Sonne und Beton ist ein Adoleszenzroman des Stand-Up-Comedians und Podcasters Felix Lobrecht, der erstmals im Jahr 2017 erschienen ist. Lobrecht erzählt die Geschichte von vier Jungen, die im Berliner Ortsteil Gropiusstadt leben. Aus Geldnot brechen sie in ihre eigene Schule ein und stehlen einige Computer, die sie anschließend verkaufen wollen. Der Roman spielt Anfang der 2000er-Jahre.

Inhalt

Kapitel 1 Lukas wird morgens nicht in die Schule gelassen, weil er seinen Schulausweis vergessen hat. Stattdessen trifft er sich mit seinem Freund Gino, der sowieso schwänzt. Gemeinsam gehen sie zum Park, um Gras bei ihrem Dealer Cem zu kaufen. Unterwegs stößt auch Julius zu ihnen.

Im Park geraten sie in eine gefährliche Situation: Eine arabische Gang spricht sie an, es kommt zu einer Auseinandersetzung. Lukas wird geschlagen, während Gino und Julius tatenlos zusehen. Die Szene wird sogar gefilmt.

Später treffen sie Cem, der wütend über den Vorfall ist. Er will sich rächen und nimmt Lukas mit, der einen Totschläger in die Hand gedrückt bekommt. Doch Lukas hat Angst und zieht sich im letzten Moment zurück. Cem und seine Brüder greifen die Araber an, es kommt zu einer brutalen Schlägerei. Lukas flieht panisch und entkommt knapp mit der U-Bahn.

Zu Hause angekommen, wäscht er sich das Blut vom Gesicht. Gino kommt vorbei, sie rauchen gemeinsam Gras auf dem Balkon. Julius ist nicht erreichbar, was den beiden Sorgen bereitet. Lukas ist erschöpft und emotional überfordert – er hat „kein Bock mehr“ auf alles.

Kapitel 2 Im Klassenraum von Lukas wütet das Chaos. Herr Sonnabend, ein Vertretungslehrer, versucht die Klasse dennoch unter Kontrolle zu bringen – vergeblich.

Nachdem Herr Sonnabend voller Verzweiflung geht, kommt er kurze Zeit später mit dem Schulleiter, Herrn Schiezeth, und einem neuen Schüler zurück. Dieser ist ein Kubaner, „’n caribbean Boy“, wie der neue Schüler Sanchez selbst sagt. (S. 39)

Nach der Schule trifft Lukas auf Cem. Die Vermutung, dass Cem immer noch wütend auf ihn ist, stellt sich jedoch schnell als falsch heraus. Dieser ist nämlich auf der Suche nach seiner neuen Liebe, Denise. Nachdem Lukas von seinem Vater überraschenderweise von der Schule abgeholt wird, trifft er vor seiner Wohnungstür auf Sanchez. Jener ist neu mit seiner Mutter in das Haus gezogen, in dem auch Lukas wohnt.

Infolgedessen unterhalten sie sich in Lukas’ Zimmer. Dieser erzählt Sanchez, dass er sich als Pole ausgibt, um von den Ausländern respektiert zu werden.

Kapitel 3 Lukas, Gino und Sanchez stehlen bei Aldi Lakritz. Sanchez hört, dass am Abend eine Party sein soll und will mit den anderen hingehen, obwohl Lukas und Gino sagen, dass solche Partys scheiße sind. Trotzdem wollen sie hingehen. Davor gehen sie einkaufen und Sanchez stiehlt Alkohol. Danach geht Lukas nochmal nach Hause. Nachdem Marco zu Besuch gekommen ist, redet dieser mit Lukas und sagt, dass er bei Auseinandersetzungen mit einem Messer seinen Stolz vergessen und lieber weglaufen soll. Sonst zählt für ihn: „Der Klügere tritt nach“. Er scheint sehr besorgt zu sein. Später gehen Lukas und Marco Bier kaufen. Als sie wieder zu Hause sind, erzählt Matthias, dass er ab September einen Hausmeisterjob an der Humboldt-Universität hat. Vor der Party trinken Lukas, Gino, Julius und Sanchez noch etwas zusammen. Gino ist schnell betrunken. Dann fahren sie mit dem Linienbus zur Party. Als sie ankommen, hat die Polizei die Party bereits aufgelöst und sie fahren mit dem Taxi zurück. Julius sprüht dem Taxifahrer beim Aussteigen CS-Gas ins Gesicht, weil sie nicht bezahlen wollen. Die Jungen laufen weg. Dann gehen Gino und Julius nach Hause. Lukas und Sanchez trinken und kiffen danach auf dem Parkhausdach und besprechen, wie sie an Geld kommen können.

