mini|Georgskirche in Dettingen unter Teck Die evangelische Georgskirche ist ein geschütztes Kulturdenkmal nach dem Denkmalschutzgesetz. Sie steht in Dettingen unter Teck, einer Gemeinde im Landkreis Esslingen in Baden-Württemberg. Die Kirchengemeinde gehört zum Kirchenbezirk Kirchheim unter Teck in der Evangelischen Landeskirche in Württemberg.

Geschichte Ein 1269 genannter Leutpriester und Angaben im Liber decimationis von 1275 weisen erstmals die Pfarrkirche nach, die stets zum Dekanat Kirchheim beziehungsweise Owen zählte, und 1302 mit dem Patrozinium Sankt Georg bezeichnet wird. Die reiche Kirchenvogtei mit Patronat, Zehntrechten und Widumhof war bis 1452 hohenbergisches Lehen und wurde danach an das Spital Kirchheim verkauft und kam damit schließlich an Württemberg. 1444 bereits war die Kirche im Chorbereich durch Aberlin Jörg erweitert worden. Der Schlussstein des Gewölbes im von Strebepfeilern gestützten Chor wird Aberlin Jörg zugeschrieben. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche am 20. April 1945 durch Luftangriff schwer beschädigt. Erhalten blieben der im Erdgeschoss kreuzgratgewölbte Westturm ohne Fachwerkoberstock und Helm sowie die Umfassungsmauern von Schiff und Chor.Dettingen unter Teck in: Landeskunde entdecken online (LEO BW) . Unter Leitung des ortsansässigen Architekten Heinrich Langbein (gest. vor 1956) konnte die Kirche von 1952 bis zur Einweihung im November 1954 wieder aufgebaut werden. Dazu schuf der Holzbildhauer Martin Scheible den Altarkruzifixus und das Kanzelrelief.Adolf Gommel (Hrsg.): Evangelische Kirchenkunst der Gegenwart in Württemberg - Festschrift des Vereins für christliche Kunst in der Evangelischen Kirche Württembergs zu Feier des 100jährigen Bestehens 1857–1957. Mit Grundsatzbeitrag von Georg Kopp. Stuttgart 1957, Abb. 44 f.

Beschreibung Die im Kern gotische Saalkirche besteht aus einem nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg in reduzierten Formen wieder aufgebauten Langhaus, einem eingezogenen, dreiseitig geschlossenen Chor im Osten und einem Kirchturm im Westen, der mit einem spitzen, schiefergedeckten Helm bedeckt ist. In den Giebeln seiner Wände sind die Zifferblätter der Turmuhr untergebracht.

Orgel Die von Rudolf von Beckerath Orgelbau 1983 gebaute Orgel wurde 2018 in die Georgskirche umgesetzt. Sie verfügt über 24 Register auf zwei Manualen und Pedal.

Literatur

Weblinks

Geschichte der Kirchengemeinde auf ihrer Website Kirchbaudatenblatt

Einzelnachweise

Kategorie:Kirchengebäude im Landkreis Esslingen Georg Georg Kategorie:Georgskirche Kategorie:Kirche in der Evangelischen Landeskirche in Württemberg Kategorie:Saalkirche in Baden-Württemberg Kategorie:Gotische Kirche Kategorie:Gotisches Bauwerk im Landkreis Esslingen Kategorie:Kirchengebäude in Europa