Wohlsdorf ist ein Ortsteil der Stadt Bernburg (Saale) im Salzlandkreis in Sachsen-Anhalt (Deutschland). mini|Meditationskirche Wohlsdorf

Geografie Wohlsdorf liegt etwa 10 km südöstlich der Kreisstadt Bernburg (Saale). Der Große Wiendorfer Teich ist das größte Binnengewässer auf dem Gebiet des ehemaligen Landkreises Bernburg.

Die Ortschaft Wohlsdorf bildet sich durch die Ortsteile Crüchern und Wohlsdorf.

Kultur Im Ortsteil Crüchern gibt es seit 1963 eine Schalmeienkapelle, die der Freiwilligen Feuerwehr Wohlsdorf/Crüchern angehört.

Geschichte Der Ort wurde erstmals im Jahr 986 urkundlich erwähnt.

Am 20. Juli 1950 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Crüchern nach Wohlsdorf eingemeindet.

Die Gemeinde Wohlsdorf gehörte ab dem 1. Januar 2005 der Verwaltungsgemeinschaft Nienburg (Saale) an. Am 1. Januar 2010 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde zusammen mit den Gemeinden Baalberge, Biendorf, Gröna, Peißen, Poley und Preußlitz in die Stadt Bernburg (Saale) eingemeindet.StBA: Gebietsänderungen vom 01. Januar bis 31. Dezember 2010

Sehenswürdigkeiten Die ursprünglich romanische, im 16. Jahrhundert neuerbaute Meditationskirche Wohlsdorf ist eine der Meditation dienende Einrichtung des 2008 eröffneten Lutherweges Sachsen-Anhalt. Die Felicitas-Klepp-Stiftung hat begonnen, die bereits aufgelassene Kirche zu fördern, zum Neubeginn christlichen Lebens zu führen und den Pilgern und der Dorfgemeinschaft hilfreich zur Seite zu stehen.

Das Bauwerk ist ein Bruchsteinbau mit dreiseitigem Ostschluss und Mittelturm; die Dächer des Saals und des Ostteils sind abgewalmt. Das Bauwerk wurde um 1500 nach Osten verlängert und mit einem dreiseitigen Schluss versehen. Im Jahr 1783 wurde das Bauwerk nach einem Entwurf des Landbaumeisters J. George Stauch umgestaltet, wobei das Schiff erhöht und die Fenster vergrößert wurden. Gleichzeitig wurde der neue Turm mit Aufsatz und Kuppelhaube errichtet und außen durch Pilaster und innen durch Vorlagen verstärkt.

Um 1900 erfolgten eine Restaurierung und der Anbau der Südvorhalle, dabei wurde über der Pforte ein frühromanisches Sandsteinrelief mit Taustab und eingeschriebenem Krückenkreuz eingemauert. Im Chor sind nach Norden zwei vermauerte Spitzbogenfenster sowie eine Spitzbogennische mit Kielbogenrahmung eingelassen.Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Sachsen-Anhalt II. Regierungsbezirke Dessau und Halle. Deutscher Kunstverlag, München/Berlin 1999, ISBN 3-422-03065-4, S. 900–901.

Gedenkstätten Auf dem Ortsfriedhof erinnern Grabstätten an acht sowjetische Kriegsgefangene, die während des Zweiten Weltkrieges Opfer von Zwangsarbeit wurden.

Verkehrsanbindung Etwa zwei Kilometer nördlich von Wohlsdorf verläuft die Bundesstraße 6 (Bernburg (Saale)–Köthen (Anhalt)). Die nächste Anschlussstelle an der Bundesautobahn 14 (Halle (Saale)–Magdeburg) liegt etwa 15 Kilometer westlich von Wohlsdorf.

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Einzelnachweise

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