Die Liste von Zwischenfällen mit der Douglas C-124 zeigt eine Übersicht über Zwischenfälle mit Todesfolge oder Totalschaden von Flugzeugen des Typs Douglas C-124 Globemaster II.
Zwischen dem Erstflug 1949 und dem Betriebsende 1974 wurden insgesamt 62 der 448 gebauten C-124 Globemaster II zerstört oder irreparabel beschädigt. Bei 38 der Totalverluste kamen 590 Menschen ums Leben.Verluststatistik der Douglas C-124 Globemaster, Aviation Safety Network WikiBase (englisch), abgerufen am 7. Januar 2025. Vollständige Liste:
1950er-Jahre Am 23. März 1951 verunglückte eine C-124A der United States Air Force (USAF) (Luftfahrzeugkennzeichen 49-0244) etwa 720 km westlich von Shannon (Irland) im Nordatlantik. Alle 53 Insassen starben, neun Crewmitglieder und 44 Passagiere. Es war der erste Totalverlust einer C-124 und deren erster tödlicher Unfall.
Am 23. Mai 1951 brannte eine C-124A (49-0232) aus. Nahe New Lisbon (Indiana) kollidierte sie bei einem Notlandungsversuch mit einem Baum, stürzte in ein Feld und fing Feuer. Sieben der zwölf Crewmitglieder starben.
Am 4. April 1952 kollidierte eine Douglas C-124A Globemaster II der United States Air Force (USAF) (50-1260) mit einer Douglas DC-3/VC-47D der USAF (45-926) 9 Kilometer nördlich der Mobile-Brookley Air Force Base (Alabama, USA). Beide Maschinen stürzten ab und gingen in Flammen auf. In der C-124 kamen alle 6 Besatzungsmitglieder ums Leben, in der DC-3/VC-47 alle 9 Insassen.
Am 22. November 1952 stürzte eine C-124A (51-0107) auf dem Flug zum Stützpunkt Anchorage-Elmendorf rund 90 km östlich der Stadt Anchorage in den Bergen Alaskas ab. Alle 52 Insassen kamen ums Leben. Retter, die erst Ende 1952 in die Nähe der Absturzstelle vordringen konnten, konnten nichts finden. Das Wrack versank in einem Gletscher; erste Teile kamen im Jahr 2012 etwa 20 Kilometer entfernt von der Unfallstelle zutage. Im Juni 2014, also mehr als 60 Jahre nach dem Absturz, wurden 17 Leichen geborgen und identifiziert.
Am 20. Dezember 1952 überschlug sich eine C-124A (50-0100) beim Start von der Larson Air Force Base, Moses Lake, Washington und fing Feuer. Die Ruderverriegelungen von Höhenruder und Seitenruder waren vor dem Start nicht deaktiviert worden, so dass die Maschine nicht steuerbar war. Von den 115 Menschen an Bord starben 87, nur 28 überlebten.
Am 18. Juni 1953 verunglückte eine C-124A (51-0137) kurz nach dem Start vom Militärflugplatz Tachikawa (Tokio, Japan), ausgelöst durch einen Triebwerksausfall. Eine Falschbedienung der Landeklappen führte dann zu einem Geschwindigkeitsverlust, das Flugzeug geriet außer Kontrolle, stürzte in ein Wassermelonenfeld und fing sofort Feuer. Es sollte mit 122 Passagieren nach Seoul-Gimpo fliegen. Alle 129 Personen an Bord starben beim schwersten Unfall einer C-124.
Am 25. Juni 1954 wurde eine Douglas C-124C Globemaster II der United States Air Force (USAF) (51-7272) auf der Larson Air Force Base (Moses Lake) (Washington, USA) bei einem Landeunfall irreparabel beschädigt. Es gab keine Todesfälle.
Am 2. Juli 1954 wurde eine Douglas C-124C Globemaster II der United States Air Force (USAF) (51-5210) bei einem Landeunfall auf dem Hopkinsville-Fort Campbell Army Airfield (Kentucky, USA) irreparabel beschädigt. Es gab keine Todesfälle.
Am 12. September 1954 meldeten die Piloten einer Douglas C-124C Globemaster II der United States Air Force (USAF) (52-1052) 12 Minuten nach dem Start von der Thule Air Base (Grönland) einen Notfall und kehrten zurück. Die Maschine, ursprünglich auf dem Rückweg zur Westover Air Reserve Base, stürzte einen Kilometer vor Thule ab. Von den 15 Insassen kamen 10 ums Leben.
