mini|St. Petrus in Jesingen Die evangelische Pfarrkirche St. Petrus steht in Jesingen, einem Teilort der Großen Kreisstadt Kirchheim unter Teck im Landkreis Esslingen in Baden-Württemberg. Das Bauwerk ist beim Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg als Baudenkmal eingetragen. Die Kirchengemeinde Jesingen-Ohmden gehört zum Kirchenbezirk Kirchheim unter Teck in der Evangelischen Landeskirche in Württemberg.

Beschreibung Jesingen war kirchlich zwischen Holzmaden und Kirchheim aufgeteilt. Ferner hatte auch das Kloster St. Peter Anteil am Ort. Aus der Propsteikirche St. Petrus, Cosmas und DamianDatenbank Klöster in Baden-Württemberg des Landesarchivs Baden-Württemberg, Benediktinerprobstei Jesingen wurde nach der Reformation die Pfarrkirche für den gesamten Ort. Die heutige rechteckige Saalkirche besteht nur aus einem romanischen Langhaus mit geradem Abschluss ohne Chor, aus dessen Satteldach sich im Westen seit dem frühen 19. Jahrhundert ein quadratischer Dachturm erhebt. Das oberste Geschoss des mit einem achtseitigen, schiefergedeckten Knickhelm bedeckten Turms enthält die Turmuhr und den Glockenstuhl. Architektin Ingeborg Langbein (Dettingen unter Teck) leitete 1960 eine Gesamtrenovierung der Kirche.

Ausstattung Wandgemälde Im Innenraum des Langhauses befinden sich Wandmalereien zweier verschiedener Autoren aus der Zeit um 1400 – die auf der Schiffsnordwand eher von einem Handwerker, und die auf der Chorstirnwand, die nach Adolf SchahlAdolf Schahl: Kunstbrevier Neckarschwaben. Stuttgart 1966, S. 128. sogar vom Meister der Martinskirche Zell unter AichelbergStiftung KiBa, Martinskirche Zell unter Aichelberg, Förderung 2010 stammen könnten.Katalog der Wandmalereien in den Kirchen und Kapellen Baden-Württemberg’s von der ottonischen Zeit bis zur Renaissance, von Dipl.-Ing. Klaus Klünder und Christa Regina Klünder Im Mittelfeld der Ostwand ist Mariä Verkündigung gemalt, gerahmt von der Geburt Christi und den drei anbetenden Königen, also in der falschen Reihenfolge. Darunter sind die Reste von Heiligenbildern erhalten. Auf der Nordwand des Schiffes sind in zwei Reihen über einem gemalten Wandbehang noch einige schlecht erkennbare Szenen aus der Kindheit und dem Leiden Christi zu sehen. Der erzählerische Ablauf weist, wie auch auf der Ostwand, Unregelmäßigkeiten auf. Der Zyklus beginnt im westlichen Teil mit den schlafenden Jüngern im Ölberg und endet im Osten nach der Dornenkrönung mit der Flucht nach Ägypten, unter welcher der Passionszyklus fortgesetzt wird.

Fenster Hans Gottfried von Stockhausen hat 1961 ein Chorfenster mit den Bildthemen Adam und Eva, Kreuzigung Jesu und Das Lamm entworfen, das in der Stuttgarter Glaswerkstatt V. Saile gefertigt wurde.Werkverzeichnis Stockhausen

Orgel Die Orgel an der Ostwand des Chors wurde 1961 von E. F. Walcker & Cie. gebaut. Sie hat einen Umfang von 792 Pfeifen in 12 Registern auf zwei Manualen und Pedal in folgender Disposition: I Hauptwerk Metallflöte 8′ Prinzipal 4′ Hörnle 1) '2′+ Mixtur 4-fach II Brustwerk Gedackt 8′ Rohrflöte 4′ Nasat ′ Feldflöte 2′ Zimbelpfeife 2) Tremulant Pedal Subbass 16′ Singend Oktave 8′ Piffaro 3) 8′ Fagott 4) 8′ Koppeln: I/P, II/P, II/IInformation zur Orgel

1999 überarbeitete William Jurgenson das Instrument anlässlich einer Ausreinigung und nahm einige Änderungen vor:

1 jetzt Doublette 2′     2 jetzt Terz 4/5′     3 jetzt Choralbass 4′     4 1999 neu

Literatur

Rolf Götz: Petruskirche Jesingen/Teck. (Hrsg.) Evangelische Kirchengemeinde Jesingen, Kirchheim u. T. 2010.

Weblinks

Die Petruskirche auf der Website der Kirchengemeinde Jesingen-Ohmden Die Petruskirche auf kirchbau.de

Einzelnachweise

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