mini|Vereinswappen des Muttervereins SGV Freiberg Der Sport- und Gemeinschaftsverein Heilbronn-Freiberg Fußball e. V., kurz SGV Heilbronn-Freiberg oder einfach nur SGV Freiberg, ist ein Fußballverein aus der baden-württembergischen Stadt Freiberg am Neckar. Bekannt ist der Verein vor allem durch die 2022 in die Regionalliga Südwest aufgestiegene erste Mannschaft. Darüber hinaus verfügt der Verein über eine Nachwuchsabteilung mit zahlreichen Juniorenmannschaften.

Geschichte Ursprünge Im Jahre 1913 wurde der Fußballverein Spartania Heutingsheim gegründet und bildet damit den Ursprung des Fußballsports im heutigen Freiberg am Neckar. Gemeinsam mit dem Turnverein Heutingsheim und dem Radfahrerverein Wanderlust schloss man sich 1921 zum Sportverein Heutingsheim zusammen. 1945 wurde als Zusammenschluss aller sportlichen und kulturellen Aktivitäten des Ortes der Sport- und Gesangverein (SGV) Heutingsheim gegründet. Am 26. Oktober 1973 fusionierten die Fußballabteilungen des SGV Heutingsheim und des TSV Beihingen zum Sport- und Gesangsverein Freiberg.

Direkt im ersten Jahr gelang den Fußballern 1974 der Aufstieg in die Bezirksliga. 1981 folgte der Aufstieg in die Landesliga und 1991 in die Verbandsliga, aus der man 1993 wieder abstieg. 1994 schaffte man den direkten Wiederaufstieg, stieg 1998 aber wieder ab. Auf den erneuten direkten Wiederaufstieg 1999 folgte 2001 der erste Aufstieg in die Oberliga Baden-Württemberg. Die höchste Niederlage in der Oberliga Baden-Württemberg musste der SGV Freiberg 2005 bei einem 0:13 gegen den SSV Ulm 1846 einstecken.

2004 erreichte der Verein nationale Aufmerksamkeit durch seine Fußball-A-Jugend, die u. a. mit den Spielern Marc Schnatterer und Marco Grüttner ins Finale des DFB-Junioren-Vereinspokals 2004 einzog, dort aber Hertha BSC um Kevin-Prince Boateng und Patrick Ebert mit 0:5 unterlag. In der Saison 2011/12 spielten die B-Junioren des Vereins für ein Jahr in der U17-Bundesliga.

Abspaltung der Fußballabteilung Wie die anderen Abteilungen spaltete sich 2010 auch die Fußballabteilung vom Hauptverein ab und ist seither ein eigener Verein als Sport- und Gesangsverein Freiberg Fußball.

Zur Zeit der Abspaltung spielte der Verein seit neun Jahren ununterbrochen in der Oberliga. 2011 stieg man nach zehn Jahren in die Verbandsliga Württemberg ab. Unter dem neuen Trainer Ramon Gehrmann gelang 2012 der direkte Wiederaufstieg und anschließend die Etablierung als bester württembergischer Verein in der Oberliga. Als Fünfter, Vierter und Dritter wurde man von 2013 bis 2015 dreimal in Folge beste württembergische Mannschaft. Nach dem Abgang von Gehrmann als Nachwuchstrainer zum Karlsruher SC, stieg Freiberg nach einer Saison mit vier verschiedenen Trainern 2016 in die Verbandsliga ab. Nach einem Jahr kehrte Gehrmann als Trainer zurück und führte Freiberg 2017 wieder direkt zurück in die Oberliga und dort 2018 als Aufsteiger auf Platz drei. Nach Platz sieben 2019 verließ Gehrmann den Verein zum zweiten Mal. Die Saison 2019/20 wurde aufgrund der Covid-19-Pandemie vorzeitig abgebrochen. Da deshalb auf Absteiger verzichtet wurde, blieb der SGV Freiberg in der Oberliga, obwohl man auf Platz 16 und damit eigentlich auf einem Abstiegsplatz stand.

Zur Saison 2020/21 verstärkte sich der Verein mit einigen namhaften Spielern. Unter anderem kehrte der ehemalige Freiberger Marco Grüttner nach dem Ende seiner Profikarriere als spielender sportlicher Leiter zurück. Neuer Trainer wurde am 27. Juli 2020 Evangelos Sbonias. Unter ihm entwickelte sich Freiberg schnell zum Topteam der Liga, blieb die ersten 13 Spiele ungeschlagen und führte die Tabelle mit fünf Punkten Vorsprung auf die Zweitplatzierten Stuttgarter Kickers an. Aufgrund der Covid-19-Pandemie kam es erneut zum Saisonabbruch. Hatte Freiberg ein halbes Jahr zuvor davon profitiert, war man nun Leidtragender, da die Saison komplett annulliert wurde und es dadurch keine Aufsteiger gab.

