Johann Caspar Willi (* 11. September 1829 in Hottingen (heute Stadt Zürich); † 31. Oktober 1905 in Wädenswil) war ein Schweizer Komponist und Dirigent der Romantik.
Leben Johann Caspar Willi wuchs in Hottingen auf. Er absolvierte das Lehrerseminar Küsnacht und war hauptberuflich als Lehrer tätig. Er knüpfte Kontakte zu den damals führenden Musikpersönlichkeiten Zürichs: Franz Abt, Wilhelm Baumgartner, Ignaz Heim und Rudolf Weber. In Rüti, Hirslanden und Hottingen übernahm er die Leitung von Männerchören. Ab 1857 war er Primarlehrer in Wädenswil und übernahm für die folgenden 41 Jahre die Leitung des dortigen Männerchors Eintracht. Er komponierte zahlreiche Lieder für Solisten und Chöre, worunter das patriotische schweizerdeutsche Lied S Schwizerländli isch nur chli besonders populär wurde.
Kompositionen (Auswahl) Abschied vom Walde, 1861 Gute Nacht, 1861 Ich möchte froh singen, 1874 Das schöne Lied, 1880 Fahnenlied, 1881 Trinklied, 1885 Am Grabe eines Kindes, 1886 Lacrimae Christi, 1887 Mein Vaterland, 1890 S Schwizerländli isch nur chli, um 1890 Grabgesang, 1892 Im Mai, 1892 Das Lied ist meine höchste Lust, 1892 Hoho, schwarzbraunes Mädel, 1895 Das erste Lied, 1895 Heimat und Vaterland, 1896
Literatur Peter Ziegler: Der Komponist Johann Caspar Willi (1829–1905). In: Jahrbuch der Stadt Wädenswil 2005. (Digitalisat) Peter Ziegler: 150 Jahre Männerchor Eintracht Wädenswil 1851–2001. Wädenswil 2001. Friedrich Hegar (Hg.): Sammlung von Volksgesängen für gemischte Chöre. Band 2. Zürich 1892.
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