Der Eschelbach ist ein Bach im Stadtgebiet von Neuenstein im baden-württembergischen Hohenlohekreis. Nach 2 km langem Lauf nach etwa Westnordwesten mündet er am unteren Ortsrand von Neuenstein von links in den Epbach. Er fließt aus seinen Oberläufen Eichholzbach und Rotbächle zusammen. Mitsamt dem längeren linken Eichholzbach, der in der Waldgemarkung von Waldenburg entspringt, ist er 4 km lang.

Geographie Der Eschelbach entsteht im Dorf Eschelbach von Neuenstein durch den verdolten Zusammenfluss seiner fast bis zuletzt offen fließenden Oberläufe Eichholzbach und Rotbächle unter der Einmündung des Hangwegs in die Kelterstraße auf etwa .

Linker Oberlauf Eichholzbach Der Eichholzbach ist der längere linke Oberlauf des Eschelbach. Er entspringt südöstlich über Eschelbach am steilen, blockschuttreichen Waldhang im Gewann Krebsklinge noch auf der Stadtgemarkung von Waldenburg, weniger als einen halben Kilometer westlich des zu diesem gehörigen Albert-Schweitzer-Kinderdorfs auf der Hochfläche der Waldenburger Berge. Er hat mehrere, nur unbeständig wasserführende Quelläste von um 300 Metern Länge, die kleine Keuperklingen in den Hang eingeschnitten haben und im Mittel auf etwa beginnen.

Im Büschel nach Nordwesten laufend, vereinigen sie sich endgültig nach reichlich einem halben Kilometer auf etwa am unteren Hangfuß. Ab dort fließt der Eichholzbach, nunmehr auf Neuenstein-Eschelbacher Gemarkung, meist um einen Meter breit, geschlungen bis mäandrierend in einer Gehölzgalerie zwischen Wiesen und Äckern auf Eschelbach zu. Linksseits ist der Hang nun recht flach, während rechtsseits das Gelände über am Unterhang stehende Weinberge und den Wald darüber steil zum Spornplateau des Eichbergs (ca. ) ansteigt.

Auf dem Grund des Baches liegen Sand und Kies, stellenweise Steine, zuweilen fließt er auch über anstehenden Fels und stürzt kleine Fälle herab. Gleich nach dem Waldaustritt nimmt er von links einen letzten, nunmehr dauerhafter wasserführenden kurzen Bergbach auf, halben Wegs auf Eschelbach zu dann einen noch kürzeren, flach fließenden Offenlandbach. Gut hundert Meter vor der Ortsgrenze durchläuft er eine Gruppe von mit Dämmen angestauten Teichen, der einzige größere von ihnen liegt am rechten Ufer und ist weniger als 0,2 ha groß. Obgleich der Bachlauf im Ortsbereich an den Hinterhöfen vorbei weniger naturnah ist, stehen doch auch dort bis hin zur Kelterstraße weiterhin Bäume am Ufer.

Der Eichholzbach mündet nach 1,9 km langem Lauf mit mittlerem Sohlgefälle von etwa 63 ‰ rund 120 Höhenmeter unterhalb seines Ursprungs in der Krebsklinge. Sein Einzugsgebiet ist etwa 2,3 km² groß.

Rechter Oberlauf Rotbächle Der kürzere rechte Oberlauf Rotbächle des Eschelbachs beginnt seinen Lauf etwa 0,7 km südwestlich des Neuensteiner Dorfes Kesselfeld am nördlichen Bergfuß des Eichbergs auf etwa in einem Feldgehölz zwischen einer Wiese und einem Acker. Er wendet sich früh auf westlichen Lauf, zunächst in einem recht geraden, aber doch bald von Gehölz am Ufer begleiteten Graben. Nachdem von links ein zweiter Quellast aus der Hölle zugeflossen ist, der auch einen Teich in einer ehemaligen Tongrube entwässert, weitet sich die Begleitgalerie im Gewann Koppen zu einem Auenwäldchen aus rechtsseits Erlen und Eschen, linksseits am steileren Bergfuß Eichen, Hainbuchen und Haseln.

Dieses als Naturdenkmal geschützte Feuchtgebiet durchläuft der Bach allenfalls einen Meter breit in natürlichen Mäandern mit steilen Prall- und flachen Gleithängen, das Sediment auf dem Bachgrund ist schlammig bis sandig.

Nach einem Viertelkilometer endet das Wäldchen und das Rotbächle fließt nun, teils von einem schmalen Wiesenstreifen getrennt, zwischen Obstwiesen, jenseits der linken ziehen sich die Weinberge wenig entfernt den Eichberg-Hang hinauf. Anfangs ist der Bach noch von einer Galerie begleitet, doch bald sind die Ufer kahl. Nach dem Eintritt in die Ortskontur von Eschelbach stehen anfangs wieder Bäume am Lauf, der erst an der Kelterstraße in eine Verdolung eintritt.

