Antonia: A Portrait of the Woman ist ein Dokumentarfilm über die Dirigentin Antonia Brico von Judy Collins und Jill Godmilow aus dem Jahr 1974. Die Dokumentation wurde 1975 für den Oscar für den besten Dokumentarfilm nominiert.
Inhalt
Der Film erzählt das Leben von Antonia Brico von der Zeit, als sie mit sechs begann, das Klavierspielen gegen Nägelkauen zu lernen, über die Zeit, als sie 1930 als erste Frau die Berliner Philharmonie und später als erste Frau große amerikanische Orchester dirigierte. Die Dokumentation thematisiert dabei auch Diskriminierung und Vorurteile, die Brico überwinden musste.
Hintergrund
Die Dokumentation entstand etwa fünfzehn Jahre, bevor Antonia Brico 1989 87-jährig starb.Allan Kozinn: Antonia Brico, 87, a Conductor; Fought Barriers to Women in 30's, The New York Times vom 5. August 1989 Die Regisseurin Judy Collins war Klavierschülerin von Brico gewesen.Nora Sayre: Antonia,' Film Portrait of a Conductor, The New York Times vom 19. September 1974 Zwei Jahre vor der Entstehung des Films erneuerte Collins die Beziehung zu ihrer früheren Lehrerin, die zu der Zeit in Denver lebte und arbeitete, und hatte die Idee zu dem Film. Für die technische Seite des $ 75.000-Films (knapp $ 500.000 in heutiger Rechnunghttps://www.dollartimes.com/inflation/inflation.php?amount=75000&year=1974) holte sie zusätzlich Jill Godmilow hinzu.Grace Lichtenstein: A Film Festival With No Stars Or Prizes, But Lots of Innovation, The New York Times vom 15. September 1974
Antonia war die Inspiration für den mehrfach ausgezeichneten Film Tár (2022).The Art That Inspired 6 Major Filmmakers, Vanity Fair vom 17. Januar 2023.
Rezeption
Für die New York Times schrieb Nora Sayre 1974, dass Antonia bestes biographisches Kino sei. Der Film ermutige Frauen auch in anderen Gebieten als der Musik – dank Bricos Entschlossenheit und ihrer Weigerung, sich geschlagen zu geben. Der Film ende, wie er aufhören sollte: Mit Bravos und Applaus. Für Grace Lichtenstein in derselben Zeitung war es ein feministischer Film über eine Frau in der chauvinistischen Branche der klassischen Musik, gedreht von zwei Frauen aus der chauvinistischen Filmbranche. Die Botschaft des Films werde aber nicht mit einem Schlag auf die Nase, sondern mit Küssen übermittelt.
Thomas P. Slavens stufte 1979 Antonia: A Portrait of the Woman als einen der provozierendsten Filme zur Nutzung im Unterricht ein.Thomas P. Slavens: Films for Teaching the Literature and Bibliography of the Humanities, Journal of Education for Librarianship, Vol. 19, No. 4 (Frühling 1979), S. 344, https://www.jstor.org/stable/40322610
Auszeichnungen
Oscar: Nominierung als bester Dokumentarfilm 197547. Verleihung der Academy Awards auf oscars.com
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Dokumentarfilm Kategorie:Filmbiografie über Musikschaffende Kategorie:Filmtitel 1974 Kategorie:US-amerikanischer Film Kategorie:Feministischer Film