hochkant=0.85|mini|Marienkapelle in Unterlochlehn hochkant=0.85|mini|Innenraum Die Marienkapelle (volkstümliche Bezeichnung Unterlochlehnkapelle) in Unterlochlehn, Gemeinde Leutasch, ist ein spätbarocker Sakralbau aus der Zeit um 1720. Der Ort Unterlochlehn bildet mit Oberlochlehn den Ortsteil Lochlehn im Gemeindebereich Unterleutasch in Tirol. Die Kapelle steht unter Denkmalschutz ().

Geschichte Die Umstände der Entstehung der Kapelle sind nicht urkundlich nachweisbar. Eine Legende dazu berichtet: . Sie scheint es überlebt zu haben und war wohl jene Gertraut Heisin, die 1717 beim Bauern eingeheiratet hatte. Über sie wird weiter berichtet: . Am mittleren Altarbild gibt es eine Inschrift über den Stifter des bauzeitlichen Gemäldes .

Dass diese Kapelle eine Ablasskapelle war, bestätigt eine kleine Tafel, auf der steht: .Lochlehen – Kapelle (Unter-)Lochlehn.Monika und Hans Neuner: In: Docplayer, Gemeinde Leutasch, S. 32 (Transkript). Auch als abrufbar. Der Sakralbau wurde 2006 durch die Ortsgemeinschaft Lochlehn mit Unterstützung vom Bundesdenkmalamt und weiteren Sponsoren restauriert.Bildunterschrift hinten rechts:

Beschreibung

Die schlichte etwa 6,40 m lange und 5,60 m breite Kapelle mit dreiseitigem Chorschluss, Satteldach und hölzernem Dachreiter weist an der Giebelfassade ein von rundbogig geschlossenen Fenstern flankiertes Rundbogenportal, ein Ochsenauge im Giebelfeld und zwei kleine Rechteckfenster auf.

Im tonnengewölbten nahezu quadratischen Innenraum befindet sich eine dreiseitige Apsis mit gemaltem Baldachin. Den Altar zieren drei Gemälde, das mittlere Haupt-Altarbild zeigt eine Pietà-Darstellung der schmerzhaften Muttergottes die von zwei Engelsköpfen und zwei weinenden Engeln umrahmt wird. Das rechte Nebengemälde stellt Maria und die trauernde Maria Magdalena vor Jesus und Petrus dar, das linke Nebengemälde zeigt die Darstellung als Jesus am Ölberg während seine begleitenden Apostel schliefen vom Engel den Kelch gereicht bekommt und sagt .

Weitere bemerkenswerte Ausstattungsstücke der Kapelle stellen die drei am Portal befindlichen Gemälde dar: Das Gemälde links zeigt Die Stigmatisation des Franziskus von Assisi, das mittlere zeigt in einer sehr realistischen Darstellung des Jüngsten Gerichts, die Hölle als Rachen eines ungeheuren Tieres, in dem die Verdammten in feuriger Glut brennen, und das rechte zeigt die heilige Klara von Assisi; alle drei wohl aus der Zeit vor 1800. An weiterer Ausstattung sind ein neuzeitlicher Kreuzweg (wohl Anfang 20. Jahrhundert) und ein vermutlich barockes, oder aus dem 19. Jahrhundert stammendes Kruzifix zu nennen. Die Glocke im Dachreiter ist aus dem 19. Jahrhundert und stammt von Joseph Zach.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Kirchengebäude in Tirol Kategorie:Baudenkmal (Tirol) Unterlochlehn Kategorie:Kapelle in der Diözese Innsbruck Kategorie:Dekanat Telfs Kategorie:Barocke Kirche Kategorie:Barockbauwerk in Tirol Kategorie:Erbaut in den 1720er Jahren Kategorie:Marienkirche