Friedrich Wilhelm von Oesfeld (* 16. November 1736 in Potsdam; † 27. September 1807 ebenda, bis 1786 Friedrich Wilhelm Oesfeld) war ein preußischer Beamter und Wirtschaftswissenschaftler.
Leben Seine Eltern waren der Prediger in Berlin und Inspekteur des Militär-Waisenhauses in Potsdam Johann Friedrich Oesfeld (1709–1746) und dessen Ehefrau Johanna Sophie Thering (1717–1792). Sein jüngerer Bruder war der Kartograph Carl Ludwig von Oesfeld.
Er studierte in Halle, wurde 1758 Hof-Fiscal und zunächst Advokat beim Stadtgericht Frankfurt (Oder). Durch einstimmige Wahl der Kreisstände wurde er 1765 Kreiseinnehmer für den Zauchekreis in Potsdam, wozu ihm König Friedrich II. den Charakter als Hofrat verlieh. 1769 wurde er landschaftlicher Zinsenmeister und 1782 Direktor des dem großen Militär-Waisenhause zuständigen Lombard- oder Pfandleihinstituts. Im Jahr 1786 wurde er Geheimer Kriegsrat und gemeinsam mit seinem Bruder geadelt. Er war Verfasser verschiedener wissenschaftlicher Werke.
Familie Er heiratete 1766 Friederike Karoline von Hoffmann (1748–1806), eine Enkelin des Mediziners Dr. Friedrich Hoffmann, die nach der Scheidung 1787 den General Friedrich Wilhelm von Rohdich heiratete. In zweiter Ehe war er mit Johanne Friederike Amalie Luise von Perbandt (1766–1801) verheiratet. Das Paar hatte mehrere Kinder: Johann Ernst Wilhelm (1795–1874), Oberstleutnant Karl Friedrich (1797–1813, gefallen), Leutnant Karl Ludwig Ernst (1800–1876), Hofpostsekretär
Werke Versuch einer Anleitung zur Finanz-Rechnungswissenschaft und Verwaltung öffentlicher Cassen. 1773 Entwurf eines Dorfbuchs. 1774 Über die Eidesleistungen. 1779
Literatur [darin auch Friedrich Wilhelm abgehandelt] Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser 1912. Sechster Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1911, S. 694. Volltext
Einzelnachweise
Kategorie:Geheimer Kriegsrat Kategorie:Beamter (Preußen) Kategorie:Nobilitierter (Preußen) Kategorie:Preuße Kategorie:Geboren 1736 Kategorie:Gestorben 1807 Kategorie:Mann