Eckhardt Mater (* 20. Juli 1935 in Mihla; † 1996) war ein deutscher Bildhauer und Medailleur in der DDR.
Leben und Werk Mater absolvierte von 1949 bis 1952 eine Lehre als Steinmetz und studierte von 1953 bis 1957 am damaligen Institut für künstlerische Werkgestaltung Burg Giebichenstein. Danach arbeitete er in Mihla als freischaffender Bildhauer und Medailleur. Er war Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Medaillenkunst e. V. und bis 1990 des Verbands Bildender Künstler der DDR und war auf 1982/1983 auf der IX. Kunstausstellung der DDR in Dresden vertreten. 1984 erhielt er den Kunstpreis des Rates des Bezirks Erfurt.
Nach dem Ende der DDR-Diktatur geriet sein Wirken weitgehend in Vergessenheit. Einige seiner Werke, so das erst 1986 geschaffene Ernst-Thälmann-Denkmal in Eisenach, wurden nach 1990 beseitigt.Von einem entsorgten Denkmal in Eisenach und seinem fast vergessenen Künstler, Thüringer Allgemeine/Eisenacher Allgemeine, 18. Februar 2026
Werke (Auswahl) Ernst-Thälmann-Denkmal (überlebensgroße Porträtbüste, 1986, Eisenach) Corpus eines Kruzifixes (1972; Eisenach, Nikolaikirche)Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Thüringen. Deutscher Kunstverlag, Berlin, 1998, S. 253 Lokalhistorische Szenen (1979, Stele, Beton; Mihla, Park am Grauen Schloss) Schloss Friedenstein – Gotha (1979, Medaille, Weißmetall, Durchmesser 6,4 cm; auf der IX. Kunstausstellung der DDR) Porträt A. M. (1981, Porträtbüste, Beton; auf der IX. Kunstausstellung der DDR) Michael Neander (1985, Statue; Ilfeld, Neanderplatz)
Literatur Mater, Eckhardt. In: Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 576
Einzelnachweise
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