350px Die Scorpions (2002) Dieser Artikel behandelt das Musikjahr 1991.

Zu den erfolgreichsten Künstlern gehörte Bryan Adams. Sein Hit (Everything I Do) I Do It for You war in mindestens 20 Ländern auf Platz eins der Singlecharts. Besonders im deutschsprachigen und europäischen Raum waren die Scorpions mit Wind of Change erfolgreich, insbesondere angesichts des Wandels in der ehemaligen Sowjetunion. In Deutschland, Österreich und der Schweiz war die Single die meistverkaufte des Jahres, ebenso wie das Album Crazy World, das in Deutschland und der Schweiz das bestverkaufte war. International konnte auch das schwedische Duo Roxette Erfolge feiern: Die Hitsingle Joyride erreichte in mindestens 14 Ländern Platz eins der Singlecharts. Zudem bewegte insbesondere der Tod von Freddie Mercury (Queen) die Musikwelt.

Ereignisse Populäre Musik mini|Nirvanas Nevermind bringt den Grunge in den Mainstream. 8. Januar: Der Gitarrist Steve Clark (Def Leppard) wird tot aufgefunden. Er wurde 30 Jahre alt. 15. Januar: Eine neue All-Star-Version des John-Lennon-Hits Give Peace a Chance mit Yoko Ono, Lenny Kravitz, Peter Gabriel, Alannah Myles, Tom Petty, Bonnie Raitt und vielen anderen erscheint unter dem Namen The Peace Choir. Die Single wird als Reaktion auf den bevorstehenden zweiten Golfkrieg eilig auf den Markt gebracht. 15. Januar: Der britische Sänger George Michael startet in Birmingham seine Cover to Cover Tour. 18. Januar: Bei einem AC/DC-Konzert in Salt Lake City, Utah, werden drei Menschen zu Tode gedrückt, als Teile des Publikums die Bühne stürmen. 18. Januar: In Rio de Janeiro beginnt das Festival Rock in Rio II mit Künstlern wie a-ha, Prince, INXS, Guns n’ Roses, New Kids on the Block, George Michael und Happy Mondays (bis 27. Januar). 27. Januar: Whitney Houston singt die US-amerikanische Nationalhymne The Star-Spangled Banner in der Halbzeitshow des Super Bowl. Die Aufnahme wird zehn Jahre später anlässlich der Terroranschläge am 11. September 2001 als Single veröffentlicht und zu einem Top 10-Hit in den Billboard Hot 100. 1. Februar: Der britische Singer-Songwriter Sting startet in Berkeley seine The Soul Cages Tour. 3. Februar: Die Scorpions bringen Wind of Change als Single heraus, das den Wandel im ehemaligen Ostblock thematisiert und zu einem der Hits des Jahres wird. Im Dezember des Jahres wird die Band von Staatspräsident Michail Gorbatschow im Kreml empfangen. 4. Februar: Queen veröffentlichen neun Monate vor Freddie Mercurys Tod mit Innuendo ihr letztes reguläres Studioalbum mit ihm als Leadsänger. 11. Februar: Aufgrund des Zweiten Golfkriegs wird der Kölner Rosenmontagszug offiziell abgesagt. 11. Februar: Massive Attack veröffentlichen ihre Single Unfinished Sympathy, müssen ihren Bandnamen jedoch vorübergehend auf „Massive“ verkürzen, um einem Radioverbot des Wortes „Attack“ während des zweiten Golfkriegs zu entgehen. 27. Februar: James Brown wird vorzeitig aus dem Gefängnis auf Bewährung entlassen, nachdem er 1989 nach einer Verfolgungsjagd mit hoher Geschwindigkeit durch zwei Bundesstaaten festgenommen worden war. 28. Februar: Das Aufnahmestudio Record Plant in Los Angeles schließt seine Pforten. 11. März: Janet Jackson unterzeichnet Vertrag mit Virgin Records von 30 Mio. Dollar und wird damit zur bestbezahlten Künstlerin aller Zeiten. 14. März: Die US-amerikanische Sängerin Whitney Houston startet in Yokohama ihre I’m Your Baby Tonight World Tour. 16. März: Sieben Mitglieder aus der Band von Reba McEntire und ihr Tourmanager kommen bei einem Privatflugzeugabsturz in Kalifornien nahe der Grenze zu Mexiko ums Leben. McEntire reist in einem anderen Flugzeug. Das Unglück inspiriert sie zum Titelsong ihres nächsten Albums For My Broken Heart. 20. März: Michael Jackson unterzeichnet einen Vertrag mit Sony Music für über 1 Mrd. Dollar. 20. März: Eric Claptons vierjähriger Sohn Conor kommt bei einem Sturz aus dem Fenster einer New Yorker Wohnung aus dem 49. Stock ums Leben. Diese Tragödie inspiriert Clapton später zur Hitsingle Tears in Heaven. 27. März: Donnie Wahlberg, Mitglied der Boygroup New Kids on the Block, wird in Louisville (Kentucky) verhaftet, weil er angeblich sein Hotelzimmer in Brand gesteckt hat. 9. April: Die britische Progressive-Rock-Band Yes startet in Pensacola ihre Union Tour. 4. Mai: Carola gewinnt in Rom mit dem Lied Fångad av en stormvind für Schweden die 36. Auflage des Eurovision Song Contest. 7. Mai: Ein Gericht in Macon (Georgia) weist eine Klage wegen widerrechtlicher Tötung gegen Ozzy Osbourne ab. Die Klage wurde von einem einheimischen Paar eingereicht, das glaubte, ihr Sohn sei durch Osbournes Musik zu einem Selbstmordversuch inspiriert worden. 