mini|hochkant|Johanneskirche in Oberberken mini|Innenansicht Die evangelische Johanneskirche steht in Oberberken, einem Stadtteil von Schorndorf im Rems-Murr-Kreis in Baden-Württemberg. Die Kirchengemeinde Oberberken gehört zum Kirchenbezirk Schorndorf der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Das Bauwerk ist beim Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg als Baudenkmal eingetragen.
Beschreibung Die Saalkirche wurde anstelle einer Kirche aus der Zeit vor 1490 in den Jahren 1858/59 nach einem Entwurf von Christian Friedrich von Leins aus Quadermauerwerk neu erbaut - sein erstes Kirchenbauwerk überhaupt.Eva-Maria Seng: Der evangelische Kirchenbau im 19. Jahrhundert. Die Eisenacher Bewegung und der Architekt Christian Friedrich von Leins. Tübinger Studien zur Archäologie und Kunstgeschichte Band 15, Dissertation von 1992, veröffentlicht Tübingen 1995, S. 470–476. Sie besteht aus einem Langhaus, einem eingezogenen, dreiseitig geschlossenen Chor im Osten und einem in das Langhaus eingestellten Dachturm im Westen, dessen oberstes achteckiges Geschoss mit abgeschrägten Ecken die Turmuhr und den Glockenstuhl mit zwei Kirchenglocken enthält. Darauf sitzt ein mit acht konkav bis zum Turmknauf geschwungenen Flächen gestaltetes Zeltdach. Architekt Gerhard Fetzer (1925–1993) aus Grunbach leitete 1956 einen Umbau und errichte 1975 einen Anbau.
Glasgemälde Der Stuttgarter Kirchenmaler und Restaurator Eduard Pfennig (1878–1952) entwarf drei kleinformatige Bildszenen mit den Motiven Barmherziger Samariter, Christus und die Frau aus Samaria (das Messiasbekenntnis Jesu () und Elija wird von Raben gespeist), eingelassen in größere, farblose Rundbogenfenster. Die Themenscheiben wurden in der Stuttgarter Glaswerkstatt Jahn & Gaiser gefertigt.Carla Fandrey: Glasmalerei im Rems-Murr-Kreis. In: Kreissparkasse Waiblingen, Geschäftsbericht 1985, S. 11. Im Jahre 2000 wurde zudem ein Johannesfenster eingebaut.
Glocken Kulturhistorisch wertvoll ist die größere der zwei Glocken. Sie stammt von einem unbekannten Glockengießer aus dem 15. Jahrhundert. Sie trägt als Inschrift die Namen der vier Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes. Die kleinere Glocke wurde von der Glockengießerei Heinrich Kurtz (Stuttgart) 1962 hergestellt. +Glocken der JohanneskircheGlockeGlockengießerGussortGussjahrSchlagtonDurchmesserHöheInschriftI.unbekanntunbekannt15. Jahrhundertd''77 cm63 cmlucas / marcus / matheus / iohannesII.Heinrich KurtzStuttgart1962e''64,5 cm??
Literatur Adolf Schahl: Die Kunstdenkmäler des Rems-Murr-Kreises. Band 2. Deutscher Kunstverlag, München und Berlin 1983, ISBN 3-422-00560-9, S. 1012f.
Christian Eberlein: 1859-2009 Johanneskirche Oberberken (Festschrift). Oberberken 2009
Weblinks
Website der Kirchengemeinde
Einzelnachweise
Johanneskirche Johanneskirche Kategorie:Johanneskirche (evangelisch) Kategorie:Kirche in der Evangelischen Landeskirche in Württemberg Kategorie:Saalkirche in Baden-Württemberg Kategorie:Kirchengebäude des Rundbogenstils Kategorie:Bauwerk des Rundbogenstils in Baden-Württemberg Kategorie:Erbaut in den 1850er Jahren Kategorie:Kirchengebäude in Europa Kategorie:Geläut