Alexander Heinz Henning von Rom (* 23. September 1940 in Berlin; † 2. Februar 2026 in MemmingenTraueranzeige in der FAZ vom 21. Februar 2026, abgerufen am 21. Februar 2026) war ein deutscher Diplomat. Er war Botschafter in Vilnius, Litauen.
Leben Alexander von Rom studierte Rechtswissenschaften und promovierte zum Doktor der Rechte (Dr. iur.). Seine Dissertation mit dem Titel „Der bei Ausbleiben staatlicher Ablehnung verbindliche Mehrheitsbeschluß der Weltgesundheitsorganisation“ erschien 1968 als Band 5 der Reihe „Schriften zum Völkerrecht“ im Verlag Duncker & Humblot.
1971 trat er die Attachéausbildung für den höheren auswärtigen Dienst in der Aus- und Fortbildungsstätte des Auswärtigen Amts in Bonn-Ippendorf als Angehöriger des 26. Attaché-Lehrgangs an. Für den praktischen Teil der Ausbildung war er dem Generalkonsulat Marseille zugeteilt.
Nach der im Jahr 1973 abgelegten Laufbahnprüfung erfolgte sein erster Auslandseinsetz als Referent für Presse und Kultur an der Botschaft Jaunde/Kamerun. Ab 1976 war er Referent für Wirtschaftsfragen an der Botschaft Ottawa/Kanada. Mit Rückkehr in die Zentrale des Auswärtigen Amts in Bonn wurde er 1979 dem Planungsstab zugeteilt, bevor er 1982 als ständiger Vertreter des Leiters an die Botschaft Asuncion/Paraguay entsandt wurde.
Zurück in Bonn wurde er 1985 zunächst mit der stellvertretenden Leitung des Referats für die Vereinigten Staaten beauftragt und wechselte noch im gleichen Jahr als Leiter der für das Europäische Parlament zuständigen Arbeitseinheit in die Europaabteilung.
Im Jahr 1990 erfolgte seine Versetzung als Botschaftsrat I. KlasseAkten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland 1990, De Gruyter Verlag 2021, S. 1893 an die Botschaft Madrid/Spanien, wo er zunächst als Referent in der politischen Abteilung eingesetzt wurde und nach kurzer Zeit mit deren Leitung beauftragt wurde. Erneut zurück in der Zentrale des Auswärtigen Amts wurde von Rom die Leitung des Arbeitsstabs „Humanitäre Hilfe“ der Bundesregierung übertragen.
Im Jahr 1999 erfolgte seine Versetzung als ständiger Vertreter des Leiters der Botschaft Budapest/Ungarn. Von 2002 bis 2005 wurde er als außerordentlicher und bevollmächtigter Botschafter zum Leiter der Botschaft Vilnius/Litauen bestellt.Offizieller Nachruf des Auswärtigen Amts, Berlin 13. Juli 2026. ArchivAA, Ref. Z11-SP
Von dort trat er in den Ruhestand, in dem er ehrenamtlich Geschäftsführer der Vereinigung des Adels in Bayern e.V. warVereinigung des Adels in Bayern e. V. auf adel-in-bayern.org, abgerufen am 17. März 2024 und auf dem Familiensitz Schloss Grünenfurt lebte.Einwohnerbuch Memmingen, 2010
Alexander von Rom war Rechtsritter des Johanniterordens.
Schriften
Einzelnachweise
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