Rida Ahmed al-Tubuly (; Riḍā aṭ-Ṭubūlī; geb. 1967 in Tripolis) ist eine libysche Pharmakologin und Frauenrechtsaktivistin. Sie unterrichtet als Professorin an der Universität Tripolis.

Biographie Rida Al-Tubuly kam 1967 in der libyschen Hauptstadt Tripolis zur Welt. Sie fühlte sich mit fünf Jahren das erste Mal wegen ihres Geschlechts diskriminiert, weil ihr untersagt wurde, mit ihren Brüdern im Freien zu spielen. Nach der Schule studierte sie an der Universität Warschau und schloss 1987 als Master ab. Sie setzte ihr Studium in Großbritannien fort und promovierte 1997 in Pharmakologie am Imperial College London mit einer Dissertation mit dem Titel „Angiotensin II and hypoxia-induced pulmonary hypertension“.https://catalogue.libraries.london.ac.uk/record=b1775877 abgerufen am 6. Februar 2024 An der University of Essex absolvierte sie einen Masterstudiengang in Völkerrecht. Rida al-Tubuly arbeitet heute als Professorin für Pharmakologie an der Universität Tripolis und als Leiterin der Abteilung für medizinische Statistik im libyschen Gesundheitsministerium. In dieser Funktion ist sie auch Bindeglied zwischen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und Libyen.

Al-Tubuly gründete 2011 gemeinsam mit drei ihrer Studentinnen die Maan-Nabneeha-Bewegung – Together We Build It (TWBI), eine Nichtregierungsorganisation, die das politische Engagement von jungen Leuten und Frauen unterstützen möchte. Sie schuf 2014 das 1325-Netzwerk, ein Verbund aus zivilgesellschaftlichen Organisationen, die sich für die Implementierung der Resolution 1325 des UN-Sicherheitsrates ein, die die gleichberechtigte Beteiligung von Frauen bei der Friedenssicherung und Friedenserhaltung in Kriegs- und Bürgerkriegsgebieten forderte und auch ausdrücklich sexualisierte Gewalt im Krieg ächtete. Al-Tubuly war Mitautorin des ersten Reports zur Resolution 1325, der 2014 in New York City veröffentlicht wurde. TWBI gründete auch die Libyan Women Database mit einem Expertinnen-Netzwerk für ganz Libyen.

Seit 2012 arbeitet al-Tubuly für die Stärkung von Frauen im demokratischen Prozess und ermutigt Frauen, sich mehr an Entscheidungen zu beteiligen und sich um Ämter zu bewerben. Sie warf die Frage auf, warum die Vereinten Nationen die libyschen Frauen nicht in die Friedensgespräche einbezogen, wo doch die Frauen während des Krieges am meisten gelitten hätten. Sie betonte, wie sehr sich der Krieg auf die Bewegungsfreiheit von Frauen und Mädchen und ihren Zugang zu Bildung auswirkt. und plädierte dafür, dass der Waffenhandel mit Libyen vollständig verboten werden sollte. Al-Tubuly ist regelmäßig als Expertin für die Situation der Frauen in Libyen für den Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen und den Europarat tätig.

Auszeichnungen 2019 Nennung in der Liste der 100 wichtigsten Frauen durch die BBC

Veröffentlichungen (Auswahl)

Weblinks Kurzporträt auf womenmediators.net Video von WILPF International: Women Peace Leaders: Rida Ahmed Al Tubul, eingestellt am 28.01.2015 Video von WILPF International: You Are Missing The Full Picture: Libyan Women's Recommendations, eingestellt am 25.09.2018 Andrea Backhaus, zeit.de: Ohne die Frauen wird es nichts - Libyen zerfällt in Chaos und Rechtlosigkeit. Frauen, die sich gegen die Herrschenden auflehnen, müssen um ihr Leben fürchten. Dabei könnten sie dem Land Stabilität geben. 30. November 2020

Einzelnachweise

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