mini|Melanchthonkirche Die Melanchthonkirche ist eine evangelische Kirche im Ortsbezirk Südliche Innenstadt der Stadt Ludwigshafen am Rhein.

Geschichte Die Melanchthonkirche wurde ab 1948 als eine Bartning-Notkirche des Typs B (Variante mit polygonalem Altarraum) im Rahmen des vom Architekten Otto Bartning entwickelten Kirchenbauprogramms errichtet. Die Einweihung erfolgte am 19. Juni 1949. Sie diente als Ersatz für die im Zweiten Weltkrieg zerstörte Lutherkirche und war bis 2015 Gemeindekirche der Kirchengemeinde Ludwigshafen-Mitte. Seit der Fusion der Innenstadtgemeinden Hemshof, Mitte und West zur Protestantischen Jona-Kirchengemeinde im Jahr 2016 ist sie, neben der Apostelkirche und der Matthäuskirche, eine von drei Predigtstätten im Gemeindebereich. Außerdem nutzt der Protestantische Kirchenbezirk Ludwigshafen das Gebäude für die Citykirchenarbeit.

Beschreibung Der schlichte Baukörper greift in seiner expressiven Formensprache den Kirchenbau der 1920er Jahre auf. Er besteht aus einer tragenden Holzbinderkonstruktion und einem Sandsteinmauerwerk, zu dem die Trümmerbruchsteine der zerstörten Lutherkirche verwendet wurden. Der nach Nordosten ausgerichtete Saalbau besitzt an der Hauptfassade zwei kleinere Anbauten. Der Innenraum ist durch Blankziegelmauerwerk und eine wie ein gotisches Spitztonnengewölbe anmutende Rippenkonstruktion charakterisiert.

Orgeln mini|Oberlinger-Orgel In der Melanchthonkirche existieren zwei Orgeln: Ein Instrument aus dem Jahre 1963 stammt von der Firma Oberlinger. Es hat ein Manual und Pedal sowie 8 Register. Die 1980 erbaute Orgel der Firma Weigle hat 22 Register auf zwei Manualen und einem Pedalwerk.Werbebroschüre der Firma Weigle, mutmaßlich aus dem Jahr 1981/1982. Die Weigle-Orgel besitzt außerdem eine digitale Setzeranlage. Im Jahr 2021 wurde die Weigle-Orgel von der Firma Mühleisen teilrenoviert.

Disposition der Oberlinger-Orgel

Manual C–g3 Gedeckt 8´ Prinzipal 4′ Rohrflöte 4′ Superoktave 2´ Quinte ′ Sesquialtera III Mixtur III Pedal C–f1 Subbass 16′ Koppeln: Man/Ped

Disposition der Weigle-Orgel mini|Weigle-Orgel I Hauptwerk C–g3 Praestant 8′ Harfpfeife 8′ Oktave 4′ Rohrflöte 4′ Nasat ′ Waldflöte 2′ Terz ′ Mixtur IV ′ Trompete 8′ Tremulant II Schwellwerk C–g3 Gedeckt 8′ Salizional 8′ Blockflöte 4′ Prinzipal 2′ Quinte ′ Zimbel III ′ Krummhorn 8′ Tremulant Pedal C–f1 Subbass 16′ Prinzipalbass 8′ Gedecktbass 8′ Dolkan 4′ Hintersatz IV ′ Fagott 16′ Koppeln: II/I, I/P, II/P

Glocken mini|hochkant|Turm der ehemaligen Lutherkirche mit Lutherbrunnen im Vordergrund Die Melanchthonkirche besitzt kein eigenes Geläut. Sie nutzt die Glocken des ca. 50 m entfernten Turms der ehemaligen Lutherkirche, in dem sich heute ein Restaurant und die Wiedereintrittsstelle des Kirchenbezirks befindet. Die sechs Glocken wurden 1971 von der Karlsruher Glocken- und Kunstgießerei gegossen. Das Geläut kann von der Melanchthonkirche aus angesteuert werden. Glocke Bezeichnung Durchmesser Masse Schlagton (HT-) Rippenkonstruktion(musikalisch, technisch)1Grundglocken1262 mm1185 kges1 +4Moll-Oktav-Rippe, leicht21105 mm841 kgges1 +6Dur-Oktav-Rippe, mittelschwer3 Zimbelglocken585 mm156 kgas2 +6Dur-Oktav-Rippe, überschwer4497 mm111 kgb2 +5Moll-Oktav-Rippe, überschwer5443 mm86 kgc3 +4Moll-Oktav-Rippe, überschwer6370 mm52 kges3 +6Moll-Oktav-Rippe, überschwer

Weblinks

Jona-Kirchengemeinde Melanchthonkirche Kultur in Kirchen: Melanchthonkirche

Einzelnachweise

Melanchthonkirche Melanchthonkirche Kategorie:Kirchengebäude der Evangelischen Kirche der Pfalz Kategorie:Saalkirche in Rheinland-Pfalz Kategorie:Melanchthonkirche Kategorie:Bartning-Notkirche Kategorie:Erbaut 1949 Kategorie:Disposition einer Orgel Kategorie:Geläut Kategorie:Kirchengebäude in Europa