Greet Grottendieck (* 22. Februar 1943 in Den Haag) ist eine niederländische Bildhauerin.
Leben und Werk Greet Grottendieck wurde 1943 in Den Haag als jüngstes von fünf Kindern geboren. Ihre Eltern waren Jo van Ruth und Jan H. Grottendieck, der ein Fahrrad-/Mopedgeschäft mit Transportabteilung in der Nunspeetlaan in Den Haag und später auch ein Fahrradgeschäft in Loosduinen betrieb. Sie besuchte die Grundschule in der Haviklaan in Den Haag und anschließend die R.K. Meisjes Mulo („Meer Uitgebreid Lager Onderwijs“) in der Braamstraat, die beide von Nonnen geführt wurden. Mit zwölf Jahren nahm sie am kreativen Unterricht teil, der von Studenten der Vrije Academie in Den Haag erteilt wurde. Im Alter von 15 Jahren verließ sie die Schule und arbeitete im väterlichen Betrieb. Sie gestaltete unter anderem die Schaufenster, malte die Hintergründe und fertigte bewegliche Puppen für die Auslage. 1965 heiratete sie und ließ sich mit ihrem Mann in der Veluwe in der Provinz Gelderland nieder, wo ihre zwei Söhne und ihre Tochter geboren wurden.Kop in t zand. In: Flevoland Erfgoed. Cultureel erfgoed en kunst in Flevoland. Abgerufen am 24. Februar 2024History. In: greetbeeldeninbrons.nl. Abgerufen am 24. Februar 2024
Neben der Kindererziehung begann Greet Grottendieck mit Ton zu modellieren und besuchte einen Modellierkurs bei Jet Schep im Kreativzentrum von Epe, arbeitete ansonsten aber autodidaktisch. Erst später belegte sie zwischen 1980 und 1982 an der Volksuniversiteit in Apeldoorn einen Kurs für kreatives Kunsthandwerk. Im Jahr 1984 erhielt sie mit De mulder ihren ersten öffentlichen Auftrag über eine Bronzefigur in Vaassen, weitere Aufträge folgten regelmäßig.
mini|Maarten van Rossum 1989 wurde ihre Ehe geschieden und 1993 kaufte Greet Grottendieck gemeinsam mit ihrem neuen Partner Jan Kragt das Haus mit Atelier „'t Roepenes“ in Wenum-Wiesel und schuf auch einen Skulpturengarten.Nieuw beeld ‘De Eiervrouwtjes’ laat historie Nieuwe Markt zien. In: RTV Focus vom 19. September 2018. Abgerufen am 24. Februar 2024 2012 zog sie mit Jan Kragt nach Apeldoorn und danach nach Emst in ein Haus mit Atelier.
Greet Grottendiecks Skulpturen sind naturalistisch, ihr Stil figurativ. Ihre Figuren werden nach einem aus Ton geformten Modell in Bronze gegossen. Zu ihren Motiven gehören hauptsächlich lebensechte Bronzeskulpturen von Menschen und Tieren. Charakteristisch für ihre Arbeit ist die besondere Einbettung der Figuren in den öffentlichen Raum, die sie gleichsam mitten unter die Menschen stellt, wie bei Twee kinderen und De fietster. So steht auch Königin Wilhelmina nicht auf einem Podest, sondern mitten auf dem Kirchplatz, und bei den Skulpturen von Maarten van Rossumm und Jan Bronbeek bieten die Bänke, auf denen sie sitzen, Platz für rastende Menschen.
Werke im öffentlichen Raum (Auswahl) Spelende kinderen, Brunholdplaats 5, Vaassen 1985: De mulder, Molenstraat/Jan Mulderstraat, Vaassen 1987: De fietster, Beekstraat/Emmastraat, Epe, gestohlen 2011 und 2012 ersetzt 1990: De geboorte van Athena, Kastanjelaan 17, Apeldoorn 1992: Vissend jongetje, NunspeetRené Arendsen: Beeldhouwster Greet Grottendieck (80) weet van geen ophouden. In: Omroep Gelderland. Abgerufen am 24. Februar 2024
1992: Mens-erger-je-niet: Man, St. Crusiusweg, Epe; Vrouw, Grotenkampstede, Vaassen; Jongen, Ds. Van Rhijnstraat, Emst; Meisje, Het Duivenslag, Oene; Gemeinde Epe 1994: Haan met kippen, Wenum, Apeldoorn 1995: Twee kinderen, Dr. Kuyperlaan, Barneveld 1995: Meisje bij waterkraan, Bredaseweg, Tilburg 1997: Maarten van Rossum, Vaassen 1997: Trainer met pupillen, Oene, Gemeinde Epe 1997: Drie eiervrouwtjes, Kosterstraat, Vaassen 1998: Honderd jaar vorstinnen, Hoofdstraat/Pastoor Somstraat, Epe 1998: Königin Wilhelmina, Kerklaan/Loolaan, Apeldoorn 1998: De vechtertjes, Avervoordseweg, De Vecht, Voorst 1998: Brandweermannen, G.P. Duuringlaan/Ugchelseweg, Ugchelen, Apeldoorn 1999: Jan Boer, Bronzebüste, Kloosterweg, Rottum, Het Hogeland 1999: Wilhelmina, Weikamp/Kerkenmaat, Bunschoten 2001: Johan Willem Friso, Gedenktafel, Hafen, Moerdijk 2004: Kop in 't zand, Teil der Kunstroute „Huisje, boompje, beestje, een wandeling langs kunst op kniehoogte“, Verhagenlaan, Emmeloord Twee Struisvogels, Haagweg 392, BredaPrincenhage. In: Kunst in Breda. Abgerufen am 24. Februar 2024 2005: Baby in bloem, Katholischer Friedhof Vaassen 2006: Moluks monument, Kouwenaarspad/Seringenhof, Vaassen 2009: Marius Cornelis van Houten, Büste, Museum der Koninklijke Marechaussee im ehemaligen Königlichen Waisenhaus, Buren 2013: Jan Bronbeek, Park Bronbeek, ArnhemBrons. In: greetbeeldeninbrons.nl. Abgerufen am 24. Februar 2024Greet Grottendieck. In: vanderkrogt.net. Abgerufen am 24. Februar 2024
Weblinks
Website Greet Grottendieck
Einzelnachweise
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