Elisabeth Svärdström (geboren als Emelie Anna Elisabet von Holst am 22. August 1909 in Kungsholmen; gestorben am 22. Dezember 2007 in Bromma) war eine schwedische Runologin und Pionierin der schwedischen Mittelalterrunologie.

Leben und Wirken Ihre Eltern waren Hans Vilhelm von Holst und Anna Maria Elisabet von Holst (geborene Källström).

1930 schloss sie ihr Studium der Fächer Nordische Sprachen, Nordische und vergleichende Altertumswissenschaften, Klassische Altertumswissenschaften und Antike Geschichte mit dem kandidatexamen (einem Bachelorabschluss entsprechend) ab. Im folgenden Jahr begann sie, bei Statens historiska museum und Riksantikvarieämbetet zu arbeiten und half unter anderem bei der Herausgabe von Upplands runinskrifter. Ausgehend von dieser Arbeit befasste sie sich näher mit dem Werk von Johannes Bureus, über das sie auch ihre 1936 veröffentlichte Lizenziatabhandlung schrieb.

Nach dem Tod Hugo Jungners 1940 wurde Elisabeth Svärdström mit der Herausgabe des Bandes Västergötlands runinskrifter in der Reihe Sveriges runinskrifter beauftragt, den dieser in den 1930er Jahren vorbereitet, aber erst zwei Faszikel veröffentlicht hatte. Die übrigen drei der insgesamt fünf Faszikeln von Västergotlands runinskrifter wurden 1958 und 1970 veröffentlicht. Mit dieser Arbeit war Elisabeth Svärdström unter anderem deshalb so lange beschäftigt, da es sich nicht lediglich um eine Manuskriptüberarbeitung handelte, sondern auch Feldforschung und das Verfassen eines Einführungstextes erforderlich waren, und weil sie fast durchgehend nur in Teilzeit angestellt war. Ab 1967 publizierte sie auch jährlich die Neufunde von Runen. Bei den 1960 begonnenen Ausgrabungen in Lödöse, aber auch in anderen mittelalterlichen Städten wurden zahlreiche Runeninschriften auf losen Gegenständen gefunden, die in alltäglichen Zusammenhängen entstanden waren und eine ganz andere Kategorie als die wikingerzeitlichen Runensteine bildeten. Durch die Arbeit mit diesen Runeninschriften begründete Elisabeth Svärdström die schwedische Mittelalterrunologie (medeltidsrunologi), also die Erforschung schwedischer Runen aus dem Mittelalter, der sie auch einen Artikel widmete.

1975 trat sie in den Ruhestand, vollendete aber noch die Herausgabe des zweiten Teils von Gotlands runinskrifter, der 1978 erschien und für den sie alleine zuständig war.

Elisabeth Svärdström wurde am 25. Mai 2008 auf dem Friedhof von Almunge (Gemeinde Uppsala) begraben.

Veröffentlichungen Monographien

Herausgeberschaften

Artikel (Auswahl)

Weblinks Magnus Källström: Ett livsverk på halvtid (Riksantikvarieämbetet, 19. September 2017, schwedisch)

Einzelnachweise

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