So startete der SGV als Topfavorit in die Oberliga-Saison 2021/22 und untermauerte diesen Status mit nur einer Niederlage in der Hinrunde. Nach dem 28. Spieltag, drei Unentschieden in Folge und dem Abrutschen auf Platz zwei wurde Sbonias als Trainer entlassen. Fünf Tage zuvor hatte er angekündigt, seinen Vertrag nicht zu verlängern und den Verein am Saisonende zu verlassen. Als neuen Trainer präsentierten die Freiberger am 13. April 2022 Ramon Gehrmann, der damit seine dritte Amtszeit beim SGV antrat. Unter ihm blieb das Team in den verbliebenen elf Spielen ungeschlagen, holte neun Siege und eroberte somit Platz eins zurück. In einem spannenden Fernduell mit den Stuttgarter Kickers fiel die Entscheidung erst mit am letzten Spieltag, als Marcel Sökler im Auswärtsspiel beim FC Nöttingen in der letzten Sekunde der Nachspielzeit der 2:1-Siegtreffer gelang. Damit verteidigte der SGV Freiberg die Tabellenspitze und steigt erstmals in seiner Vereinsgeschichte in die Regionalliga Südwest auf.

Sowohl 2023/24 als auch 2024/25 stellte der Verein keinen Antrag auf eine Lizenz für die 3. Liga, obwohl man sich in beiden Spielzeiten im Aufstiegsrennen befand.kicker.de: Scharfe Kritik vom Kapitän: Freiberg verzichtet erneut auf Drittliga-Lizenz (26. Februar 2025), abgerufen am 4. März 2026 Verhandlungen über einen Umbau der Spielstätte Wasenstadion, um die Lizenzvorgaben der 3. Liga zu erfüllen, blieben zwischen Verein und der Stadtverwaltung erfolglos.lkz.de: Bürgermeister Jan Hambach: „Für Drittliga-Fußball gibt es in Freiberg keine Perspektive“ (8. Oktober 2025), abgerufen am 4. März 2026 Nachdem kurzzeitig Pläne im Raum standen, die Heimspiele zukünftig in der 90 Kilometer entfernten Centus Arena in Aalen auszutragen,schwaebische.de: SGV Freiberg hat ein Auge auf die Centus-Arena geworfen (5. Oktober 2025), abgerufen am 4. März 2026 gab der Verein Anfang März 2026 bekannt, ligaunabhängig seine Heimspiele zukünftig im 30 Kilometer entfernten Frankenstadion in Heilbronn auszutragen und den Stadtnamen auch in den Vereinsnamen aufzunehmen.Lizenz für 3. Liga beantragt: "Wir werden vertrieben": Freiberg zieht ligenunabhängig nach Heilbronn, kicker.de, 3. März 2026, abgerufen am 4. März 2026Claus Pfitzer: Heilbronn taucht im Profifußball auf, bietigheimerzeitung.de, 4. März 2026, abgerufen am 4. März 2026 Zum 1. Juli 2026 benannte sich der Verein entsprechend in Sport- und Gemeinschaftsverein Heilbronn-Freiberg Fußball e. V. um.

Entwicklung des Vereinswappens

Platzierungen seit der Saison 1978/79

Erfolge Meisterschaft Württembergischer Meister 2013, 2014, 2015Ehrentafel Württembergischer Amateurmeister auf der Homepage des DSFS, abgerufen am 27. November 2015 Meister der Oberliga Baden-Württemberg 2022 Meister der Verbandsliga Württemberg 2001, 2012, 2017 Rang 12 in der Ewigen Tabelle der Fußball-Oberliga Baden-Württemberg

Pokal Finalteilnahme beim DFB-Junioren-Vereinspokal 2004 (A-Jugend)

Kader der Saison 2025/26 Stand: 25. April 2026 Nr. Nat. Spieler Geboren Im Verein seit Tor 1 Benedikt Grawe 2025 33 Mateo Drljo 2025 40 Ante Eljuga 2025 Abwehr 2 Tino Bradara 2024 3 Jacob Engel 2025 4 Adam Krstanovic 2025 5 Paul Polauke 2025 15 Florian Ballas 2026 17 Tim Schmidt 2025 21 Tim-Niklas Pietzsch 2023 27 Abou Ballo 2025 30 Ryan Adigo 2025 70 Mehdi Hetemaj 2025 Mittelfeld 6 Lukas Laupheimer 2025 7 Leon Petö 2025 8 Diamant Lokaj 2025 10 Marco Kehl-Gómez 2022 18 Melvin Cerkez 2025 19 Minos Gouras 2026 20 Matt Zié 2025 23 Henrick Selitaj 2025 35 Julian Kudala 2025 Sturm 9 Christian Schmidt 2025 11 Marius Köhl 2025 22 Karlo Kuranyi 2025 29 Gal Grobelnik 2024 77 Meghon Valpoort 2025

