mini|Lukaskirche in Ludwigshafen Süd Die Lukaskirche ist eine evangelische Kirche im Ortsbezirk Südliche Innenstadt der Stadt Ludwigshafen am Rhein.

Geschichte Die Lukaskirche wurde nach Plänen des Architekten Heinrich Otto Vogel und unter der Bauleitung des Architekten Erwin Morlock gebaut. Der erste Spatenstich erfolgte am 12. Oktober 1958. Die Übergabe an die Kirchengemeinde fand am 15. Januar 1961 statt.

Künstlerische Ausgestaltung mini|Fassadengestaltung An den Sandsteinfassaden der Kirche finden sich Reliefs des Freinsheimer Bildhauers Franz Lind mit thematischen Darstellungen zu Texten aus dem Lukasevangelium. Seit 9. Juni 1961 befindet sich im Innenraum der Lukaskirche das von der Kasseler Künstlerin Christiane Wollenhaupt-Brenner entworfene und gestaltete Mosaik „Vom verlorenen Sohn“, welches das Gleichnis aus dem Lukasevangelium, Kapitel 15, darstellt. Das Bronzekreuz über dem Altar gestaltete der Münchner Künstler Hermann Jünger.

Orgel Nutzte man zur Gottesdienstbegleitung zunächst ein 1961 erworbenes Orgelpositiv des Orgelbauers Oberlinger aus Windesheim, beschloss das Presbyterium der Gemeinde im Jahr 1964 den Bau einer größeren Orgel. Diese wurde 1970 von Paul Ott (Göttingen) im Geiste der Orgelbewegung gebaut. Ihre Spieltraktur ist mechanisch, die Registertraktur ist elektrisch. Die Windladen sind als Schleifladen ausgeführt. Eine Nachintonierung erfolgte 2022 durch die Firma Vleugels aus Hardheim. Das Instrument setzt sich aus Türmen und Kästen der einzelnen Teilwerke zusammen, die in einfachen Schreingehäusen stehen. Über dem sich in der Vorderfront befindlichen Spieltisch, erheben sich das Brust-, Haupt- und Oberwerk. Das Pedalwerk befindet sich links davon in zwei verschieden großen Türmen sowie einem Harfenfeld. Es verfügt entsprechend über 39 Register auf drei Manualen und Pedal. Die Disposition lautet: I Hauptwerk C–g3 1. Quintade 16′ 2. Prinzipal 8′ 3. Rohrflöte 8′ 4. Oktave 4′ 5. Kleingedackt 4′ 6. Quinte ′ 7. Superoktave 2′ 8. Mixtur V 9. Zimbel III 10. Trompete 8′ II Oberwerk C–g3 11. Großgedackt 8′ 12. Spitzgambe 8′ 13. Praestant 4′ 14. Blockflöte 4′ 15. Nasat ′ 16. Waldflöte 2′ 17. Terz ′ 18. Sifflöte 1′ 19. Scharf V 20. Dulzian 16′ 21. Englisches Horn 8′ Tremulant III Brustwerk C–g3 22. Holzgedackt 8′ 23. Prinzipal 4′ 24. Koppelflöte 4′ 25. Oktave 2′ 26. Quinte ′ 27. Zimbel V 28. Krummhorn 8′ 29. Vox Humana 8′ Tremulant Pedal C–f1 30. Principalbaß 16′ 31. Subbaß 16′ 32. Oktavbaß 8′ 33. Pommer 8′ 34. Oktavbaß 4′ 35. Nachthorn 2′ 36. Mixtur VI 37. Posaune 16′ 38. Trompete 8′ 39. Trompete 4′

Koppeln: II/I, III/I, III/II, I/P, II/P, III/P

Spielhilfen: Setzerkombination, Zungeneinzelabsteller

Glocken Die Lukaskirche besitzt kein Geläut. Ein ursprünglich auf dem Kirchenvorplatz geplanter Glockenturm wurde nicht realisiert.

Weblinks

Die Lukaskirche auf der Website der Protestantischen Kirchengemeinde Ludwigshafen-Süd Die Lukaskirche auf der Website „Straße der Moderne“ des Deutschen Liturgischen Instituts

Einzelnachweise

Lukaskirche Lukaskirche Kategorie:Kirchengebäude der Evangelischen Kirche der Pfalz Kategorie:Lukaskirche Kategorie:Bauwerk von Heinrich Otto Vogel Kategorie:Kirchengebäude der Moderne Kategorie:Bauwerk der Moderne in Rheinland-Pfalz Kategorie:Erbaut in den 1960er Jahren Kategorie:Disposition einer Orgel Kategorie:Kirchengebäude in Europa