Hans Emil Anton Truttwin (geboren am 23. November 1891 in Zawiercie, Polen; gestorben 1970 oder danach) war ein Chemiker und Hochschullehrer.
Wirken Nach dem Schulbesuch studierte er an der Technischen Hochschule Dresden und promovierte 1914 an der Technischen Hochschule Berlin zum Dr.-Ing. 1932 wurde er Dozent an der Deutschen Universität Prag. Er beantragte am 20. April 1939 die Aufnahme in die NSDAP und wurde rückwirkend zum 1. April desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 7.188.091).Bundesarchiv R 9361-VIII KARTEI/23440480 1941 wechselte er an die Universität Wien und 1942 an die Deutsche Technische Hochschule Prag.
Nach Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 wurde ihm auf Antrag als gebürtigem Polen der Verbleib in der wiedergegründeten Tschechoslowakei gestattet. Erst später stellte sich seine Nähe zum deutschen Nationalsozialismus heraus. Er unternahm mehrere Studienreisen und kehrte nicht wieder in die Tschechoslowakei zurück. 1970 lebte er in Konstanz.
Schriften (Auswahl) Über Umlagerungs-Reaktionen bei Arylamiden der m-Nitrobenzolsulfonsäure. Charlottenburg 1914. (mit R. Hauschka): Enzyklopädie der Küpenfarbstoffe. Berlin 1920. Grundriss der kosmetischen Chemie. Braunschweig 1930. Die chemisch-pharmazeutische Fabrik. Halle 1941. Medizin, Chemie und Krebs. 1942.
Literatur Milena Josefovičová: Německá vysoká škola technická v Praze (1938–1945). Praha 2011, S. 185.
Einzelnachweise
Kategorie:Chemiker (20. Jahrhundert) Kategorie:Ingenieur Kategorie:Hochschullehrer (Karl-Ferdinands-Universität Prag) Kategorie:Hochschullehrer (Universität Wien) Kategorie:NSDAP-Mitglied Kategorie:Pole Kategorie:Tschechoslowake Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1891 Kategorie:Gestorben im 20. Jahrhundert Kategorie:Mann Kategorie:Hochschullehrer (Deutsche Technische Hochschule Prag)