Ernst H. Bauer (* 13. August 1860 in Pisek, Bezirk Pisek, Österreich-Ungarn; † 1942)Edi Urmi: Nomen est omen: die Bedeutung der Art- und Unterart-Epitheta der Schweizer Moosflora. In: Meylania – Zeitschrift der Schweizerischen Vereinigung für Bryologie und Lichenologie. Band 53, 2014, S. 3–80. Abgerufen auf zora.uzh.ch („Zurich Open Repository and Archive“ der Universität Zürich) am 11. Februar 2024.Vincenz Maiwald: Geschichte der Botanik in Böhmen. Kaiserliche und königliche Hof-Buchdruckerei und Hof-Verlags-Buchhandlung Carl Fromme, 1904, S. 234. war ein österreichischer und ab 1918 tschechoslowakischer Beamter und Amateurbiologe, der sich insbesondere um die bryologische (mooskundliche) Kartierung und Floristik Böhmens verdient machte.

Leben Geboren in der südböhmischen Stadt Pisek, arbeitete der promovierte Bauer hauptberuflich als Finanzbeamter in Prag und lebte im Vorort Smichow.Bastian Schmid; Curt Thesing (Hrsg.): Biologen-Kalender. B. G. Teubner Verlag, Band 1, 1914, S. 165.Smíchov wurde 1922 als Stadtteil nach Prag eingemeindet. Er wurde 1897 zum Finanzprokuraturssekretär ernannt,Personal-Nachrichten. In: Österreichische Botanische Zeitschrift. Jahrgang 47, Nr. 3, 1897, S. 110 (). 1905 zum Finanzrat befördertGesetzblatt für das Land Österreich. 1905, S. 162. und stieg im Laufe der Jahre bis zum Oberfinanzkommissar auf.Monatsschrift für Kriminologie und Strafrechtsreform. Band 25, Heft 1, 1934, S. 620.

Bauer pflegte eine enge Freundschaft zum in Prag und Wien tätigen Botanikprofessor und Bryologen Viktor Ferdinand Schiffner und deckte in seinen eigenen bryologischen Forschungen Mittel- und Westböhmen, das Erzgebirge, das Riesengebirge und den Böhmerwald ab.„Botanische Anstalten, Vereine, Tauschvereine, Exsiccatenwerke, Reisen etc.“ In: Allgemeine botanische Zeitschrift für Systematik, Floristik, Pflanzengeographie etc. Jahrgang 4, Nr. 7/8, Juli und August 1898, S. 136. Er publizierte diverse Fachartikel – beispielsweise in Lotos, im Botanischen Centralblatt, in der Allgemeinen Botanischen Zeitschrift, in der Deutschen botanischen Monatsschrift sowie in der Österreichischen botanischen Zeitschrift – und gab darüber hinaus auch mehrere ExsikkatenwerkeAls „Exsikkat“ (von latein exsiccatus = ausgetrocknet) bezeichnet man in der Botanik 1) getrocknetes und meist gepresstes Pflanzenmaterial, das für wissenschaftliche Zwecke in einem Herbarium aufbewahrt wird und 2) eine Serie von herbarisierten Pflanzen, die in größerer Anzahl zusammengestellt und samt Etiketten zum Tausch oder Verkauf angeboten wird. heraus,Informationen zu einem Bauers auf der Website des Botanischen Gartens der Universität Würzburg. Abgerufen auf uni-wuerzburg.de (Julius-Maximilians-Universität Würzburg) am 11. Februar 2024.Rainer Döring; Stefan Dressler: Index Collectorum Herbarii Senckenbergiani (FR). Aktualisiert am 3. Mai 2017, S. 9. Abgerufen auf senckenberg.de (Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung) am 11. Februar 2024. die zahlreiche neue Arten und Varietäten enthielten.

Anmerkungen

Einzelnachweise

Kategorie:Botaniker (19. Jahrhundert) Kategorie:Botaniker (20. Jahrhundert) Kategorie:Person (Böhmen) Kategorie:Bryologe Kategorie:Finanzbeamter Kategorie:Beamter (Cisleithanien) Kategorie:Tschechoslowake Kategorie:Geboren 1860 Kategorie:Gestorben 1942 Kategorie:Mann Kategorie:Person (Prag) Kategorie:Smíchov