Ingrid Ursula Barabaß, alternative Schreibweisen: Barabass und Barabas, (geb. 14. April 1952Recent French Extradiction Cases. In: Michigan Journal of International Law, Vol. 4/1, 1983, S. 353ff) ist eine ehemalige deutsche linksextremistische Terroristin und war Mitglied der Bewegung 2. Juni und der Rote Armee Fraktion

Barabaß wurde seit mindestens 1977 als Mitglied der terroristischen „Bewegung 2. Juni“ zugerechnet Nach einer kurzfristigen Verhaftung im Frühjahr 1977 setzte sie sich im Juni des Jahres gemeinsam mit Inge Viett, Juliane Plambeck und anderen nach Wien ab, um der deutschen Fahndung auszuweichen und eine „Geldbeschaffungsaktion“ umzusetzen.Irene Bandhauer-Schöffmann: Deutsche Terroristinnen in Österreich. zeitgeschichte 2 / 37. Jahrgang / 2010, S. 116Als alles vorbei war. Die Presse, 14. September 2017 Barabaß wurde später verdächtigt, an der Palmers-Entführung beteiligt gewesen zu sein, da ihre Fingerabdrücke in einer Wohnung gefunden wurden, die während der Entführung benutzt wurde.Verfassungsschutzbericht Bund, 1979, S. 110Sieben singen. Spiegel, 20/1980

Am 5. Mai 1980 wurde sie im Pariser Quartier Latin gemeinsam mit u. a. Sieglinde Hofmann verhaftet.Sieben singen. Spiegel, 20/1980 Im Juli 1980 befürwortete der Cour d'appel de Paris, einem deutschen Auslieferungsersuchen zu entsprechen. Am 9. Juli 1982 wurde Barabaß als Mitglied der „Bewegung 2. Juni“ vom Oberlandesgericht Frankfurt zu vier Jahren Freiheitsentzug verurteilt.Stadtchronik Frankfurt 1982. Institut für Stadtgeschichte, abgerufen am 13. März 2024. Barabaß bezeichnete sich während des Prozesses als „Gefangene aus der RAF“, nahm dies jedoch auf Druck der RAF wieder zurück.Jan-Hendrik Schulz: Hungerstreikkampagnen von politisch motivierten Inhaftierten aus der Roten Armee Fraktion (RAF) und der Action Directe (AD) in den 1980er Jahren. European University Institute, 2016, S. 16 Sie schloss sich in Haft mehreren Hungerstreiks an, um Veränderungen der Haftbedingungen für sich und andere zu erreichen.Kleine Anfrage betreffend Verlegung von Ingrid Barabaß. Hessischer Landtag, Drucksache 10/78

Am 3. Juli 1985 wurde Barabaß in einer konspirativen Wohnung, die sie mutmaßlich für Eva Haule-Frimpong in Offenbach am Main organisiert hatte, erneut verhaftet.Verfassungsschutzbericht Bayern, 1987, S. 169 Im August 1986 wurde gegen sie und Mareile Schmegner das Hauptverfahren wegen Mitgliedschaft in der RAF am Oberlandesgericht Frankfurt eröffnet und Barabaß in der Folge zu 4 Jahren und 10 Monaten Haft verurteilt.Verfassungsschutzbericht Bund, 1986, S. 139

Weblinks Zum Prozess gegen Ingrid Barabass und Mareille Schmegner. September 1986, digitalisierte Originalkopie bei Social History Portal. Abgerufen am 14. März 2024

Einzelnachweise

Kategorie:Mitglied der Rote Armee Fraktion Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1952 Kategorie:Frau