Kapitel 4 Das Kapitel beginnt damit, dass die Klasse Tische stapelt und diese wieder umschmeißt. Ein Lehrer kommt rein und droht mit einem Besuch bei dem Direktor Herr Schiezeth. Selen, eine Klassenkameradin, sagt ihren Mitschülern, dass sie aufräumen sollen, worauf hin sie als Streberin beleidigt wird. Momo erzählt Lukas, dass die Polizisten seinetwegen und wegen seiner Freunde zu der Party am Freitag gekommen sind. Nach der Pause sollen die Schüler sich alle in der Aula treffen, weil es Neuigkeiten zu verkünden gibt. Herr Schiezeth stellt Herrn Reuter vom Bildungssenat des Landes Berlin vor. Herr Reuter ist ein kleiner, dicklicher Mann, der unsicher wirkt und auf die Bühne schlurft. Er blamiert sich vor den Schülern, indem er auf der Bühne fast stolpert und die Schüler ihn auslachen. Er wird knallrot. Später will er eine Apfelschorle öffnen, jedoch sprudelt es zu doll und er bekleckert sich. Wieder lachen alle ihn aus. Herr Schiezeth erzählt ihnen, dass die Schule 50 neue Computer bekommen soll. Das sind große Neuigkeiten für die Schüler. Sanchez kommt auf die Idee, die Computer zu stehlen und zu verkaufen. Alle bis auf Lukas sind dafür, da Sanchez sogar den Schulschlüssel gestohlen hat. Lukas erwähnt Ginos Vater und was er machen würde, wenn die Jungs beim Einbruch erwischt werden würden. Daraufhin wird Gino sehr wütend auf Lukas und es stellt sich heraus, dass Gino von seinem Vater geschlagen wird. Die anderen können Lukas zum Raub überreden.

Kapitel 5 Lukas, Sanchez, Gino und Julius treffen sich nachts vor der Schule, weil sie ihren Plan, die Computer zu stehlen, umsetzen wollen. Gino kommt nicht, da er laut Julius Hausarrest habe. Trotz einiger Probleme mit den Schlüsseln, kommen sie in den Lagerraum. Zuerst sieht es so aus, als wären die Computer nicht da, doch sie befinden sich ganz oben in einem der Regale. Sie nehmen neun Flachbildschirme und acht Computer mit. Die ganze Situation ist sehr angespannt und Lukas ist nervös, denn Julius provoziert ihn immer wieder. Lukas geht vor, um den Ausgang freizuräumen und sieht auf Julius Handy eine seltsame Nachricht von Gino. Er vergisst sie durch den Stress vorerst wieder. Julius erschrickt Lukas, indem er vorgibt, ein Polizist zu sein. Anschließend klettern sie über den hohen Schulzaun und schieben die Computer mit einem ebenfalls gestohlenen Einkaufswagen davon. Einen der Computer wirft Julius gegen eine Hauswand, da er defekt war, weshalb Lukas und Sanchez wütend werden.

Als einige betrunkene Männer auf der anderen Straßenseite Stress anfangen wollen, holt Julius eine Schreckschusswaffe hervor und schießt ein paarmal damit. Die Männer schreien und laufen nach Befehl von Julius weg. Lukas hat die ganze Zeit Angst, erwischt zu werden. Er und Sanchez sind von Julius’ Aktionen genervt.

Kapitel 6 Der Tag nach dem Einbruch beginnt in Lukas’ Schule. Lukas hat sich dagegen entschieden zu schwänzen, anders als Sanchez und Julius. Zwei Polizisten und der Direktor Herr Schiezeth berichten, was in der Nacht zuvor passiert ist und bitten um Mithilfe. Lukas ist angespannt und fängt an zu schwitzen. Mittlerweile bereut er die Entscheidung, zur Schule gekommen zu sein. Er überlegt, sich zu stellen und ehrlich zu sein. Nach der Schule ruft Marco ihn an und sie sprechen über den Einbruch. Lukas wundert sich, warum Marco schon so früh Bescheid weiß. Ebenfalls verheimlicht er Marco, dass er und seine Freunde die Diebe waren. Marco sagt ihm, dass die Computerdiebe „Opfer“ wären, weil man die Computer orten könne. Lukas wird, nachdem er diese Information erhalten hat, noch nervöser und plant, sich später mit Sanchez und Julius zu treffen. Bevor er sich mit den beiden trifft, geht er jedoch nach Hause. Dort trifft er seinen Vater, der von dem Einbruch durch die Nachrichten erfahren hat. Lukas und sein Vater geraten in einen Streit über die Relevanz des Einbruches. Lukas sagt, dass in seiner Schule jeden Tag Schlägereien wären und dass jeder „Kanake“ ein Messer dabei hätte. Kurz darauf verlässt Lukas wütend die Wohnung, um sich mit Sanchez und Julius zu treffen (S. 140). Lukas erzählt den beiden anderen von dem vermeintlichen Problem der Möglichkeit, die Computer zu orten. Sie besprechen, was sie jetzt tun wollen. Sie entscheiden sich, die Computer so schnell wie möglich zu verkaufen. Zum Ende des Kapitels treffen die drei noch auf Ginos betrunkenen Vater und beleidigen ihn als „scheiß Alki“.

