Linalylformiat ist ein Terpenoidester der sich von Linalool und Ameisensäure ableitet.
Gewinnung und Darstellung Linalylformiat kann durch Veresterung von Linalool mit Ameisensäure gewonnen werden.
Vorkommen mini|links|Muskatellersalbei Linalylformiat kommt im Lavandinöl vor. Im Öl des Muskatellersalbeis macht es etwa 0,2 % bis 0,3 % aus. Auch in Bergamott- und Majoranöl kommt es in größeren Mengen vor. Gemäß GC-MS-Analysen kommt es vermutlich in geringen Mengen in Aprikose und Pfirsich, sowie in Zitronenschalenöl vor. Berichten zufolge ist es auch in Petitgrain und Sauerkirschen enthalten.
Verwendung Linalylformiat wird als Duftstoff verwendet. Die weltweite Verwendungsmenge in diesem Bereich beträgt einige Tonnen pro Jahr. Es ist in der EU unter der FL-Nummer 09.080 als Aromastoff für Lebensmittel allgemein zugelassen und darf in dieser Verwendung auch einen Anteil Linalool enthalten.
Toxikologie Die akute Toxizität der Verbindung ist gering, LD50-Werte wurden in verschiedenen Studien an Tieren zu über 5 g/kg Körpergewicht bestimmt. In Studien an Freiwilligen verursachte die Verbindung weder eine Hautreizung noch eine Sensibilisierung. In Tierversuchen wurden zum Teil geringe Haut- und Augenreizungen festgestellt.
Einzelnachweise
Kategorie:Ameisensäureester Kategorie:Alkadien Kategorie:Terpenoid Kategorie:Aromastoff (EU) Kategorie:Sekundärer Pflanzenstoff