Johanna Martina Margaretha Maria „Anita“ Franken (* 3. Oktober 1957 in Zundert; † 1. Mai 2017 in Groningen) war eine niederländische Bildhauerin.

Leben Anita Franken wurde als ältestes Kind von Piet Franken und Ria Verheugt geboren. Der Vater war Zollbeamter beim Zoll an der belgischen Grenze und ihre Mutter war Krankenschwester, beschäftigte sich neben der Arbeit und Familie aber mit Malerei und Bildhauerei. Sie wuchs mit den jüngeren Schwestern Saskia und Martha in Zundert in Nordbrabant auf. Bedingt durch den Arbeitsplatzwechsel ihres Vaters zog die Familie Anfang der 1970er Jahre nach Groningen. Dort studierte Anita Franken von 1976 bis 1983 an der Kunsthochschule Academie MinervaPeter de Waard: ‘Mijn beelden scheppen hun eigen werkelijkheid’. In: De Volkskrant vom 12. Juni 2017. Abgerufen am 21. Februar 2024 und erhielt Unterricht in Bildhauerei bei Joggem de Graaf.Anita Franken. In: Beeldend BeNeLux Elektronisch (Lexicon). Abgerufen am 21. Februar 2024

Nach ihrem Studium ließ sie sich als bildende Künstlerin in Groningen nieder, schuf freie Arbeiten und Auftragswerke. 1988 heiratete sie den Groninger Filmproduzenten und Werbemacher Joost Leonard Alexander Baron de Smeth (* 1959), mit dem sie vier Kinder bekam. Dadurch hatte sie weniger Zeit für ihre Arbeit. Nach ihrer Scheidung 2007 nahm sie ihre künstlerische Arbeit wieder auf und arbeitete in ihrem Atelier in „De Biotoop“, dem ehemaligen Biologischen Zentrum der Universität Groningen in Haren.Beeldend kunstenares Anita Franken overleden. In: RTV Noord vom 4. Mai 2017. Abgerufen am 21. Februar 2024 Sie lehrte außerdem viele Jahre an der Klassieke Academie voor schilderkunst Groningen.Masai-volk inspireert beeldhouwster Franken. In: Nieuwsblad van het Noorden vom 26. Januar 1993, Groningen, S. 19. Abgerufen am 21. Februar 2024

Nachdem bei einer Freundin Blutkrebs diagnostiziert wurde, gründete Anita Franken den Verein Sterke Wijven. Im Mai 2016 wurde bei ihr selbst Lungenkrebs diagnostiziert. Sie starb im Mai 2017Anita Franken. Biografische Daten und Werke im Niederländischen Institut für Kunstgeschichte (niederländisch) an der Krankheit.

Werk Anita Franken gehörte der sogenannten Bewegung der „Unabhängigen Realisten“ an. Sie war Mitglied des Centrum Beeldende Kunst Groningen und der Beroepsvereniging Beeldende Kunstenaars (BBK).

Anita Franken schuf schwebende schlanke Frauen, die sie selbst als Märchenfiguren oder Göttinnen bezeichnete. Unter ihren Auftragsarbeiten finden sich auch Skulpturen von Männern, während ihre freie Arbeiten stets Frauen zum Thema hatten. Ihre im Bronzeguss ausgeführten Skulpturen sind realistisch dargestellt, aber die Körper sind länglich überzogen und die Gesichter sind nicht konkretisiert. „Die Hüften zeigen in eine andere Richtung als die Schultern und der Kopf ist oft im Nacken gedreht“. Viele ihrer Arbeiten befinden sich im öffentlichen Raum und das Museum Møhlmann in Appingedam verfügt über eine große Sammlung ihrer Werke.

Werke im öffentlichen Raum (Auswahl): 1991: Bambi. Hoogezand 1994: Joods monument / De laatste halte in het vaderland. Bronze, Kriegsmahnmal zum Gedenken an die zwischen 1940 und 1945 per Zug vom Durchgangslager Westerbork über Zuitbroek deportierten jüdischen Menschen, Zuidbroek, Provinz GroningenZuidbroek, ‘Joods monument’. In: Nationaal Comité 4 en 5 mei. Abgerufen am 21. Februar 2024 1995: Vrijheid. Wildervank, Provinz Groningen (2010 gestohlen)Bronzen beeld in Wildervank gestolen. In: Dagblad van het Noorden vom 23. März 2010. Abgerufen am 21. Februar 2024 2006: Op weg. Platz der Schulgemeinschaft Ubbo Emmius, Stationslaan, Stadskanaal 2012: De Bast. Boslaan 18, Onstwedde, Stadskanaal 2013: Evacuatie Monument Dennenoord / De helletocht. Bronze, Kriegsmahnmal zur Erinnerung an die Zwangsevakuierung von 528 Patienten und mehreren Krankenschwestern aus der psychiatrischen Klinik Dennenoord in Zuidlaren in der Nacht vom 27. auf den 28. März 1945 von Zuidlaren nach Franeker, Dennenoord, ZuidlarenTerrein Zuidlaren – Evacuatie Monument Dennenoord . In: Lentis Erfgoed. Abgerufen am 21. Februar 2024 Zwanger. Hortus Haren, Haren Laura. Sieradenbuurt, Almere Buiten

Ausstellungen (Auswahl) 1984: Martinihal, Groningen 1984: Galerie Wiek XX, Groningen 1984: Galerie d' Affiches et de Graphique, Groningen 1985: Koepelkerk Amsterdam 2001: Internationale Beeldententoonstelling Drulon II, Les jardins de Drulon, Loye-sur-Arnon 2003: sculptuur in beeld IX, Galerie Wiek XX, Groningen 2003: 6. Onafhankelijke Realistententoonstelling, Museum Møhlmann, Appingedam 2004: Gruppenausstellung, Museum Møhlmann, Appingedam 2004: Beelden in Gees, Galerie en Beeldentuin Dehullu in Gees, Coevorden 2004: 7. Onafhankelijke Realistententoonstelling, Museum Møhlmann, Appingedam 2005: 8. Onafhankelijke Realistententoonstelling, Museum Møhlmann, Appingedam

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Einzelnachweise

Kategorie:Bildhauer (Niederlande) Kategorie:Niederländer Kategorie:Geboren 1957 Kategorie:Gestorben 2017 Kategorie:Frau