Kapitel 7 Das Kapitel beginnt, als Julius, Lukas und Sanchez in Berlin unterwegs sind, um die Computer zu verkaufen. Sie gehen zu verschiedenen Elektronikläden, haben aber erst im 6. Laden Erfolg, wo sie drei Computer und Bildschirme für 800 € verkaufen. Julius und Sanchez gehen danach direkt einkaufen, aber Lukas macht sich auf den Weg nach Hause. Davor will er sich noch etwas zu essen kaufen und trifft im Supermarkt auf Ginos Mutter, Giovanna. Er fragt sie, ob sie Hilfe braucht, aber sie lehnt ab. Außerdem sprechen sie kurz über Gino und ihre Situation zu Hause. Giovanna erzählt, dass Ginos Vater in letzter Zeit handgreiflich geworden ist und Gino eine harte Zeit durchmacht. Zudem erzählt sie, dass Julius oft zu Besuch kommt und mit Ginos Bruder spielt. Danach fährt Lukas nach Hause, wo er Karin, die Freundin seines Vaters, trifft. Sie fragt ihn, ob er eine Idee hätte, ihrem Sohn zu helfen, da er auf dem Weg zur Schule in der Gropiusstadt immer beklaut und bedroht wird. Im Laufe des Gesprächs merkt er, dass er Karin falsch eingeschätzt hat und sie eigentlich ganz nett ist.

Kapitel 8 Zu Beginn des Kapitels holt Sanchez Lukas ab und sie treffen sich kurz mit Julius. Er erzählt ihnen, dass sein Bruder Adi die Computer in seinem Zimmer entdeckt hat. Jedoch konnte Julius sich herausreden, dennoch müssen die Computer bis zum Abend weg sein. Also nehmen sie die Computer später mit zu Sanchez. Danach gehen Lukas und Sanchez shoppen, dabei ruft Momo Lukas an. Er erzählt, dass Taner ihn mit Sanchez vor dem Computergeschäft gesehen hat und seinem Onkel der Laden gehört. „Er sagt, ihr wolltet Computer verkaufen und beschuldigt euch, dass ihr für den Einbruch verantwortlich seid.“ Lukas bekommt daraufhin Panik und will die Computer so schnell wie möglich loswerden, doch Sanchez überzeugt ihn, noch bis morgen zu warten, und wenn wirklich etwas in der Schule passiert, sie die Computer einfach in den Kanal werfen können. Später sind sie noch bei Julius, verpacken die Computer und nehmen dann den Bus zu Sanchez.

Kapitel 9 Lukas und Sanchez gehen wieder in die Schule. Lukas hat das Gefühl, dass alle ihn angucken, aber Sanchez beruhigt ihn und sagt ihm, dass er sich das nur einbildet. Kurz darauf kommt der Vertrauenslehrer Herr Reinicke zu ihm und sagt, dass er mit ihm nach der ersten Stunde sprechen möchte. Lukas möchte, dass Sanchez mitkommt, aber als Lukas am Treffpunkt ankommt, ist er nicht da. Im Büro von Herrn Reinicke ist Lukas sehr nervös, vor allem, als Herr Reinicke sagt, dass er über den Diebstahl der Computer reden möchte, doch dann bekommt er einen Anruf und schickt Lukas kurz raus. Als Lukas vor der Tür steht, bekommt er richtig Panik und ist sich hundertprozentig sicher, dass Herr Reinicke über alles Bescheid weiß. In seiner Panik ruft er Marco an und erzählt ihm, dass seine Freunde und er die Computer geklaut haben und dass der Lehrer Bescheid weiß. Marco sagt, dass er trotzdem nicht gestehen soll und dass er sich darum kümmert. Als Herr Reinicke ihn wieder reinholt, zittert er. Aber Herr Reinicke sagt nichts davon, dass er ihn verdächtigt, sondern, dass es bestimmt Ausländer waren, und dass er nur mit Lukas sprechen wollte, weil er Deutscher ist. Da es sich nicht mehr lohnt, in den Unterricht zu gehen, entscheidet er sich, nach Hause zu gehen. Auf dem Schulhof bekommt er dann aber noch einen Anruf von Marco, der ihm erzählt, dass er Leute gefunden hat, die die Computer kaufen würden. Er wirkt aber sehr sauer auf Lukas. Später sagt Sanchez noch, dass er nicht zu dem Gespräch kommen konnte, da er etwas mit einer Zehntklässlerin auf der Schultoilette hatte. Dann lädt er ihn noch zu sich nach Hause zum Essen ein.

Kapitel 10