350px|Frank Zappa Am 4. Dezember 1993 stirbt der US-amerikanische Musiker und Komponist Frank Zappa im Alter von 52 Jahren in Laurel Canyon, Los Angeles. Durch seine Fusion von Musikgenres wie Rock, Jazz, Blues, klassischer Musik und Avantgarde, durch seine Verwendung unorthodoxer Rhythmen, ungewöhnlicher Harmonien und komplexer Arrangements sowie seiner satirischen, ironischen oder provokanten Musiktexte gilt er vielen als eine der einflussreichsten und vielseitigsten Persönlichkeiten in der Geschichte der modernen Musik. Dieser Artikel behandelt das Musikjahr 1993.
Ereignisse Populäre Musik 13. Januar: Bobby Brown wird in Augusta (Georgia) wegen der Simulation eines sexuellen Akts auf der Bühne verhaftet. 14. Januar: Die Pixies geben ihre vorläufige Auflösung bekannt. Die Band kommt 2004 wieder zusammen. 31. Januar: Michael Jackson absolviert einen Auftritt in der Halbzeitshow des Super Bowl XXVII. Dieser Auftritt ist ein großer Erfolg und begründet den Trend der NFL, namhafte Künstler für den Super Bowl zu verpflichten, um das Spektakel und den Hype um das Spiel zu steigern. 8. Februar: Die US-amerikanische Rockband Bon Jovi startet in Quebec City ihre Keep the Faith Tour. 10. Februar: Oprah Winfrey interviewt Michael Jackson während einer US-amerikanischen Primetime-Sondersendung. Es wird das meistgesehene Interview der Fernsehgeschichte und ist zugleich Jacksons erstes Interview seit 1979. 1. März: Der britische Komponist und Multiinstrumentalist Mike Oldfield startet in New York City seine Tubular Bells II/20th Anniversary Tour, auf der er sein Album Tubular Bells II vorstellt und zudem sein 20-jähriges Karrierejubiläum begeht. 12. März: Der britische Singer-Songwriter Sting startet in London seine Ten Summoner’s Tales Tour. 13. April: Peter Gabriel startet seine Secret World Tour, um sein 1992 erschienenes Album Us zu promoten. 10. Mai: Hugh Whitaker, ehemaliger Schlagzeuger der Housemartins, wird zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt, weil er einen ehemaligen Geschäftspartner mit einer Axt angegriffen hat. 15. Mai: Niamh Kavanagh gewinnt in Millstreet mit dem Lied In Your Eyes für Irland die 38. Auflage des Eurovision Song Contest. 19. Mai: Die britische Synthie-Pop-/Synth-Rock-Band Depeche Mode startet in Lille ihre Devotional Tour. Die Tournee endet nach 95 Konzerten am 20. Dezember 1993 im Wembley Arena in London. 6. Juni: Die Sängerin Tina Turner startet im Lawlor Events Center in Reno ihre What’s Love? Tour. Die Tournee endet nach 86 Konzerten am 18. November 1993 in Wellington. 7. Juni: Prince ändert an seinem 35. Geburtstag seinen Künstlernamen in ein unaussprechbares Symbol als Reaktion auf seinen von ihm als „Knebel“ bezeichneten Plattenvertrag mit Warner Chappell Recorlds. Dies führt dazu, dass er von Musikjournalisten bis zum Jahr 2000 „The Artist Formerly Known as Prince“ (T.A.F.K.A.P.) genannt wird. 24. Juni: Die US-amerikanische Rockband Bon Jovi startet in San Diego ihre I’ll Sleep When I’m Dead Tour. 1. Juli: Der ehemalige DDR-Jugendsender DT64 wird in Sputnik umbenannt und somit Bestandteil des Mitteldeutschen Rundfunks. 5. Juli: Die US-amerikanische Sängerin und Schauspielerin Whitney Houston startet in Miami ihre The Bodyguard World Tour. 17. Juli: Guns N’ Roses spielen in Buenos Aires den letzten Auftritt ihrer Use Your Illusion Tour. Dies ist bis 2016 das letzte Mal, dass die Erfolgsbesetzung um Sänger Axl Rose und Gitarrist Slash gemeinsam auf der Bühne steht. 5. August: Sängerin Natalie Merchant gibt nach zwölf Jahren ihren Ausstieg bei den 10,000 Maniacs bekannt. 