Viviane Chassot (* 1979 in Zürich, Schweiz) ist eine Schweizer Akkordeonistin.Nick Joyce: Ich habe nur neun Finger zur Verfügung. In: Basler Zeitung. 15. April 2023. Neben klassischen Komponisten wie Bach, Haydn und Rameau spielt sie auch Jazz, Neue Musik und Improvisationsmusik. Leben und Werdegang Viviane Chassot wurde 1979 in Zürich geboren und wuchs in Wollerau auf.Das Instrument ist noch nicht fertig. Eine Begegnung mit der Schweizer Akkordeonistin Viviane Chassot. In: Basler Zeitung. 13. Dezember 2014. Mit 12 Jahren begann sie, Akkordeon zu spielen,Christian Berzins: Die Vertraute der Tante der Königin. Viviane Chassot beweist, dass das Akkordeon auch in den klassischen Konzertsälen einen Platz haben kann. In: Mittelland Zeitung. 12. Oktober 2011. und entschied sich für eine klassische Musikrichtung.Susanne Kübler: Ein Instrument wie ein Chamäleon. In: Tages-Anzeiger. 20. April 2017.

Chassot schloss 2006 ihr Diplomstudium an der Hochschule der Künste Bern ab,Lilo Lévy-Moser: Zurück nach Bern für den Concours Nicati. In: Berner Zeitung. 11. September 2009. während dessen sie beim italienischen Akkordeonisten Teodoro Anzellotti lernte. 2005 nahm sie eine Stelle an der Musik-Akademie in Basel an. Von 2009 bis 2013 lebte sie als freischaffende Künstlerin in Leipzig und besuchte mehrere Meisterkurse, darunter solche von András Schiff und Alfred Brendel. Anschliessend zog sie zurück nach Basel, wo sie seitdem lebt.

Sie wurde als erste klassische Akkordeonistin bei Sony Classical unter Vertrag genommen und veröffentlichte dort 2017 erstmalig ein Album.E Klassik Viviane Chassot. Kammerorchester Basel. Keyboard Concertos, Sony. In: Aachener Zeitung. 28. April 2017. Hierfür nahm sie mit dem Kammerorchester Basel insgesamt vier Konzerte von Joseph Haydn auf, für welche Chassot eigene, teils improvisierte Kadenzen schuf.Simon Bordier: Haydns neuster Streich. Klavierkonzerte mit der Akkordeonistin Viviane Chassot. In: Basler Zeitung. 29. April 2017.

Neben musikalischen Auftritten ist Chassot auch im Lehrbereich tätig. Sie unterrichtete unter anderem am Konservatorium Winterthur sowie am Konservatorium in Trossingen.Kooperation mit dem Konservatorium Winterthur. In: Schwäbische Zeitung. 23. Mai 2022.

Künstlerische Tätigkeit Chassot tritt als Solistin und als Kammermusikerin auf.Sounds Stilübergreifend. Viviane Chassot spielt in Liestal. In: Basler Zeitung. 23. April 2018. Ihre Programme beinhalten sowohl Originalkompositionen als auch Arrangements für das Akkordeon. Sie interpretiert Werke, welche ursprünglich für Cembalo, Clavichord oder Hammerklavier konzipiert wurden, beispielsweise von Rameau, Haydn und Mozart.Viviane Chassot. Eine Schweizerin und ihr ganz besonderes Örgeli. In: Trierischer Volksfreund. 20. April 2015.Klassik. In: Neue Zürcher Zeitung. 26. Mai 2019. Dabei verbindet sie oft Klassik, Jazz und zeitgenössische Musik mit Improvisationen.

Chassot spielte international in Konzerthäusern, darunter die Berliner Philharmonie, das Gewandhaus Leipzig, die Wigmore Hall in London und die Tonhalle Zürich.Klassik, Jazz und neue Musik auf dem Akkordeon. In: Trierischer Volksfreund. 27. März 2015.Mit Akkordeon und Zither auf Zeitreise. In: Rhein-Zeitung. 1. August 2019. Dabei arbeitete sie mit Dirigenten wie Simon Rattle, Riccardo Chailly, Heinz Holliger und David Zinman. Sie ist regelmässiger Gast bei internationalen Festspielen wie den Haydn Festspielen in Eisenstadt, dem Jazz Festival in Basel und den internationalen Kammermusiktagen, bei welchen sie 2021 zusammen mit dem Vogler-Quartett in Homburg auftrat.Paul Krick: Kammermusik mit neuen Klangfarben. In: Saarbrücker Zeitung, 2. Oktober 2021.

Weiterhin ist Chassot im Musiktheater aktiv; 2007 spielte sie Akkordeon in Roland Mosers Rahel und PaulineHanspeter Renggli: Musikalischer Briefwechsel. In: Der Bund. 14. September 2007. und 2024 verband sie das Akkordeonspiel mit einer schauspielerischen Tätigkeit im Stück Atemnoten.Jürg Kienberger tritt mit Viviane Chassot auf. In: Bündner Tagblatt. 8. Februar 2024.

Diskografie Chassot veröffentlichte bislang mehrere Alben. Für die ersten beiden spielte sie bearbeitete Klavierwerke von Haydn und Rameau ein. Neben Arrangements für Akkordeon nahm sie später auch Originalkompositionen auf,Duo Akkordeon und Violoncello. In: Aargauer Zeitung. 29. Januar 2013. darunter Musik von Stefan Wirth, Heinz Holliger, Rudolf Kelterborn, Helena Winkelman und Bernhard Lang.

2009: Joseph Haydn: Sonatas. Klaviersonaten. (Genuin) 2011: Jean Philippe Rameau. Pièces de Clavecin. (Genuin)Klassik Poesie der Wandlung. In: Basler Zeitung. 22. Oktober 2011. 2014: New Horizons. Neue Horizonte der Akkordeonliteratur. (Genuin) 2016: Objets trouvés. Werke für Akkordeon und Zither. (Genuin)Zither trifft Akkordeon. In: Tiroler Tageszeitung. 11. Mai 2016. 2017: Haydn. Keyboard Concertos. (Sony Classical)Virtuoses im Seepark. In: Berner Zeitung. 25. März 2017.Rolf App: Haydn, mal anders. In: Der Rheintaler. 5. April 2017. 2019: Mozart. Keyboard Concertos. (Sony Classical) 2021: Pure Bach. Akkordeon Solo. (Prospero)Johannes Adam: Regio-CD Schweizer Bach. In: Badische Zeitung. 6. Mai 2021. 2023: Folk Flow. Akkordeon Solo. (Prospero)

Rezeption Chassot wird in den Medien vor allem für ihr technisches Verständnis und die daraus resultierende vielfältige Nutzung des Akkordeons gewürdigt. Das Magazin Pizzicato sagt ihr eine «phänomenale technische Beherrschung» nach. Im Musikmagazin Rondo heisst es: «In den Händen der in Zürich geborenen Virtuosin wird das Instrument geradezu sinnlich und entfaltet ein riesiges Spektrum.»

Auszeichnungen (Auswahl) 2004: Kranichsteiner Musikpreis 2015: Swiss Ambassador Award 2021: Schweizer Musikpreis 2022: Opus Klassik, für das Album Pure BachJoseph Haydn mal anders. In: Luzerner Zeitung. 15. November 2022.

Weblinks Website von Viviane Chassot

Einzelnachweise

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