Das Rotbächle mündet nach 1,3 km langem Lauf mit mittlerem Sohlgefälle von etwa 28 ‰ rund 35 Höhenmeter unterhalb seines Ursprungs. Es hat ein etwa 1,2 km² großes Einzugsgebiet.

Verlauf Der auf etwa unterirdisch unter der Kelterstraße in Eschelbach entstandene Eschelbach fließt verdolt unter dieser Hauptstraße des Dorfes westwärts und erst auf dem letzten Viertelkilometer vor dem unteren Dorfrand wieder offen.

Unterhalb des Ortes fließt der Bach geschlungen, um zwei Meter breit und bis zwei Meter eingetieft zwischen bis zu 100 % steilen Böschungen über lehmigen bis sandigen Grund. Mancherorts sind Sohlschwellen eingebaut. Ihn begleitet ein zuweilen aussetzendes Gehölz am Ufer, in dem vor allem Fahlweiden, Eschen und Schwarzerlen stehen. Stellenweise zeigt der Bach Ansätze, Steil- und Prallufer auszubilden.

In den linksseits liegenden Gewannen Bodenwiesen und Burkhardsfeld läuft der Bach am rechten Rand seiner Aue, früher lief dort in beiden ein gut 200 Meter langer, von Quellen am linken Hang gespeister Auenbach dem Eschelbach parallel, der etwas nach der Wendung des Tales nach Nordwesten in diesen einmündete. Von ihm ist in den Ackerflächen der beiden flurbereinigten Gewanne heute nichts mehr zu erkennen. Im alten Mündungsbereich liegt dagegen heute auf etwa ein unter 0,2 ha großer, gehölzumrandeter Teich am linken Ufer.

Unterhalb des Teichs mäandriert der Eschelbach zwischen seiner weiterlaufenden Begleitgalerie, mit verursacht durch Schwarzerlen, die als Prallbäume sogar im Lauf stehen, und seine Bettbreite variiert stark. Die Eintiefung ist nun geringer. Nach der querenden Brücke eines Feldweges gibt es auch Uferabbrüche und kleine Anschwemmungen sind zuweilen am Laufrand abgelagert.

Etwa einen Viertelkilometer vor seiner Mündung unterquert der Eschelbach gleich nacheinander die dort noch dicht parallel geführten Landesstraßen 1035 und dann 1051. Jenseits läuft er hinter einem Gewerbegebäude am unteren Ortsrand von Neuenstein vorbei und fließt dann gegenüber den Sportplätzen von Neuenstein auf von links in den unteren Epbach ein.

Der Eschelbach ist ab dem Zusammenfluss seiner Oberläufe in Eschelbach 2,6 km lang, hat auf dieser Strecke ein mittleres Sohlgefälle von etwa 13 ‰ und mündet etwa 35 Höhenmeter unterhalb dieses Zusammenflusses. Zusammen mit seinem längeren Oberlauf Eichholzbach ist er 4,5 km lang, hat ein mittleres Sohlgefälle von etwa 34 ‰ und mündet etwa 155 Höhenmeter unterhalb des Eichholzbach-Ursprungs.

Einzugsgebiet Der Eschelbach hat ein 5,2 km² großes Einzugsgebiet, dessen höchster Punkt auf dem Spornplateau des Eichbergs bei Waldenberg liegt und eine Höhe von etwa erreicht. Dieses liegt, wie der ganze Südosten des Einzugsgebiets mit etwa einem Drittel des Gesamtfläche, naturräumlich im Unterraum Waldenburger Berge der Schwäbisch-Fränkische Waldberge, die übrigen, tiefer gelegenen zwei Drittel gehören zur Öhringer Ebene des Unterraums Westliche Hohenloher Ebene der Hohenloher und Haller Ebene, dem tieferen Vorland der Berglandschaft.

Diese ist überwiegend mit Wald bestanden, während am westlichen Unterhang des Eichbergs Weinreben stehen und weites Weichbild aus Obstwiesen um den Ort Eschelbach liegt, beide Landnutzungen gibt es in kleinerem Maße auch anderswo. Das übrige Offenland in der Ebene wird, kleine Wiesenpartien an den Hangfüßen und um die flacheren Bachläufe ausgenommen, beackert.

Ungefähr der naturräumlichen Teilung entsprechend, gehört ein völlig unbesiedeltes, hochgelegenes knappes Drittel zur Stadt Waldenburg und der größere tiefere Teil zur Stadt Neuenstein. Dort liegt das Dorf Eschelbach um den Zusammenfluss der Oberläufe. Der einzige andere Siedlungsplatz ist der Wohnplatz Eichberg über dem Weinbauhang.

