mini|Christoph Ludwig Göckel Christoph Ludwig Göckel (* 17. März 1689Im Themenkreis der Leopoldina tätige Bearbeiter von Büchner (1755) über Neigebaur (1860) und Ule (1889) bis Müller, Weber und Berg (2013) geben durchgehend das Geburtsjahr 1790 an. in Hersbruck; † 8. Februar 1759) war ein deutscher Mediziner und Mitglied der Gelehrtenakademie Leopoldina.
Leben Christoph Ludwig Göckel wurde als Sohn des Arztes Christian Ludwig Göckel und dessen Ehefrau, Dorothea Felicitas Göckel, geboren. Christoph Ludwig Göckel war Leibarzt des Markgrafen von Baden und Stadtphysicus, Hofrat der freien Reichsstadt Nürnberg und Mitglied der Leopoldina.
Christoph Ludwig Göckel studierte in Tübingen und Jena, wo er unter Georg Wolfgang Wedel 1709 disputierte und 1710 zum Doktor ernannt wurde. Danach unternahm er eine Reise durch Deutschland, Frankreich, England und Holland, bevor er sich 1715 in Nürnberg niederließ. Dort eröffnete er eine Praxis und war auch als Hospitalarzt tätig. Zudem war er Baden-Badenscher, Hildburghausischer und Wolfsteinischer Hofrat und Leibarzt.Göckel (Christoph Ludwig). In: Georg Ernst Waldau (Hrsg.): Vermischte Beyträge zur Geschichte der Stadt Nürnberg. 3. Band. Nürnberg 1788, S. 159 (Digitalisat). Am 9. Oktober 1715 wurde er unter der Matrikel-Nr. 318 mit dem akademischen Beinamen PHILOSTORGIUSDie Wahl seines akademischen Beinamens war vermutlich eine Reverenz an den spätantiken Kirchenhistoriker Philostorgios. als Mitglied in die Leopoldina aufgenommen.
Christoph Ludwig Göckels Schwiegervater war der Arzt und Direktor der Leopoldina, Michael Friedrich von Lochner, seine Schwiegermutter war Anna Maria Lochner. Christoph Ludwig Göckel hatte drei Söhne, Christian Friedrich, Heinrich Lorenz und Justus Jakob.
Veröffentlichungen Georg Wolfgang Wedel und Christoph Ludwig Göckel (1708): Dissertatio Medica de Incubo. Jena: Litteris Krebsianis. Georg Wolfgang Wedel und Christoph Ludwig Göckel (1710): Dissertatio Inavgvralis Medica De Serpentaria Virginiana. Jena: Litteris Krebsianis Digitalisat Georg Wolfgang Wedel und Christoph Ludwig Göckel (1710): Propempticon inaugurale de quaesitis per Urim et Thummim. Jena: Litteris Krebsianis (teilw. hebräisch) Digitalisat Brief an Christoph Jacob Trew (2. August 1727): Digitalisat Brief an Christoph Jacob Trew (15. Januar 1738): Digitalisat Brief an Christoph Jacob Trew (ca. 1750): Digitalisat
Literatur Andreas Elias Büchner: Academiae Sacri Romani Imperii Leopoldino-Carolinae Natvrae Cvriosorvm Historia. Litteris et impensis Ioannis Iustini Gebaueri, Halae Magdebvrgicae 1755, De Collegis, S. 491 Digitalisat Johann Daniel Ferdinand Neigebaur: Geschichte der kaiserlichen Leopoldino-Carolinischen deutschen Akademie der Naturforscher während des zweiten Jahrhunderts ihres Bestehens. Friedrich Frommann, Jena 1860, S. 206 (archive.org)
Nationale Akademie der Wissenschaften (Hrsg.)(2013): Protocollum Academiae Caesareo-Leopoldinae Naturae curiosorum. Edition der Chronik der Kaiserlich-Leopoldinischen Akademie der Naturforscher. Bearbeitet von Uwe Müller, Danny Weber, Wieland Berg. Stuttgart: Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, S. 383 Digitalisat
Weblinks Mitgliedseintrag von Christoph Ludwig Goeckel bei der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, abgerufen am 8. März 2024.
Anmerkungen und Einzelnachweise
Kategorie:Mediziner (18. Jahrhundert) Kategorie:Mitglied der Leopoldina (18. Jahrhundert) Kategorie:Stadtphysicus Kategorie:Person (Nürnberg) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1689 Kategorie:Gestorben 1759 Kategorie:Mann