31. August: Mariah Carey veröffentlicht mit Music Box das erfolgreichste Album des Jahres 1993. Das Album verkaufte sich weltweit über 30 Millionen Mal und die Singles über 14 Millionen Mal. 10. September: Die Single Schrei nach Liebe der reformierten Berliner Punkrockband Die Ärzte erscheint und ist textlich eine Reaktion auf die rechtsextremistisch motivierten Aktionen gegen in Deutschland lebende Ausländer der vergangenen Jahre in Hoyerswerda (September 1991), Rostock-Lichtenhagen (August 1992), Mölln (November 1992) und Solingen (Mai 1993). Nach der Veröffentlichung weigern sich zunächst viele Radiosender in Deutschland das Lied aufgrund des Ausrufs „Arschloch!“ im Refrain zu spielen, doch in einem offenen Brief bittet die Redakteurin Lidia Antonini vom Hessischen Rundfunk die Radiosender um die Ausstrahlung des Liedes – eine Bitte, der weitgehend Folge geleistet wird. 10. September: Der US-amerikanische Singer-Songwriter Billy Joel startet in Portland seine River of Dreams Tour. 14. September: Der 13-jährige Jordan Chandler und seine Eltern reichen eine Zivilklage gegen Michael Jackson ein und beschuldigen den Sänger, den Jungen sexuell missbraucht zu haben. 18. September: Auf dem Gelände der Cowdray Ruins bei Oxford findet ein Benefiz-Konzert zugunsten des King-Edward-VII-Krankenhauses in Midhurst statt, an dem Pink Floyd, Roger Taylor und John Deacon von Queen, Genesis und Eric Clapton teilnehmen. Für Genesis ist es der vorerst letzte Auftritt mit ihrem Sänger und Schlagzeuger Phil Collins, der die Band zweieinhalb Jahre später verlässt. 20. September: Depeche Mode gehört zu den ersten Bands, die über das Internet mit ihren Fans interagieren. Die Gruppe veranstaltet eine Frage-und-Antwort-Runde auf AOL, die durch technische Probleme getrübt wird, da viele Teilnehmer, darunter auch die Bandmitglieder selbst, Probleme haben, sich beim Chat anzumelden. 19. Oktober: Das zweite Studioalbum Vs. der Grungeband Pearl Jam wird das zu dieser Zeit schnellstverkaufte Album aller Zeiten. Knapp eine Woche nach dessen Veröffentlichung sind bereits 1.000.000 Exemplare verkauft. 8. November: Die britische Boygroup Take That startet in Bournemouth ihre Everything Changes Tour. 18. November: Für die Sendung MTV Unplugged spielt die Grunge-Band Nirvana ein Konzert in New York, das später auf CD veröffentlicht wird. 24. November: Die US-amerikanische Sängerin Janet Jackson startet in Cincinnati ihre Janet World Tour. 1. Dezember: Der deutsche Musikfernsehsender VIVA nimmt den Sendebetrieb auf. 22. Dezember: Michael Jackson gibt seine erste öffentliche Stellungnahme zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen des Kindesmissbrauchs ab. In einer auf Video aufgezeichneten Ansprache bezeichnet Jackson die Anschuldigungen als „völlig falsch“ und fordert die Öffentlichkeit auf, „auf die Wahrheit zu warten, bevor Sie mich brandmarken oder verurteilen“. Die deutsche Band Die Ärzte feiert ihre Wiedervereinigung.
Klassische Musik und Musiktheater 22. März: Steven Spielbergs Holocaust-Drama Schindlers Liste wird mit sieben Academy Awards ausgezeichnet, unter anderem in der Kategorie Bester Film. Auch die Filmmusik von John Williams erhält einen Oscar. 14. Mai: Uraufführung der Oper Orphée von Philip Glass 4. Dezember: Im Großen Haus der Württembergischen Staatstheater in Stuttgart wird das abendfüllende Handlungsballett Mata Hari von Renato Zanella (Choreografie und Libretto) nach Musik von Dmitri Schostakowitsch vom Stuttgarter Ballett uraufgeführt. Das Musical John & Jen mit Musik von Andrew Lippa und Texten von Tom Greenwald wird im Goodspeed Opera House in East Haddam uraufgeführt. Ingvar Lidholm erhält den Rolf-Schock-Preis. Die Komposition Dichterliebesreigentraum von Henri Pousseur für Sopran, Bariton, zwei Klaviere, vier Chorgruppen und kleines Orchester wird beim Holland-Festival in Amsterdam uraufgeführt.