Reihum grenzen die Einzugsgebiete der folgenden Nachbargewässer an: Im Nordwesten fließt ein kurzer Bach wenig vor dem Eschelbach zum Epbach, der über die Ohrn in den unteren Kocher entwässert; im Nordosten liegt Einzugsgebiet des höher in den Epbach einmündenden Kesselbachs an; hinter einem kurzen südöstlichen Wasserscheidenabschnitt bei Waldenburg liegt das Quellgebiet der Bibers, eines Zuflusses des mittleren Kochers; im Süden liegt das Einzugsgebiet des Michelbachs, der vor dem Epbach in die Ohrn einfließt; an der Westsüdwestseite läuft der Söllbach als letzter Zufluss vor dem Epbach zur Ohrn.

Zuflüsse und Seen Hierarchische Liste einer Auswahl der Zuflüsse und klasse=noviewer|10px Seen und klasse=noviewer|10px Hochwasserrückhaltebecken von der Quelle zur Mündung. Gewässerlänge, Seefläche, Einzugsgebiet und Höhe nach den entsprechenden Layern auf der Onlinekarte der LUBW. Andere Quellen für die Angaben sind vermerkt.

Zusammenfluss des Eschelbachs auf etwa in Neuenstein-Eschelbach im Untergrund der Einmündung des Hangwegs in die Kelterstraße.

Eichholzbach, linker Oberlauf von Südwesten, 1,9 km und ca. 2,3 km². Entsteht auf etwa in der Krebsklinge weniger als 0,5 km westlich des Albert-Schweitzer-Kinderdorfs bei Waldenburg im Hangwald. (Waldbach vom Huiloch), von links und Süden auf etwa nach dem Waldaustritt am Hangfuß gegenüber dem Wohnplatz Neuenstein-Eichberg am mittleren Hang, über 0,4 km und ca. 0,2 km². Entsteht auf etwa am Huiloch im Hangwald. (Offenlandbach von Unter der Steige), von links und Südwesten auf etwa , über 0,2 km und ca. 0,1 km². Entsteht auf etwa am Feldweg zur Taggrube. klasse=noviewer|10px Passiert kurz vor dem Dorfrand von Eschelbach im Gewann Egerten einen Teich am rechten Unterhang auf etwa , unter 0,2 ha. Um diesen herum liegen einige weitere, deutlich kleinere Teiche. Rotbächle, rechter Oberlauf von Osten, 1,3 km und ca. 1,2 km². Entsteht auf etwa ca. 0,7 km südwestlich von Neuenstein-Kesselfeld an der Hölle. (Bach aus der Hölle), von links und Südosten auf etwa wenig unterhalb des Rotbächle-Ursprungs, ca. 0,4 km und unter 0,2 km². Entsteht auf etwa . klasse=noviewer|10px Entwässert einen Teich am linken Unterhang auf etwa , unter 0,2 ha. klasse=noviewer|10px Passiert unterhalb von Eschelbach einen am linken Ufer liegenden Teich auf etwa , unter 0,2 ha.

Mündung des Eschelbachs von links und Ostsüdosten auf an einem Gewerbegebäude gegenüber den Sportplätzen am unteren Ortsrand von Neuenstein in den unteren Epbach. Der Bach ist selbst 2,6 km lang, zusammen mit seinem längeren linken Oberlauf 4,5 km, und er hat ein 5,2 km² großes Einzugsgebiet.

Geologie Das gesamte Einzugsgebiet liegt im Keuper. Oben auf dem Waldenburger Berge liegt ein Streifen des diese bedeckenden Kieselsandsteins (Hassberge-Formation) am Rande des Einzugsgebietes. Darunter am Hang streichen nacheinander die Unteren Bunten Mergel (Steigerwald-Formation), in dem die nächsten Quellen des Eichholzgraben entspringen, dann ein schmales Band von Schilfsandstein (Stuttgart-Formation) und schließlich der Gipskeuper (Grabfeld-Formation) aus, in dem das Rotbächle entsteht. Die untersten Abschnitte beider Quellbäche erreichen kurz vor dem Ortsrand von Eschelbach den Lettenkeuper (Erfurt-Formation), in dessen Schichthöhe der Eschelbach dann weiter bis zur Mündung läuft.

Auf den nicht sehr hohen Hügeln beidseits des Eschelbachs liegt Lösssediment aus quartärer Ablagerung. Der Eichholzgraben hat ein obenhin in die höheeen Keuperschichten verzweigtes, im Gipskeuper gegen das Dorf zu recht breites Band von Schwemmland eingelagert. Um das Rotbächle liegt ein Auenlehmband und auch der Eschelbach verläuft vom unteren Ortsrand Eschelbachs in einem solchen bis zur Mündung.

Der Teich linksseits des Rotenbächle-Zuflusses etwa 1,3 km östlich von Eschelbach ist eine unter Wasser stehende ehemalige Tongrube. Der Abbau ging auf die Dunkelroten Mergel im mittleren Gipskeuper.

Schutzgebiete