Ripley ist eine 2024 erschienene Fernsehserie von Steven Zaillian über die fiktive Person Tom Ripley.

Die auf dem Kriminalroman Der talentierte Mr. Ripley von Patricia Highsmith basierende Serie ist in Schwarz-weiß gehalten und mit acht Folgen vorerst als Miniserie konzipiert. Sie wurde am 4. April 2024 auf Netflix veröffentlicht. Es wird erwogen, die Serie fortzusetzen.

Handlung Im New York der frühen 1960er-Jahre wird der in ärmlichen Verhältnissen lebende Trickbetrüger Thomas „Tom“ Ripley von einem wohlhabenden Werftunternehmer angeheuert, um dessen eigensinnigen Sohn Richard davon zu überzeugen, aus Italien zurückzukehren. Der Unternehmer hält den jungen Mann aufgrund einer Falschinformation für einen früheren Freund von Richard.

Tom reist an die italienische Amalfiküste nach Atrani. Hier lebt der selbsterklärte Kunstmaler Richard („Dickie“) dank einer ihm fest zustehenden monatlichen Auszahlung aus dem Familienvermögen sorglos in den Tag hinein. Seine Freundin Marjoirie „Marge“ Sherwood, eine angehende Schriftstellerin, wohnt nur ein paar Häuser weiter. Toms Einführung in Dickie Greenleafs entspanntes Leben im Ausland „ist der erste Schritt in ein komplexes Leben voller Täuschung, Betrug und Mord“.

Besetzung und Synchronisation Die deutschsprachige Synchronisation entsteht bei VSI Synchron in Berlin nach Dialogbüchern von Verena Ludwig und unter der Dialogregie von Cay-Michael Wolf.

Rolle Schauspieler Episoden Synchronsprecher Tom Ripley Andrew Scott 1– Marius Clarén Marjoirie „Marge“ Sherwood Dakota Fanning 1– Lisa May-Mitsching Richard „Dickie“ Greenleaf Johnny Flynn 1– Konrad Bösherz Carlo Vittorio Viviani 1–3, 7 Nico Mamone Herbert Greenleaf Kenneth Lonergan 1, 3, 8 Thomas Schmuckert Al MacCarron Bokeem Woodbine 1, 8 Tilo Schmitz Freddie Miles Eliot Sumner 2, 5–6 Oska Melina Borcherding Signora Buffi Margherita Buy 5–8 Irina Wrona Inspektor Pietro Ravini Maurizio Lombardi 6–8 Marc Skanderberg Max Yoder Louis Hofmann 6 Louis Hofmann Reeves Minot John Malkovich 8 Joachim Tennstedt

Produktion Im Jahr 2019 gab der US-amerikanische Sender Showtime die Produktion bei Steven Zaillian in Auftrag. Zaillian erklärte, dass die Adaption des Stoffes als Serie besser sei denn als Spielfilm, da diese ihm „ermöglichte, der Geschichte, dem Ton und den Feinheiten von Highsmiths Werk treuer zu bleiben.“

Die Dreharbeiten in Italien sollten ursprünglich im September 2020 beginnen, wurden aber später auf 2021 verschoben. Im Februar 2023 befand sich die Serie in der frühen Phase der Postproduktion.

Ripley wird in Schwarzweiß präsentiert. Zaillian erklärte diesbezüglich: „Die Ausgabe des Ripley-Buches, die ich auf meinem Schreibtisch hatte, hatte ein eindrucksvolles Schwarz-Weiß-Foto auf dem Cover. Während ich schrieb, hatte ich dieses Bild im Kopf. Schwarz-Weiß passt zu dieser Geschichte.“

Ursprünglich war die Ausstrahlung von Ripley auf Showtime angekündigt, doch wurden die Filmrechte während der Produktion von Netflix erworben. Der erste Trailer wurde Anfang März 2024 vorgestellt.Marcus Wratten: Andrew Scott is a deadly imposter in new trailer for Netflix’s Ripley. In: thepinknews.com, 4. März 2024.

Episodenliste

Filmmusik Die im Film neben der von Jeff Russo komponierten Musik verwendeten weiteren Stücke sind (in der Reihenfolge ihrer Verwendung in der Serie): In Dreams (Roy Orbison) | Two Young Hearts (The Innocents) | Deb Darling (Stan Laferrière) | You’re Not There (Don Rendell) | Beata viscera (Tonus Peregrinus) | Mille Volte (Nilla Pizzi) | Quando, Quando, Quando (Tony Renis) | Il cielo in una stanza (Mina) | E se domani (Natalino Otto) | aus Il Trovatore: Ah Si Ben Mio (Ervin Litkei und Andrea Litkei) | Sofisticata (Fred Buscaglione) | Is It a Sin? (Al Hazan) | Na sera pè fatalità (Gloria Christian feat. Orchestra Gino Conte) | Non Partir (Fred Buscaglione) | Quando non ci sei (Brice Davoli/Maurizio Macioce) | Silent Island (Modesto Durán Orchestra) | La dolce vita (Suite — 9) | aus Stabat Mater: O Quam Tristis et Afflicta (Quelle tristesse et affliction) (Maîtrise des Hauts-de-Seine, Choeur des enfants de l’Opéra National de Paris und Gaël Darchen) | aus La Traviata: Di provenza il mar, il suol (Soundiva Orchestra, Andrei Solokov und Filip Mazur) | Musica Prohibita (Ervin und Andrea Litkei) | String Quartet in C Major, KV 157: I. Allegro (Éder Quartet) | Guarda Che Luna (Fred Buscaglione) | Silent Night (Sinéad O’Connor) | aus La sonnambula: Ah, non credea mirarti (Compagnia d’Opera Italiana, Antonello Gotta und Linda Campanella) | Un giro (Vichenzo Orru) | aus Don Giovanni: Dalla sua pace (József Réti, Budapest Philharmonic Orchestra und Ádám Medveczky) | Streichquartett in B-Dur, KV Anh. IV, Nr. 210 Mailänder Quartett Nr. 2: I. Allegro Di Molto (Mozarteum Quartet Salzburg) | Jazz-Suite Nr. 2: VI. Walzer Nr. 2 (Steven Sloane mit Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin) | Datemi Un Martello (Rita Pavone) | aus L’Elisir D’Amore: Una furtiva lagrima (Tito Beltran mit Royal Philharmonic Orchestra) | Vecchio Boston (Max Raffeng) | L’amour d’autrefois (Dick Walter und Diane Nalini)Lewis Knight: Ripley soundtrack: Full list of of songs featured in Netflix Tom Ripley series, 10. April 2024, zuletzt abgerufen am 14. Mai 2026.

Weblinks

Ripley bei Rotten Tomatoes

Einzelnachweise

Kategorie:Fernsehserie der 2020er Jahre Kategorie:Fernsehserie (Vereinigte Staaten) Kategorie:Patricia-Highsmith-Verfilmung Kategorie:Netflix Kategorie:Miniserie