Das Schlachtgeschwader 151 war ein Verband der Luftwaffe der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg. Als Schlachtgeschwader verfügte es über einmotorige Flugzeuge vom Typ Focke-Wulf Fw 190 und Junkers Ju 87. Das Geschwader wurde während seiner gesamten Bestehenszeit als Ausbildungsgeschwader eingesetzt. Mit diversen Einsatzstaffeln wurden auch Kampfeinsätze geflogen.
Geschichte Das Schlachtgeschwader 151 entstand am 18. Oktober 1943 aus dem Sturzkampfgeschwader 151. Der Geschwaderstab des Sturzkampfgeschwaders 151 erhielt in ZagrebHenry L. deZeng IV: Luftwaffe Airfields 1935-45, Yugoslavia, S. 5, abgerufen am 16. Februar 2024. (), die Hauptstadt des mit dem Deutschen Reich verbündeten Kroatiens, die neue Bezeichnung Geschwaderstab/Schlachtgeschwader 151. Die I. und die III. Gruppe bildeten sich in PancevoHenry L. deZeng IV: Luftwaffe Airfields 1935-45, Yugoslavia, S. 37, abgerufen am 16. Februar 2024. (), aus den entsprechenden Gruppen des Sturzkampfgeschwaders 151. Die II. Gruppe in Zagreb war die umbenannte IV. Gruppe des Sturzkampfgeschwaders 151, während die IV. Gruppe des Geschwaders erst am 17. August 1944 in ProsnitzHenry L. deZeng IV: Luftwaffe Airfields 1935–1945, Czechoslovakia S. 32, abgerufen am 4. Februar 2024. (), im besetzten Tschechien, aus der I. Gruppe des Schlachtgeschwaders 152 gebildet wurde.
Das Geschwader wurde während seiner gesamten Bestehenszeit als Ausbildungsgeschwader eingesetzt. Die einzelnen Gruppen bildeten dennoch Einsatzstaffeln aus erfahrenem Personal und griffen mit diesem in die Kämpfe ein. So war im März die 13. und 14. Staffel der 4. Flieger-DivisionHorst Boog, Richard Lakowsky, Werner Rahn, Manfred Zeidler, John Zimmermann: Das deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg, Der Zusammenbruch des deutschen Reiches, Band 10/1, Deutsche Verlags-Anstalt, München 2008, ISBN 978-3-421-06237-6, S. 617 dem II. Fliegerkorps der Luftflotte 6 unterstellt und nahmen an der Schlacht um die Seelower Höhen teil.
Am 25. April 1945, noch vor der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht, wurde der Geschwaderstab aufgelöst.
Kommandeure Geschwaderkommodore Dienstgrad Name ZeitOberst Karl Christ 18. Oktober 1943 bis 6. Dezember 1944Oberst Helmut Bruck 7. Dezember 1944 bis 31. März 1945Major Karl Henze 1. April 1945 bis 25. April 1945
Gruppenkommandeure I. Gruppe Hauptmann Karl Schrepfer, 18. Oktober 1943 bis 19. Mai 1944 Hauptmann Erich Bunge, 13. Juli 1944 bis 23. Oktober 1944 Hauptmann Hubert Pölz, 24. Oktober 1944 bis 25. April 1945
II. Gruppe Hauptmann Heinrich Heins, 18. Oktober 1943 bis 3. September 1944 Hauptmann Hans Steinwachs, 4. September 1944 bis 14. Februar 1945 † Major Ottmar Willmann, 15. Februar 1945 bis Februar 1945 Major Franz Kieslich, Februar 1945 bis 25. April 1945
III. Gruppe Hauptmann Erich Hanschke, 18. Oktober 1943 bis März 1944 Hauptmann Egon Stoll-Berberich, März 1944 bis 25. April 1945
IV. Gruppe Hauptmann Karl Kennel, 17. August 1944 bis 10. Oktober 1944 Hauptmann Rudolf Smola, 15. Oktober 1944 bis 23. Februar 1945 Hauptmann Paul Dose, 24. Februar 1945 bis 15. April 1945
Auszeichnungen Bekannte Träger des Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes oder höherer Stufen des Schlachtgeschwaders 151.
Name Dienstgrad Einheit Ritterkreuz Eichenlaub Pölz, Hubert Hauptmann I/SG 151
Literatur
Einzelnachweise
Schlacht #:::151 Kategorie:Gegründet 1943 Kategorie:Aufgelöst 1945