15. Mai: Richey Edwards, Gitarrist und Texter von den Manic Street Preachers, ritzt sich während eines Interviews mit der Zeitschrift NME mit einer Rasierklinge die Worte „4 Real“ in den Arm, nachdem dieses Magazin die Authentizität der Band in Frage gestellt hatte. Der Vorfall führt dazu, dass Edwards Wunde in einer Notoperation mit 18 Stichen genäht werden muss. 28. Juni: Paul McCartneys klassische Komposition Liverpool Oratorio wird in der Anglican Cathedral in Liverpool uraufgeführt. 2. Juli: Bei einem Guns-N’-Roses-Konzert in Maryland Heights greift Axl Rose einen Zuschauer, der Fotos machte, an, nachdem die Security dem Befehl des Sängers, die Kamera zu konfiszieren, nicht rasch genug Folge geleistet hat. Nach dem Angriff sagt Rose wütend: „Dank der lahmarschigen Security geh ich nach Hause!“ und verlässt die Bühne. 10. Juli: Die deutsche Synthiepop-Formation Kraftwerk startet in Aberdeen ihre The Mix Tour. 12. August: Mit dem schwarzen Album gehen Metallica stilistisch neue Wege, entfernen sich vom Thrash Metal und wenden sich mit einfacher arrangierten, kürzeren und eingängigeren Songs mehr dem Heavy Metal zu. 23. August: Die britische Rockband Dire Straits startet in Dublin ihre On Every Street Tour. 27. August: Dr. Dre plädiert auf „no contest“ (keine Anfechtung) in Bezug auf die Anklage, er habe eine Frau in einem Nachtclub in West Hollywood verprügelt. Er wird zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt. 4. September: Das schwedische Pop-Duo Roxette startet in Helsinki seine Join the Joyride! Tour. 10. September: Nirvana veröffentlicht mit Smells Like Teen Spirit die erste Singleauskopplung aus dem Album Nevermind. 17. September: Guns n’ Roses veröffentlichen ihre beiden Use Your Illusion-Alben und lösen damit einen Ansturm auf die Schallplattenläden aus. 24. September: Obwohl bereits zuvor wichtige Grunge-Alben etwa von Soundgarden, Alice in Chains oder auch Pearl Jam erschienen waren, befeuert das Erscheinen von Nirvanas Album Nevermind die Grunge-Welle und bringt sie, vor allem mit dem Musikvideo von Smells Like Teen Spirit, das auf MTV in der Heavy Rotation läuft, in den Mainstream. 28. September: U.a. AC/DC und Metallica spielen bei einem riesigen Konzert der Monsters-of-Rock-Tour in Moskau vor ca. 500.000 Zuschauern. 28. September: Der Jazzmusiker Miles Davis verstirbt in Santa Monica, Kalifornien. 5. Oktober: Die britisch-US-amerikanische Rockband Tin Machine startet in Mailand ihre It’s My Life Tour. 9. Oktober: Roy Black, einer der bekanntesten deutschsprachigen Schlagersänger, der zudem auch als Filmschauspieler bekannt ist, stirbt im Alter von 48 Jahren. 25. Oktober: Der langjährige Konzertveranstalter und Promoter Bill Graham kommt bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben. 3. November: Im Golden Gate Park in San Francisco findet ein kostenloses Tributkonzert zum Gedenken an den eine Woche zuvor bei einem Hubschrauberabsturz verunglückten Bill Graham statt. Zu den teilnehmenden Künstlern gehören Santana, Grateful Dead, Journey und Crosby, Stills and Nash. 7. November: Guns-N’-Roses-Gitarrist Izzy Stradlin gibt seinen Ausstieg aus der Band bekannt. 11. November: Genesis veröffentlichen mit We Can’t Dance ihr 14. Studioalbum. Es avanciert zu ihrem erfolgreichsten Studioalbum in ihrer Karriere und verkauft sich allein in Deutschland, wo es sich 24 Wochen an der Spitze der Albumcharts halten kann, gut 2,5 Millionen Mal. We Can’t Dance ist gleichzeitig das letzte Genesis-Album mit Beteiligung von Phil Collins, der die Band 1996 verlässt. 14. November: Das Musikvideo Black or White von Michael Jackson feiert seine Premiere gleichzeitig in 27 Ländern vor einem Fernsehpublikum von geschätzten 500 Millionen Menschen. Die letzten vier Minuten des Videos sorgen für Kontroversen, da Jackson in ihnen Fenster einschlägt, ein Auto beschädigt und ein Gebäude zur Explosion bringt sowie sich beim Tanzen wiederholt anzüglich in den Schritt fasst. 24. November: Freddie Mercury (Queen), einer der bedeutendsten Rocksänger der 1970er- und 1980er-Jahre, stirbt nach einer AIDS-Erkrankung. 24. November: Am selben Tag verstirbt Kiss-Schlagzeuger Eric Carr. 1. Dezember: George Harrison startet in Yokohama eine gemeinsame Mini-Tournee mit Eric Clapton durch Japan. Es ist seine erste offizielle Konzerttournee seit 1974. 14. Dezember: In Berlin findet erstmals der Rave Mayday statt. Regelmäßiger Austragungsort dieser Techno-Veranstaltung sind ab 1993 die Dortmunder Westfalenhallen.

