L’ira di Achille (Der Zorn des Achilleus) ist das Fragment einer Oper in zwei Akten von Gaetano Donizetti. Das Libretto ist möglicherweise dasjenige, das Felice Romani 1814 für eine gleichnamige Oper von Giuseppe Nicolini verfasste., abgerufen am 2. Juni 2024. Donizettis Opernfragment wurde zu seinen Lebzeiten vermutlich nicht aufgeführt.William Ashbrook: Donizetti and his Operas (2. edition), Cambridge University Press, Cambridge, 1983, S. 580.

Handlung mini|links|Achilleus’ Übergabe der Briseis, Wandgemälde aus Pompeji, 1. Jh. n. Chr. Erzählt wird eine Episode um Briseide, die Lieblingssklavin des Kriegers Achille, der sie während des Trojanischen Krieges erbeutet hatte. Der Heerführer Agamemnone jedoch nahm sie Achille weg, als er seine eigene Sklavin Criseide ihrem Vater zurückgeben musste, um ein schlechtes Orakel abzuwenden. Daraufhin zieht sich Achille zornig aus dem Kampf um Troja zurück. Dies wird in der Ilias als „Zorn des Achilleus“ besungen.Yonel Buldrini: Werkinformationen (französisch) auf forumopera.com, abgerufen am 2. Juni 2024.

Werk Während seiner Studienzeit in Bologna vertonte der zwanzigjährige Donizetti den ersten Akt und ein Duett des zweiten Aktes sowie eine Szene, ein Rezitativ und eine Arie für Bass und Chor.Werkinformationen (italienisch) auf italianopera.it, abgerufen am 2. Juni 2024. Der Musikwissenschaftler William Ashbrook hält es für wahrscheinlich, dass er dies zu Übezwecken oder für eine Aufführung unter den Musikamateuren Bolognas tat.William Ashbrook: Donizetti and his Operas (2. edition), Cambridge University Press, Cambridge, 1983, S. 580.

Die im Donizetti-Museum in Bergamo aufbewahrte Partitur wurde von dem dort wirkenden Musikwissenschaftler Guido Zavadini rekonstruiert und befindet sich nun in der französischen Nationalbibliothek in Paris.

Aufnahmen 3. April 1998 – Antonio Brena (Dirigent), Orchestra d’Archi Filharmonica Lombarda. Sergio Rocchi (Achille), Sergio Bologna (Agamemnone), Nicoletta Ceruti (Briseide), Marcello Merlini (Taltibio), Fabio Tartari (Patroclo), Elena Bertocchi (Criseide), Alberto Rota (Calcante). Live, konzertant aus dem Teatro Colognola in Bergamo. Celestial Audio CA 483 (2 CDs).Gaetano Donizetti. In: Andreas Ommer: Verzeichnis aller Operngesamtaufnahmen (= Zeno.org. Band 20). Directmedia, Berlin 2005, S. 3980.Informationen zum MP3-Download der Aufnahme aus Bergamo 1998 auf operapassion.org, abgerufen am 2. Juni 2024.

Literatur Robert Steiner-Isenmann: Gaetano Donizetti. Sein Leben und seine Opern. Hallwag, Bern 1982, ISBN 3-444-10272-0, S. 499. William Ashbrook: Donizetti and his Operas (2. edition), Cambridge University Press, Cambridge, 1983, S. 580.

Digitalisate Autografes Manuskript der Partitur. Digitalisat bei Gallica Libretto von Nicolinis Oper. Digitalisat des Münchener Digitalisierungszentrums

Einzelnachweise

Kategorie:Operntitel Kategorie:Oper aus dem 19. Jahrhundert Kategorie:Oper von Gaetano Donizetti Kategorie:Oper in italienischer Sprache Kategorie:Musik 1817 Kategorie:Rezeption der griechischen Mythologie