Persönlichkeiten Antonio Čolak, Profi u. a. bei 1. FC Nürnberg und SV Darmstadt 98; spielte in der Jugend von 1997 bis 2000 und 2008 bis 2010 in Freiberg Steffen Dangelmayr, ehem. Profi beim VfB Stuttgart, beendete seine Karriere 2008 in Freiberg Willi Entenmann, ehem. Profi und Trainer u. a. beim VfB Stuttgart, war von 2003 bis 2004 Cheftrainer in Freiberg Sven Franzen, spielte von 2008 bis 2014 in Freiberg Alfonso Garcia, ehem. Profi u. a. bei SpVgg Unterhaching und SSV Reutlingen 05, spielte von 1989 bis 1991 in Freiberg Thomas Gentner, ehem. Profi u. a. bei den Stuttgarter Kickers und TuS Koblenz, spielte von 2016 bis zum Karriereende 2019 in Freiberg Marco Grüttner, ehem. Profi u. a. Stuttgarter Kickers und SSV Jahn Regensburg, spielte in der Jugend sowie von 2007–2009 und 2020–2022 in Freiberg; seit 2020 Sportlicher Leiter Jens Härter, ehem. Profi u. a. bei Stuttgarter Kickers und SSV Reutlingen 05, spielte von 1999 bis 2004 und 2010–2012 in Freiberg Manuel Hartmann, ehem. Profi u. a. bei FC Ingolstadt 04 und Holstein Kiel, spielte von 2003 bis 2005 in Freiberg Marco Kehl-Gómez, Profi u. a. in der Schweiz, beim Chemnitzer FC und Türkgücü München; spielt seit Januar 2022 in Freiberg Michael Klauß, Profi u. a. beim VfR Aalen und SSV Jahn Regensburg, spielte 2020–2022 in Freiberg Tim Leibold, Profi u. a. beim 1. FC Nürnberg und Hamburger SV, spielte bis 2013 in Freiberg Jeremias Lorch, Profi u. a. beim SV Wehen Wiesbaden und Viktoria Köln, spielte von 2011 bis 2014 in Freiberg Christian Mauersberger, Profi bei den Stuttgarter Kickers, vorher Chemnitzer FC und FSV Zwickau, spielte bis 2023 in Freiberg Eckhard Müller, ehem. Profi u. a. bei VfB Stuttgart und Stuttgarter Kickers, spielte von 1986 bis zum Karriereende 1987 in Freiberg Milorad Pilipović, November 2019 bis Juli 2020 Cheftrainer in Freiberg Marco Pischorn, ehem. Profi, u. a. bei VfB Stuttgart, SV Sandhausen und Preußen Münster, spielte von 2016 bis zum Karriereende 2019 in Freiberg Maximilian Rohr, Profi bei FC Carl Zeiss Jena und Hamburger SV, spielte 2018/19 in Freiberg Rouven Sattelmaier, ehem. Profi, u. a. 1. FC Heidenheim, FC Bayern München II und SV Darmstadt 98, spielte in der Jugend in Freiberg Mahir Savranlıoğlu, ehem. Profi u. a. beim FC Schalke 04 und Stuttgarter Kickers, spielte von 2015 bis 2017 in Freiberg Marc Schnatterer, Profi beim 1. FC Heidenheim; spielte von 2001 bis 2006 in Freiberg Mario Wildmann, ehem. Profi u. a. beim SSV Reutlingen 05 und Rot-Weiß Oberhausen, spielte von 2004 bis zum Karriereende 2005 in Freiberg, später hier auch Co-Trainer

Sportstätten Ihre Heimspiele trug die Mannschaften im Wasenstadion aus. Neben dem Stadion stehen im Sportgelände Wasen noch zwei weitere Rasenspielfelder, ein Rasen-Trainingsplatz und ein Kunstrasenplatz zur Verfügung. Das Wasenstadion hat ein Fassungsvermögen von 4000 Zuschauern, davon rund 800 Sitzplätze auf der Tribüne. Der Zuschauerrekord liegt bei 1800 zum ersten Oberliga-Derby gegen die SpVgg 07 Ludwigsburg in der Saison 2001/02. Seit der Regionalliga-Saison 2026/27 nutzt der Verein das Frankenstadion Heilbronn. Dort kamen zum ersten Spiel, der Verein hatte keinen Eintritt verlangt, 6070 Zuschauer zur Partie gegen Eintracht Frankfurt II.stuttgarter-zeitung.de: Drei Elfmeter und Last-Minute-Jubel – Irres Spiel des SGV Heilbronn-Freiberg (31. August 2026), abgerufen am 31. August 2026

Weblinks Website des SGV Heilbronn-Freiberg Fußball e. V. Website des Sport- und Gesangverein Freiberg

Einzelnachweise

Freiberg am Neckar, SGV Freiberg am Neckar, SGV

Kategorie:Vereinsgründung 1973