mini|Ross the Boss, 2018 Ross Friedman (* 3. Januar 1954 in der Bronx in New York City; † 26. März 2026) war ein US-amerikanischer Gitarrist, der vor allem während seiner Zugehörigkeit zur Metal-Band Manowar von 1980 bis 1989 als Ross the Boss bekannt wurde.
Musikalischer Werdegang The Dictators und Manowar In New York City kam Friedman 1973 als Gitarrist zur Punk-Band The Dictators. Nachdem er mit dieser Band unter dem Namen Ross Funicello drei Alben aufgenommen hatte, zog er nach Frankreich und arbeitete bei der Band Shakin’ Street. Während der „Heaven and Hell“-Tour von Black Sabbath (1980), bei der Shakin’ Street als Vorgruppe auftrat, lernte Friedman den Bassisten Joey DeMaio kennen, der damals als Pyrotechniker für Black Sabbath angestellt war.
Noch im selben Jahr gründeten Friedman und DeMaio die Metalband Manowar, mit welcher er sechs Alben aufnahm. 1988, nach Fertigstellung des Albums Kings of Metal, verließ er die Band jedoch und widmete sich seitdem Musik, die im Blues-Bereich angesiedelt ist. Unter anderem spielte er in der Band Manitoba’s Wild Kingdom, die zwischenzeitlich bei MCA unter Vertrag war, den Deal aber Ende 1990 wieder verlor. Erst im Sommer 2005 trat er im Rahmen des Earthshaker-Festivals wieder zusammen mit allen anderen aktuellen und ehemaligen Manowar-Mitgliedern auf. Seit etlichen Jahren spielte Friedman bei Brain Surgeons, einem Projekt des früheren Blue-Öyster-Cult-Schlagzeugers Albert Bouchard.
Die Band Ross the Boss
Im April 2006 trat Friedman zusammen mit der deutschen Manowar-Coverband Men of War auf dem Keep-It-True-Festival auf, um Lieder der ersten sechs Manowar-Alben zu spielen. Im Juni 2006 gab Friedman auf seiner Internetseite bekannt, Men of War zu seiner offiziellen Band ernannt zu haben. Ross the Boss war von diesem Zeitpunkt an nicht nur Friedmans Künstlername, sondern auch der einer Band. So sollten dann nicht nur alte Manowar-Klassiker nachgespielt, sondern auch neue Lieder geschrieben werden. Ein Lied namens We Will Kill wurde auf dem Rock Hard Festival 2007 vorgestellt. Die Musiker stammen aus der Region um Kaiserslautern und waren Mitglieder der Band Ivory Night (Patrick Fuchs, Gesang, und Carsten Kettering, Bass); Schlagzeuger Matthias Mayer spielte zum damaligen Zeitpunkt noch bei Divinus.
Neben der Arbeit am ersten Demo von Ross the Boss steuerte Friedman im Jahr 2007 Gastsoli auf der CD Epos der italienischen Heavy-Metal-Band Wotan und der MCD The Pnakotic Demos der deutschen Epic-Metal-Band Atlantean Kodex bei.
Ende 2007 unterschrieb die Band bei AFM Records und veröffentlichte am 22. August 2008 ihr erstes Album mit dem Titel New Metal Leader. Das Album enthält 11 Songs und erinnert an die älteren Werke von Manowar, die Ross the Boss mit seiner Gitarrenarbeit stark geprägt hat.
Im November 2008 ging Ross the Boss zusammen mit Sinner auf Tournee durch Spanien, Italien, die Niederlande, Deutschland und die Schweiz, um das Album New Metal Leader live zu bewerben.
2010 erschien das zweite Album der Band Ross the Boss, das den Namen Hailstorm trägt.
Death Dealer miniatur|hochkant|Ross the Boss mit Deathdealer (2015) 2012 wurde die Supergroup Deathdealer gegründet. Neben Friedman war mit Kenny Earl „Rhino“ Edwards (ex-Manowar, HolyHell, Angels of Babylon) am Schlagzeug ein weiteres ehemaliges Manowar-Mitglied in der Band. Die weiteren Mitmusiker waren Sänger Sean Peck (Cage, Empires of Eden), Gitarrist Stu Marshall (Empires of Eden, ex-Dungeon, Paindivision) und Bassist Mike Davis (Halford, ex-Lizzy Borden).
Im Juni 2013 erschien ihr Album War Master Im November 2013 gab Rhino seinen Ausstieg bekannt. Er wurde ersetzt durch den ehemaligen Into-Eternity-Schlagzeuger Steve Bolognese.
Die Veröffentlichung eines ursprünglich für 2014 anvisierten Albums erfolgte 2015, dieses trug den Namen Hallowed Ground.
Im Januar 2026 erschien das Album Reign of Steel.
Produzent
Zeitweise trat Ross Friedman auch als Produzent in Erscheinung.
1983 produzierte er für Anthrax die 7" Soldiers of Metal. 1984 produzierte er für Blacklace einige Songs auf deren Album Unlaced.
Privates Im Februar 2026 machte Friedman seine ALS-Erkrankung öffentlich. Nach einigen Monaten unklarer Symptome, die zuerst auf kleine Schlaganfälle zurückgeführt wurden, erfolgte die Diagnose. Zu dem Zeitpunkt, als sein Verleger dies den Medien mitteilte, war Friedman schon nicht mehr in der Lage, Gitarre zu spielen. Er starb am 26. März 2026 an den Folgen seiner Erkrankung. Ross Friedman wurde 72 Jahre alt.
Diskografie
Mit The Dictators siehe The Dictators#Diskografie
Mit Manowar siehe Manowar#Diskografie
Mit Brain Surgeons 2004: Black Hearts Soul 2006: She Denial of Death
Mit Manitoba's Wild Kingdom 1990: ...And You?
Mit Shakin’ Street 1980: Shakin´ Street 1989: Live and Raw 2004: Live
Ross the Boss 2008: New Metal Leader 2010: Hailstorm 2018: By Blood Sworn 2020: Born of Fire 2023: Legacy of Blood, Fire & Steel
Death Dealer 2013: War Master 2015: Hallowed Ground 2026: Reign of Steel
Gastbeiträge 1994: Heyday: Heyday 1997: The Hellacopters: Payin´ the Dues (Psyched Out and Furious) 2002: Majesty: Sword and Sorcery 2004: Thunderbolt Patterson with Ross the Boss 2005: Dawnrider: Fate Is Calling Part I 2006: The Thunderbolts – The Thunderbolts 2007: Wotan: Epos 2007: Atlantean Kodex: The Pnakotic Demos (MCD) 2009: Metalforce: Metalforce 2011: Burning Starr: Land of the Dead 2018: Bloody Times: Alliance, On A Mission (2019) 2021: Thor: The Ultimate Alliance 2021: Die Krupps: No More Heroes 2022: Nanowar of Steel: Armpits of Immortals
Weblinks
Offizielle Website von Ross The Boss Offizielle deutschsprachige Seite von Ross The Boss
Einzelnachweise
Kategorie:Metal-Gitarrist Kategorie:Musiker (Vereinigte Staaten) Kategorie:Manowar Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1954 Kategorie:Gestorben 2026 Kategorie:Mann