mini|hochkant|St. Margaretha in Finsterlohr Die evangelische Pfarrkirche St. Margaretha steht in Finsterlohr, einem Ortsteil der Stadt Creglingen im Main-Tauber-Kreis in Baden-Württemberg. Das Bauwerk ist beim Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg als Baudenkmal eingetragen. Die Kirchengemeinde gehörte bis Ende 2024 zum bisherigen Kirchenbezirk Weikersheim und gehört seit 1. Januar 2025 zum Teilgebiet Weikersheim im neuen Kirchenbezirk Hohenlohe der Evangelischen Landeskirche in Württemberg.
Geschichte und Baubeschreibung Die St. Margarethen-Kirche wurde im Jahr 1224 erstmals erwähnt. Sie war eine der Hl. Margaretha, einer Schutzheiligen der Bauern geweihte Wehrkirche in burgartiger Lage mit Resten der ehemaligen Befestigung. Kirchlich gehörte Finsterlohr zunächst wohl zu Burgstall, dann zu Leuzenbronn, bevor der Ort 1352 einen eigenen Pfarrer bekam. Mitte des 16. Jahrhunderts kam Finsterlohr zur Freien Reichsstadt Rothenburg, die schon protestantisch geworden war. So wurde im Jahr 1558 auch in Finsterlohr die Reformation durchgeführt und von der Stadt Rothenburg 1744 die Kirche renoviert, wie über dem Chorbogen auf einem in die Wand eingelassenen Stein in lateinischer Schrift zu lesen ist. 1805 fiel Finsterlohr an Bayern, 1810 an das Herzogtum Württemberg.
Die Chorturmkirche hat einen kreuzrippengewölbten frühgotischen Turmchor und ein flachgedecktes Schiff. Der Turm im Osten hat im aufgestockten Geschoss die Turmuhr, deren Zifferblätter die alten Klangarkaden verdecken, hinter denen sich der Glockenstuhl mit den drei Kirchenglocken befindet. Er hat seit 1430 einen spitzen achtseitigen Helm. Bis ins 18. Jahrhundert besaß der Turm noch vier Ecktürmchen, die im Verteidigungsfall als Hochwacht dienten.
Zum Schiff hin ist der Chor mit einem halbrunden romanischen Triumphbogen geöffnet. Im Chor war die Grablege der Herren von Finsterlohr und Leuzenbronn. Bei der Renovierung im Jahr 1954/55 wurde das Grab des letzten Herren von Finsterlohr, Lorenz von Leuzenbronn († 1572), geöffnet und der Grabstein an die östliche Außenseite des Turmes gestellt.
Der Barockaltar stammt aus dem Jahre 1751, wie auf dem Täfelchen ersichtlich, das der rechte Engel in der Hand hält. Das Bildnis des Auferstandenen im Retabel wurde erst um 1900 dort angebracht. Die Kanzel ist mit schönen Holz-Intarsien gestaltet.
Literatur
Ulrich Bernecker, Regine Burdinski: Unsere Kirchen. Ein Führer zu den Gotteshäusern des evangelischen Kirchenbezirks Weikersheim. (Hrsg.) Evangelisches Dekanat Weikersheim 2003, S. 39–42.
Weblinks
Informationen zur Kirche Kirchbaudatenblatt
Margaretha Kategorie:Kulturdenkmal in Creglingen Kategorie:Margareta-von-Antiochia-Kirche Kategorie:Kirche in der Evangelischen Landeskirche in Württemberg Kategorie:Saalkirche in Baden-Württemberg Kategorie:Chorturmkirche Kategorie:Romanische Kirche Kategorie:Bauwerk der Romanik im Main-Tauber-Kreis Kategorie:Gotische Kirche Kategorie:Gotisches Bauwerk im Main-Tauber-Kreis Kategorie:Erbaut im 13. Jahrhundert Kategorie:Kirchengebäude in Europa Kategorie:Bauwerk der Romanik in Baden-Württemberg