Wir haben Gottes Spuren festgestellt ist ein Neues Geistliches Lied von Michel Scouarnec und Jo Akepsimas aus dem Jahr 1973. Es wurde im Jahr 1981 von Diethard Zils aus der französischen in die deutsche Sprache übertragen.Lieder und Psalmen für den Gottesdienst Nr. 20. In der Perikopenordnung der evangelischen Kirche ist es das Wochenlied zum 12. Sonntag nach Trinitatis.Perikopenbuch nach der Ordnung gottesdienstlicher Texte und Lieder mit Einführungstexten zu den Sonn- und Feiertagen. Hrsg. von der Liturgischen Konferenz für die Evangelische Kirche in Deutschland. Luther-Verlag, Bielefeld , ISBN 978-3-7858-0741-5; Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig , ISBN 978-3-374-05586-9, S. 420.
Das Kirchenlied ist in verschiedenen Regionalausgaben des katholischen Gesangbuchs Gotteslob enthaltenZ. B. Bistum Aachen Nr. 794, Erzbistum Köln Nr. 870, Bistum Trier Nr. 848, Bistum Würzburg Nr. 821. sowie in verschiedenen Regionalteilen des Evangelischen Gesangbuchs (EG).Z. B. Baden-Elsass-Lothringen und Pfalz Nr. 665, Rheinland-Westfalen-Lippe und Reformierte Kirche Nr. 648, Württemberg Nr. 656, in Hessen im Beiheft EGPlus Nr. 112 sowie aufgrund seiner Zuweisung als Wochenlied im deutschlandweiten Ergänzungsheft zum EG Lieder und Psalmen für den Gottesdienst Nr. 20. Es wird von der Arbeitsgemeinschaft für ökumenisches Liedgut als ökumenisches Lied eingestuft.Liederliste. (PDF; 199 kB) In: dli.institute, Arbeitsgemeinschaft für ökumenisches Liedgut, 20. Oktober 2023, abgerufen am 16. März 2024. Auch in freikirchliche Liederbücher wurde es aufgenommen.Z. B. Feiern und Loben Nr. 441, Mennonitisches Gesangbuch Nr. 406. Die Liturgische Konferenz der EKD zählt das Lied zu den 33 Kernliedern im EG, die in allen Bereichen kirchlicher Arbeit zum Einsatz kommen sollen.Unsere Kernlieder. (PDF; 169 kB) In: liturgische-konferenz.de, 21. Dezember 2006, abgerufen am 15. März 2024. In der Liste der Kernlieder ist es das einzige Lied, das nicht im deutschlandweit einheitlichen Stammteil des EG vorkommt.
Inhalt und Melodie Das Lied wurde von dem katholischen Priester und Liturgiker Michel Scouarnec in französischer Sprache unter dem Titel verfasst; diese sechsstrophige französische Fassung ist im Gesangbuch der Evangelischen Brüdergemeine gemeinsam mit der nur drei Strophen ausmachenden deutschen Fassung von Diethard Zils enthalten.Gesangbuch der evangelischen Brüdergemeine, ISBN 978-3-7245-1486-2, Nr. 72. Das Lied wird in der Kernliederliste der Rubrik „Frieden und Gerechtigkeit“ im Evangelischen Gesangbuch zugewiesen, im Ergänzungsheft zum EG jedoch in die Rubrik „Rechtfertigung und Zuversicht“ eingeordnet.
Scouarnecs Originalfassung lehnt sich eng an das „Kommt und seht!“ des Johannesevangeliums und das darauf Bezugnehmende „Wir haben gesehen“ aus an, worauf der Dichter in einem eigenen Kommentar explizit verweist.Schroeter-Wittke, S. 130. In den Strophen werden in poetischer Form eine Reihe biblischer Bezüge hergestellt, die in der deutschen Fassung wegfallen oder nur verdichtet anklingen.Schroeter-Wittke, S. 131.
In der deutschen Fassung erinnert das Lied in der ersten Strophe daran, dass Gott Liebe und Wärme in die kalte Welt bringt. Zunächst ist dies die Erinnerung an biblische Geschichten,Hennig, S. 102. so auch in Strophe zwei (blühende Bäume als Referenz auf , die Befreiung der israelitischen Sklaven beim Auszug aus Ägypten) und Strophe drei (Heilungen, die Jesus nach biblischer Überlieferung bewirkt hat). Schon in der ersten Strophe und im Refrain wird aber betont, dass diese Spuren Gottes auch rückblickend in der eigenen Lebensgeschichte sichtbar wurden und daher Grund dafür geben, dass Gott auch zukünftig „durch das Leben tragen“ wird.
Das Lied wurde bereits bei seinem Erscheinen im Jahr 1973 von Jo Akepsimas vertont,Gemäß Schroeter-Wittke, S. 129, wurde von Akepsimas hierbei eine Melodie verwendet, die er bereits im Jahr 1970 komponiert hatte. der mehrfach mit Scouarnec bei der Produktion geistlicher Lieder zusammenarbeitete.Im EGPlus und im Gesangbuch der evangelischen Brüdergemeine ist z. B. das von diesen beiden Autoren verfasste Lied Im Dunkel unsrer Ängste enthalten, das ebenfalls von Diethard Zils übertragen wurde. Im Jahr 1982 veröffentlichten Akepsimas und Scouarnec gemeinsam das Liederbuch (= Vivante liturgie. Band 98). Publications de Saint-André, Le Centurion, [Brügge] / Paris 1982, ISBN 2-227-36037-2 (französisch). Die Melodieführung mit Strophen in Moll und dem Refrain in Dur wird als „bewegt, vorwärts drängend“ sowie „leicht und tänzerisch“ beschrieben,Duderstedt S. 1. sie erinnert dabei „an den Tanz einer Suite im Renaissancestil“.
Literatur Matthias Hennig: Wir haben Gottes Spuren festgestellt – Gott auf der Spur. In: Bezirkskantorat Waiblingen (Hrsg.): Ich singe dir – 33 alte und neue Lieder aus dem Evangelischen Gesangbuch. Verlag Iris Förster, Waiblingen 2010, ISBN 978-3-938812-11-2, S. 100 ff. Andreas Duderstedt: Impulse zum EGPlus – Wir haben Gottes Spuren festgestellt. (PDF; 601 kB) In: zentrum-verkuendigung.de, Zentrum Verkündigung der EKHN, 9. Dezember 2021.
Weblinks Wir haben Gottes Spuren festgestellt. Audiofile und Liedbuchnachweis bei evangeliums.net Der Wochenliederpodcast zum Lied
Einzelnachweise
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