Am 27. April 1955 landete eine vom Flughafen Churchill (Manitoba, Kanada) kommende C-124C (52-0991) vor der Landebahn am Zielflughafen Frobisher Bay (Nordwest-Territorien, Kanada) und brach auseinander. Alle 8 Besatzungsmitglieder überlebten den Unfall. Das Flugzeug wurde zum Totalschaden.
Am 15. Mai 1955 verunglückte eine Douglas C-124C Globemaster II der United States Air Force (USAF) (52-1088) nach dem Start von der Thule Air Base (Grönland) und wurde irreparabel beschädigt. Nähere Einzelheiten sind derzeit nicht verfügbar. Alle sieben Besatzungsmitglieder überlebten den Unfall.
Am 6. September 1955 verunglückte eine Douglas C-124C Globemaster II der United States Air Force (USAF) (50-097) während des Starts von der Albuquerque-Kirtland Air Force Base (New Mexico, USA) bei starkem Seitenwind. Das Flugzeug wurde irreparabel beschädigt. Von den 69 Insassen kam einer ums Leben.
Am 20. November 1955 stürzte eine Douglas C-124A Globemaster II der United States Air Force (USAF) (51-149) kurz nach dem Abheben vom Militärflugplatz Iwo Jima (Japan) steil nach links neben die Startbahn zurück. Das Flugzeug wurde durch das ausgebrochene Feuer vernichtet. Die Ursache war vermutlich ein Kurzschluss im Propellersystem Nr. 1 (links außen), wodurch die Propellerblätter in Umkehrschub gingen. Alle 11 Insassen, neun Besatzungsmitglieder und 2 Passagiere, kamen ums Leben.
Am 2. März 1956 musste eine Douglas C-124C Globemaster II der United States Air Force (USAF) (53-021) auf dem Weg vom Flughafen Keflavík (Island) in die USA 385 Kilometer südwestlich von Island notgewassert werden, nachdem Probleme mit den Triebwerken aufgetreten waren. Alle 17 Insassen, Besatzungsmitglieder und Passagiere, kamen ums Leben.
Am 7. April 1956 kam es an einer Douglas C-124C Globemaster II der United States Air Force (USAF) (52-1078) in 30 Meter Höhe beim Start von der Travis Air Force Base (Kalifornien, USA) zu einem Strömungsabriss. Die Maschine kippte über eine Tragfläche ab, stürzte zu Boden und ging in Flammen auf. Nach dem Bericht wurde der Absturz auf eine fehlerhafte Montage der Höhen- und Querruder-Steuerseile im Flugzeug zurückgeführt. Von den sieben Besatzungsmitglieder wurden 3 getötet.
Am 16. Juni 1956 wurde eine Douglas C-124A Globemaster II der United States Air Force (USAF) (51-5183) 400 Meter vor der Landebahn am Militärflugplatz Eniwetok (Marshallinseln) aufgesetzt und irreparabel beschädigt. Es gab keine Todesfälle.
Am 16. August 1956 geriet eine Douglas C-124A Globemaster II der United States Air Force (USAF) (51-156) bei der Landung auf dem Flughafen San Salvador (Bahamas) von der Landebahn ab. Das Flugzeug rutschte von der Landebahn hinunter und kam schließlich mit dem Cockpit in einem geschätzten Winkel von 60 Grad nach rechts gekippt zum Stehen. Das Flugzeug hatte sich um etwa 145 Grad nach rechts gedreht. Die Besatzung im Cockpit entkam durch das Fenster des Kopiloten und brachte sich in Sicherheit. Von den 13 Besatzungsmitgliedern kam eines ums Leben.
Am 21. August 1956 stürzte eine C-124A der United States Air Force (USAF) (52-1005) nahe der Morrison Air Force Base in West Palm Beach (Florida, USA) in eine Baumschule. Die Maschine befand sich auf einem Trainingsflug in der Platzrunde, als sich die Propellermanschette des Triebwerks Nr. 2 (links innen) löste, durch den Rumpf geschleudert wurde und die Steuerseile der rechten Motoren Nr. 3 und 4 durchtrennte. Von den sechs Besatzungsmitgliedern kamen drei ums Leben.
Am 3. Oktober 1956 wurde eine Douglas C-124C Globemaster II der United States Air Force (USAF) (53-033) im Anflug auf die Charleston Air Force Base (South Carolina, USA) so tief angeflogen, dass sie 1,4 Kilometer vor der Landebahn mit Bäumen kollidierte. Die Besatzung war schon fast 20 Stunden im Dienst gewesen. Bei diesem CFIT (Controlled flight into terrain) wurden 3 der 10 Insassen getötet.
