrkamp, Frankfurt 2001, ISBN 3-518-39766-4. S. 347f.
1877 gründete er die Zeitschrift „Dramaturgische Blätter – eine Zeitschrift für die Deutsche Bühne“ und gehörte zur Leitung des Leipziger Lessing-Vereins. 1881 wurde er Dramaturg am Stadttheater Leipzig, beendete diese Tätigleit aber nach 3 Jahren, um sein Studium abzuschließen.
Er wurde 1890 in Leipzig promoviert mit einer Arbeit Über die Träume in der altnordischen SagalitteraturÜber die Träume in der altnordischen Sagalitteratur, Leipzig, Univ., Diss., 1890 und war danach wieder tätig als Dramaturg und Schriftsteller. Er hinterließ mehr als 30 Bühnenwerke zumeist historischen Inhalts, die er unter seinem eigenen Namen bzw. unter dem Pseudonym Fritz von Sakken (auch Fritz von Sackenhttps://brema.suub.uni-bremen.de/suubtheater/periodical/pageview/1875087?query=Wilhelm%20Henzen) veröffentlichte und die deutschlandweit aufgeführt wurden.
Er war zudem Geschäftsführer der Deutschen Genossenschaft dramatischer Autoren und Komponisten.https://www.arcinsys.niedersachsen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v8916910&icomefrom=searchhttps://provenienz.gbv.de/Deutsche_Genossenschaft_Dramatischer_Autoren_und_Komponisten
Henzen blieb unverheiratet und war nach diversen Berichten homosexuell. Er war u. a. befreundet mit dem Komponisten Franz von Holstein und dem Bremer Schriftsteller, Bibliothekar und Kritiker Heinrich Bulthaupt, mit dem er in engem Briefkontakt stand und für den er im Bremer Künstlerverein die Gedächtnisrede hielt.Hubert Wania, Dreissig Jahre Bremen, 1876-1905 : chronologisches Verzeichnis aller denkwürdigen Ereignisse, Schünemann, Bremen 1906, S. 283f.
Der Philologe, Epigraphiker und Archäologe Wilhelm Henzen (1816–1887) war der Bruder seines Vaters.
Schriften https://portal.dnb.de/opac/showLastResultSite?currentResultId=auRef%3D119242559%26any¤tPosition=0, Deutsche Bibliothek
Literatur Bernd-Ulrich Hergemöller, Mann für Mann. Biographisches Lexikon zur Geschichte von Freundesliebe und männlicher Sexualität im deutschen Sprachraum, MännerschwarmSkript-Verlag, Hamburg 1998, ISBN 3-928983-65-2. Überarbeitete Taschenbuchausgabe: Suhrkamp, Frankfurt 2001, ISBN 3-518-39766-4. S. 347f.
Weblinks https://www.performing-arts.eu/discovery/agent/gnd_119242559 https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/person/gnd/119242559
Einzelnachweise
Kategorie:Dramaturg Kategorie:Musikwissenschaftler Kategorie:Künstler (Leipzig) Kategorie:Theater (Leipzig) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1850 Kategorie:Gestorben 1910 Kategorie:Mann Kategorie:Librettist