Film und Fernsehen Three Shake-a-leg Steps to Heaven – luxemburgisch-belgisch-deutscher Comedy-Musicalfilm von Andy Bausch Tina – What’s Love Got to Do with It? – US-amerikanische Filmbiografie von Brian Gibson
Musikcharts Deutschland Singles Position Alben
Die längsten Nummer-eins-Singles
Lieder, die die meiste Zeit während eines anderen Jahres auf Platz eins der Charts verbrachten, werden hier nicht aufgeführt. 4 Non Blondes – What’s Up? (10 Wochen) Culture Beat – Mr. Vain (9 Wochen) Ace of Base – All That She Wants (8 Wochen)
Die längsten Nummer-eins-Alben
Alben, die die meiste Zeit während eines anderen Jahres auf Platz eins der Charts verbrachten, werden hier nicht aufgeführt. Various Artists – The Bodyguard: Original Soundtrack Album (11 Wochen) 4 Non Blondes – Bigger, Better, Faster, More! (10 Wochen) Depeche Mode – Songs of Faith and Devotion; Herbert Grönemeyer – Chaos (jeweils 6 Wochen)
Alle Nummer-eins-Hits und die Hits des Jahres
Österreich Singles Position Alben
Die längsten Nummer-eins-Singles
Lieder, die die meiste Zeit während eines anderen Jahres auf Platz 1 der Charts verbrachten, werden hier nicht aufgeführt. 4 Non Blondes – What’s Up? (13 Wochen) Haddaway – What Is Love (9 Wochen) Meat Loaf – I’d Do Anything for Love (But I Won’t Do That) (7 Wochen)
Die längsten Nummer-eins-Alben
Alben, die die meiste Zeit während eines anderen Jahres auf Platz eins der Charts verbrachten, werden hier nicht aufgeführt. 4 Non Blondes – Bigger, Better, Faster, More! (10 Wochen) Various Artists – The Bodyguard: Original Soundtrack Album (9 Wochen) Alexander Bisenz – Gnadenlos (7 Wochen)
Alle Nummer-eins-Hits und die Hits des Jahres
Schweiz Singles Position Alben
Die längsten Nummer-eins-Singles
Lieder, die die meiste Zeit während eines anderen Jahres auf Platz 1 der Charts verbrachten, werden hier nicht aufgeführt. 4 Non Blondes – What’s Up? (14 Wochen) Whitney Houston – I Will Always Love You (8 Wochen) Meat Loaf – I’d Do Anything for Love (But I Won’t Do That) (6 Wochen)
Die längsten Nummer-eins-Alben
Alben, die die meiste Zeit während eines anderen Jahres auf Platz eins der Charts verbrachten, werden hier nicht aufgeführt. 4 Non Blondes – Bigger, Better, Faster, More! (12 Wochen) Various Artists – The Bodyguard: Original Soundtrack Album (9 Wochen) Stephan Eicher – Carcassonne (8 Wochen)
Alle Nummer-eins-Hits und die Hits des Jahres
Vereinigtes Königreich Singles Position Alben
Die längsten Nummer-eins-Singles
Lieder, die die meiste Zeit während eines anderen Jahres auf Platz 1 der Charts verbrachten, werden hier nicht aufgeführt. Meat Loaf – I’d Do Anything for Love (But I Won’t Do That) (7 Wochen) Whitney Houston – I Will Always Love You; 2 Unlimited – No Limit (jeweils 5 Wochen) Bluebells – Young at Heart; Take That – Pray; Culture Beat – Mr. Vain (jeweils 4 Wochen)
Die längsten Nummer-eins-Alben
Alben, die die meiste Zeit während eines anderen Jahres auf Platz eins der Charts verbrachten, werden hier nicht aufgeführt. Meat Loaf – Bat Out of Hell II: Back into Hell (11 Wochen) UB40 – Promises and Lies (7 Wochen) R.E.M. – Automatic for the People; Jamiroquai – Emergency on Planet Earth (jeweils 3 Wochen)
Alle Nummer-eins-Hits und die Hits des Jahres
Vereinigte Staaten Die längsten Nummer-eins-Singles
Lieder, die die meiste Zeit während eines anderen Jahres auf Platz 1 der Charts verbrachten, werden hier nicht aufgeführt. Whitney Houston – I Will Always Love You (9 Wochen) Janet Jackson – That’s the Way Love Goes; Mariah Carey – Dreamlover (jeweils 8 Wochen) Snow – Informer; UB40 – Can’t Help Falling in Love (jeweils 7 Wochen)
Die längsten Nummer-eins-Alben
Alben, die die meiste Zeit während eines anderen Jahres auf Platz eins der Charts verbrachten, werden hier nicht aufgeführt. Various Artists – The Bodyguard: Original Soundtrack Album (18 Wochen) Janet Jackson – janet. (6 Wochen) Garth Brooks – In Pieces; Pearl Jam – Vs. (jeweils 5 Wochen)
Alle Nummer-eins-Hits und die Hits des Jahres
Charts in weiteren Ländern
Musikpreise und Ehrungen
Musikwettbewerbe Eurovision Song Contest Niamh Kavanagh: In Your Eyes Sonia: Better the Devil You Know Annie Cotton: Moi, tout simplement Patrick Fiori: Mama Corsica Silje Vige: Alle mine tankar
Ersterscheinungen The A.V. Club – Online-Zeitung und Entertainment-Website mit Sitz in Chicago
Erstveranstaltungen Festival Lent – interkulturelles Open-Air-Festival in Maribor