Klassische Musik 1. Januar: Das diesjährige Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker wird zum zweiten Mal von Claudio Abbado dirigiert. 1. Januar: In Salzburg wird im Festspielhaus durch das Mozarteumorchester das Mozartjahr 1991 eröffnet. 19. März: Die Oper The Death of Klinghoffer von John Adams über die Entführung des Kreuzfahrtschiffs Achille Lauro wird in Brüssel uraufgeführt. Radamés Gnattali: Suíte Retratos

Film und Fernsehen 17. Januar: Der Film Kevin – Allein zu Haus mit Macaulay Culkin und Joe Pesci läuft in deutschen Kinos an. Für den Soundtrack zum Film ist der US-amerikanische Komponist John Williams verantwortlich. Neben dem bekannten Hauptthema Somewhere in My Memory, das zu Beginn und auch während des Films in Fragmenten vorkommt, zeichnet sich die Filmmusik vor allem durch eine Auswahl von verschiedenen, traditionellen Weihnachtsliedern aus, so zum Beispiel Carols of the Bells und O Holy Night. Der Titelsoundtrack zum Film wird 1991 für den Oscar nominiert. 4. Juli: In der letzten Folge der deutschen Fernsehsendung Total Normal wird der Streich Hurz! von Hape Kerkeling und Achim Hagemann ausgestrahlt.

Musikcharts Deutschland Singles Position Alben

Die längsten Nummer-eins-Singles

Lieder, die die meiste Zeit während eines anderen Jahres auf Platz eins der Charts verbrachten, werden hier nicht aufgeführt. Scorpions – Wind of Change (11 Wochen) Roxette – Joyride; Kate Yanai – Bacardi Feeling (Summer Dreamin’) (jeweils 8 Wochen) Salt ’n’ Pepa – Let’s Talk About Sex (6 Wochen)

Die längsten Nummer-eins-Alben

Alben, die die meiste Zeit während eines anderen Jahres auf Platz eins der Charts verbrachten, werden hier nicht aufgeführt. Roxette – Joyride (13 Wochen) Scorpions – Crazy World (7 Wochen) Queen – Innuendo (6 Wochen)

Alle Nummer-eins-Hits und die Hits des Jahres

Österreich Singles Position Alben

Die längsten Nummer-eins-Singles

Lieder, die die meiste Zeit während eines anderen Jahres auf Platz 1 der Charts verbrachten, werden hier nicht aufgeführt. Roxette – Joyride (10 Wochen) Scorpions – Wind of Change (9 Wochen) Bryan Adams – (Everything I Do) I Do It for You (7 Wochen)

Die längsten Nummer-eins-Alben

Alben, die die meiste Zeit während eines anderen Jahres auf Platz eins der Charts verbrachten, werden hier nicht aufgeführt. Roxette – Joyride (11 Wochen) Elton John – The Very Best of Elton John (7 Wochen) Jazz Gitti & Her Disco Killers – A Wunda; Rainhard Fendrich – Nix is fix (jeweils 5 Wochen)

Alle Nummer-eins-Hits und die Hits des Jahres

Schweiz Singles Position Alben

Die längsten Nummer-eins-Singles

Lieder, die die meiste Zeit während eines anderen Jahres auf Platz 1 der Charts verbrachten, werden hier nicht aufgeführt. Bryan Adams – (Everything I Do) I Do It for You (16 Wochen)