Manuela Hartel (* 1971 in Leutkirch im Allgäu) ist eine deutsche Video-, Installations- und Performancekünstlerin. Sie lebt und arbeitet in München und am Starnberger See.
Leben und Schaffen Manuela Hartel wuchs im Allgäu auf. Nach einer Ausbildung als Keramikerin studierte sie zunächst Gesang und Performance am American Institute of Music in Wien und am Centro Professione Musica in Mailand. Danach studierte sie Medienkunst an der Akademie der Bildenden Künste München und wirkte im Anschluss bei Klaus vom Bruch als künstlerische Mitarbeiterin.
Als Künstlerin arbeitet sie bei ihren performativen Video- und Lichtinszenierungen mit Stimme und Text, integriert in Bühnenbild oder Videomapping. Mit ihren Videoprojektionen verwandelt sie Räume, Fassaden und Landschaftselemente in illusionistische Orte und realisiert Performances und multimediale Installationen in Innen- wie Außenräumen. Dabei arbeitet sie bevorzugt mit Neuer und elektronischer Musik wie von Stavros Gasparatos, Mark André, Rainer von Vielen, Konstantia Gourzi, Anne Clark oder Felix Leuschner.
Hartels Arbeiten waren u. a. in der Pinakothek der Moderne München, im Museum of Contemporary Art Shanghai, auf der Venedig Biennale, bei MUTEK Montreal, im ZKM Karlsruhe sowie im Haus der Kunst München zu sehen. Sie realisierte unter anderem verschiedene Videoarbeiten für Theater-, Oper- und Musikinstitutionen wie die Bayerische Staatsoper, das Staatstheater Stuttgart, die Deutsche Oper am Rhein, das Opernhaus Halle und für die Münchner Philharmoniker.
Ein Schwerpunkt Hartels Einzelarbeiten sind Räume und deren Erweiterung mit Hilfe raffinierter Projektionsflächen und -stoffe für ihre Videoarbeiten – bis in transzendentale Bereiche, womit ihre Arbeiten stets auch eine spirituelle Dimension bekommen. Für alle Arbeiten gilt dabei: „Das Licht ist mein Arbeitsmittel.“ (Das Interview ab Minute 14:30')
Gruppenausstellungen (Auswahl) 2017: No Weapon Formed Against Me Shall Prosper, Bodenlos III, Kunsthaus Zofingen 2019: DO ENTER DO EXIT, Universal Data, MACAM Biennale 2019, Beirut 2022: Fokus Europa II+III, Europäisches Kunstforum Oberbayern 2023: NARROWNESS (Installation), Museum Starnberger See 2023: Momentum – die Kunst des Augenblicks, Neues Museum Nürnberg
Performances (Auswahl) 2017: Electra Electro (Multimediales Musiktheater mit Tanz und Video), Parco dei Tempi, Agrigent 2018: Embrace (Video-Musik-Performance), Echolot Festival für Neue Musik 2020: Waldrand Attitüde (Licht- und Klangperformance), Stiftung Kunst und Natur, Nantesbuch 2021: melaTONin (Video-Musik-Performance), Celler Kunstmuseum 2022: reverberation structure (Video-Raum-Klang-Installation), Kulturtag am Alten Gaswerk, Augsburg 2022: Mensch – Klang – Raum – Moderne (Lichteffekte), Streichquartett-Nacht Pinakothek der Moderne 2023: Eine Schöpfungsgeschichte, nächtlich betrachtet (Performance und Lichtinstallation), Kunsträume am See 2023: Beyond Holy Night: Ein Weihnachtskonzert (Videoprojektionen), Brainlab Culture Program
Stipendien 2005 Arbeitsstipendium „Digitale Kulturen“, Bayerisches Staatsministerium für Bildung 2021 Kunststipendium Bezirk Oberbayern
Projektförderungen (Auswahl) 2018: Biehler von Dorrer Stiftung München, Projektförderung „BELOVED!“, Documenta11 in Athen 2019: Evangelische Stadtakademie München, Kirche in Bayern Kunstpastoral, Artist in Residence, Eschenau 2022: digital art space München, Projektentwicklung RUACH, Ausstellung HAUCH 2023: Curt Wills Stiftung, Projektförderung
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