Der Mühlbach ist ein rechter Nebenfluss des oberen Neckars im baden-württembergischen Schwarzwald-Baar-Kreis.
Geographie Verlauf Der Mühlbach entsteht nördlich von Tuningen aus zwei Quellen, von denen die am weitesten von der Mündung entfernte der Kälberbrunnen ist. Dieser fließt dem wasserreicheren, jedoch kürzeren Störzengraben südwestlich des Wohnplatzes Lochenrain zu. Der Störzengraben nimmt zunächst von links den Teufelslochgraben und kurz darauf von rechts den Singgraben auf. Ab hier wird der Bach Mühlbach genannt. Der Bach fließt teilweise verdolt durch den Stadtteil Mühlhausen, wo ihm von links der Haargartengraben und der Guckenbühlgraben zufließen. Nachdem er die Ortslage verlässt, wendet er sich in einem weiten Bogen nach Norden und nimmt wiederum von links den Tiergartengraben auf. Er unterquert die Bundesstraße 27 und die Alemannenbahn und mündet gegenüber dem Flugplatz Schwenningen auf einer Höhe von in den Neckar. Vor der Unterquerung der Bundesstraße zweigt von ihm der Brandgraben ab, der als Nebengerinne ebenfalls dem Neckar zufließt.
Der ungefähr 5,1 km lange Lauf des Mühlbachs endet ca. 112 Höhenmeter unterhalb seines Quellgebiets, er hat somit ein mittleres Sohlgefälle von etwa 22 ‰. Seine Länge ist nur 700 m kürzer als die des aufnehmenden Neckars.
Einzugsgebiet Das Einzugsgebiet des Mühlbachs ist 9,1 km² groß, mitsamt dem seines Abzweigs Brandgraben 9,6 km². Es umfasst einen Großteil der Hochebene zwischen Tuningen, Weigheim und Mühlhausen, in die sich der Bach bis zu 100 m tief eingegraben hat. Der höchste Punkt liegt auf auf dem Hinterbühl im Südwesten. Im Norden und Osten grenzen die Einzugsgebiete des Neckars und seines Zuflusses Weigheimer Bach an. Im Süden verläuft die europäische Hauptwasserscheide zwischen Rhein und Nordsee diesseits und Donau und Schwarzem Meer jenseits, die angrenzenden Einzugsgebiete des Schönbachs, der Kötach und der Stillen Musel entwässern zur fernen Donau.
Zuflüsse und Abzweige Liste der direkten Zuflüsse und Abzweige von der Quelle zur Mündung. Gewässerlänge, Einzugsgebiet und Höhe nach den entsprechenden Layern auf der Onlinekarte der LUBW. Andere Quellen für die Angaben sind vermerkt.
Teufelslochgraben, von links und Westsüdwesten nach Tuningen-Lochenrain, 1,0 km und 2,1 km² Singgraben, von rechts und Osten vor Villingen-Schwenningen-Mühlhausen, 1,5 km und 1,7 km² Haargartengraben, von links und Südwesten am Anfang von Mühlhausen, 0,6 km und 0,5 km² Guckenbühlgraben, von links und Südwesten in Mühlhausen, 0,7 km und 0,5 km² Tiergartengraben, von links und Südwesten nahe Villingen-Schwenningen-Roter Berg, 1,6 km und 0,6 km² → (Abzweig des Brandgrabens), nach rechts und Nordosten unmittelbar vor der B 27, 1,0 km und 0,5 km². Mündet im Walddistrikt Schopfelen auf etwa unmittelbar nach dem Flugplatz Schwenningen ebenfalls in den Neckar.
Schutzgebiete Der Mühlbach fließt durch das Naturschutzgebiet Mühlhauser Halde, welches zugleich Teil des FFH-Gebiets Baar, Eschach und Südostschwarzwald ist. Außerdem liegt das gesamte Mühlbachtal sowie ein Großteil seines Einzugsgebiets im Vogelschutzgebiet Baar.
Einzelnachweise LUBW Amtliche Online-Gewässerkarte mit passendem Ausschnitt und den hier benutzten Layern: Lauf und Einzugsgebiet des Mühlbachs Allgemeiner Einstieg ohne Voreinstellungen und Layer: Höhe: Höhe ermittelt über WPS-Prozess (Geländehöhe). Höhe nach dem Höhenlinienbild auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte. Länge: Länge nach dem Layer Gewässernetz (AWGN). EZG: Einzugsgebiet nach dem Layer Basiseinzugsgebiet (AWGN). Einzugsgebiet aufsummiert aus den Teileinzugsgebieten nach dem Layer Basiseinzugsgebiet (AWGN).
Andere Belege
Kategorie:Gewässer im Schwarzwald-Baar-Kreis Kategorie:Tuningen Kategorie:Geographie (Villingen-Schwenningen)