Am 28. November 1956 brach an einer Douglas C-124C Globemaster II der United States Air Force (USAF) (52-1015) bei der Landung auf dem McMurdo Station-Williams Field (Antarktis) das Bugfahrwerk zusammen. Das Flugzeug wurde irreparabel beschädigt. Alle 17 Insassen, Besatzungsmitglieder und Passagiere, überlebten den Unfall.
Am 15. Januar 1957 wurde eine C-124A (52-1027) zerstört, als auf der McChord Air Force Base zwei Wartungshangars ausbrannten. Die anwesenden Personen konnten sich noch rechtzeitig retten.
Am 27. Januar 1957 fing an einer Douglas C-124C Globemaster II der United States Air Force (USAF) (50-088) kurz nach dem Start von der Elmendorf Air Force Base (Alaska, USA) ein Triebwerk Feuer. Den Piloten gelang es nicht, zum Stützpunkt zurückzukehren. Stattdessen wurde eine Notlandung auf dem Eis des Cook Inlet durchgeführt, etwa 20 Meter vom Ufer entfernt. Das Flugzeug wurde irreparabel beschädigt. Alle 12 Insassen, Besatzungsmitglieder und Passagiere, überlebten den Unfall.
Am 22. Februar 1957 löste sich von einer C-124A (51-0141) beim Start vom Flughafen Seoul-Gimpo ein Propellerblatt, durchschlug den Rumpf, zerriss dabei die Steuerseile von Querruder und Seitenruder und tötete vier Passagiere. Ein weiteres Propellerblatt traf das Nachbartriebwerk und setzte es außer Betrieb. Als einzige Möglichkeit blieb nur die Notlandung auf einer Sandbank des Han-Flusses, wobei das Oberdeck nach unten durchbrach. Das Flugzeug sollte mit 149 Passagieren zum Militärflugplatz Tachikawa (Tokio, Japan) fliegen; von den 159 Personen an Bord kamen 21 ums Leben.
Am 2. April 1957 schlug eine Douglas C-124A Globemaster II der United States Air Force (USAF) (51-5176) im Endanflug auf den Flughafen Cambridge Bay (Nordwest-Territorien, Kanada) gegen einen Kieswall und wurde irreparabel beschädigt. Es gab keine Todesfälle.
Am 31. August 1957 wurde eine Douglas C-124C Globemaster II der United States Air Force (USAF) (52-1021) im Anflug auf den Flughafen El Paso (Texas, USA) 4 Kilometer nordöstlich davon bei ungünstigem Wetter in den Boden geflogen. Durch diesen CFIT (Controlled flight into terrain) wurden von den 15 Insassen 5 getötet.
Am 4. September 1957 wurde eine Douglas C-124A Globemaster II der United States Air Force (USAF) (51-5173) im Endanflug auf den Flughafen Binghamton (New York, USA) gegen eine Böschung geflogen und stürzte auf die Landebahn. Die Maschine sollte 18,2 Tonnen Ausrüstung nach Binghamton transportieren. Diesen CFIT (Controlled flight into terrain) überlebten alle 9 Besatzungsmitglieder.
Am 28. November 1957 wurde eine Douglas C-124C Globemaster II der United States Air Force (USAF) (52-0995) beim Anflug 10 Kilometer vor dem Flughafen Ankara-Esenboğa (Türkei) in hügeliges Gelände geflogen. Das Transportflugzeug kam mit acht Besatzungsmitgliedern und Fracht von der Wheelus Air Force Base (Libyen). Durch diesen CFIT (Controlled flight into terrain) wurden von den acht Insassen 3 getötet.
Am 27. März 1958 kollidierte eine Douglas C-124C Globemaster II der United States Air Force (USAF) (52-0981) 3 Kilometer nordnordwestlich von Bridgeport (Texas) (USA) im Flug mit einer Fairchild C-119 Flying Boxcar der USAF. Beide Maschinen stürzten ab. Alle 15 Insassen, fünf Besatzungsmitglieder und 10 Passagiere, kamen ums Leben, außerdem alle 3 Besatzungsmitglieder der C-119.
Am 3. Juni 1958 verunglückte eine Douglas C-124A Globemaster II der United States Air Force (USAF) (51-114) kurz nach dem Start von der Fairfield-Travis Air Force Base (Kalifornien, USA). Die Maschine war direkt vorher im Douglas-Herstellerwerk in Long Beach überholt worden. In etwa 900 Metern Höhe kippte die linke Tragfläche plötzlich nach unten und das Flugzeug schlug in einer Steilkurve nahe einer Landstraße auf, 800 Meter südwestlich der Startbahn. Von den 8 Insassen wurden 6 getötet.